Erneut Spitzenplatzierung im europäischen Wettbewerb

Kategorie: Öffentlich

Vorläufer einer Zweifarbenpyrometer-basierten Sensoreinheit, deren Funktionstauglichkeit durch ein ausgeklügeltes optisches Filtersystem sowie einen mathematischen Algorithmus die Detektion von Schnittabrissen in Quasiechtzeit ermöglicht. Das Bild zeigt die durch die Aschaffenburger Arbeitsgruppe selbst gebauten 4kW Faserlaserflachbettanlage am Standort des ZeWiS in Obernburg (Laserapplikationszentrum der Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik).

Aschaffenburger Forscher wollen neuartigen optischen Sensor entwickeln


Die Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik (AG alp) hat bei der diesjährigen EuroStars Ausschreibung erneut eine Spitzenplatzierung erreicht. Unter 269 europaweit eingereichten Forschungsanträgen belegte die AG alp einen beachtenswerten 5. Platz !

Gemeinsam mit Unternehmen aus München, Österreich und Italien wird die Aschaffenburger Gruppe in den nächsten drei Jahren das Forschungsprojekt „4-in-1 all optical sensor system for automated, faultless high power laser cutting machines“ bearbeiten. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union, die der Hochschule circa 250.000 € für diese Arbeiten zur Verfügung stellt.

Gegenstand der Forschung ist die Entwicklung eines multifunktionalen optischen Sensors, um Hochleistungslasermaschinen im mannlosen 24/7 Betrieb zu überwachen und zu regeln. Im Hochleistungslaserbereich findet seit einigen Jahren ein Wechsel von den traditionell genutzten CO2-Lasern hin zum Faserlaser statt. Für letztere gibt es am Sensorikmarkt allerdings bisher keine zufriedenstellende Sensoriklösung, um Schneidprozesse online hinsichtlich Schnittqualität und Effizienz zu überwachen. Hier setzt das Vorhaben der Aschaffenburger Forscher an, im Rahmen dessen vier verschiedene Sensorikkonzepte entwickelt und in einem Produkt integriert werden. Dazu werden in Aschaffenburg innovative Optik- und Sensorikkonzepte sowie neue Auswertealgorithmen entwickelt.

Die Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik umfasst derzeit 15 Mitarbeiter und fünf Masterstudenten, die im Rahmen ihrer Masterprojekte über 18 Monate in den Laboren der Arbeitsgruppe forschen. Im Laufe der dreijährigen Projektbearbeitung wird ein ehemaliger Student des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesens, der zuvor sein Masterstudium an der Hochschule mit großem Erfolg abgeschlossen hat, promovieren. Weitere Nachwuchsforscher, die ihre Bachelor- und Masterprojektthemen in der AG alp bearbeiten wollen, werden noch gesucht.