GesINA40 Assistenzsystem zur Unterstützung manueller Montagevorgänge


Gestenbasiertes, maschinell lernendes industrielles Assistenzsystem zur Unterstützung manueller Montageprozesse

Der Arbeitsplatz des Projekts GesINA40 aus der Vogelperspektive
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll
Hochschule: Technische Hochschule Aschaffenburg
Forschungsschwerpunkt: Intelligent Systems
Projektlaufzeit: 01.04.2020–31.03.2023

IntelligentSystems   ArtificalIntelligenceDataScience   IntelligentSensorsSignals   Prof.Dr.-Ing.Doll


Hintergrund

Thema des Projekts ist die Entwicklung eines flexiblen, intelligenten Assistenzsystems zur Unterstützung manueller Montageprozesse. Auch in der digitalen Fabrik der Zukunft sind manuelle Montageprozesse, die von Menschen durchgeführt werden, unverzichtbar, sei es wegen der hohen Flexibilität oder der hohen Präzision, die dadurch gewährleistet wird. Es ist wichtig, die Menschen bei diesen meist monotonen, aber dennoch konzentrationsfordernden Tätigkeiten intelligent zu unterstützen. Das System kann auch zu Trainingszwecken eingesetzt werden. Eine große gesellschaftliche Herausforderung ist es, gering qualifizierte Arbeitskräfte und Nicht-Muttersprachler in die industrielle Produktion zu integrieren. Mit Hilfe dieses Systems kann mit zunehmender Kompetenz des Arbeitnehmers der Schulungs- und Betreuungsaufwand schrittweise reduziert werden.


Ziele

Im Fokus des Forschungsprojekts stehen die menschenfreundlichen Arbeitsbedingungen in manuellen Montageprozessen. Auf der technischen Seite bedeutet dies, dass das Assistenzsystem zuverlässig die entsprechende Unterstützung bietet. Ziel ist es, die optimale Darstellung der Assistenz im Rahmen eines User-Centred-Design-Prozesses zu ermitteln.
Unsere Forschungsgruppe wird unter der Leitung von Prof. Dr. Konrad Doll das Assistenzsystem entwickeln. Dabei werden die Forschenden die manuelle Montage mit Hilfe von Machine-Learning-Methoden so analysieren, dass z.B. Hilfsmittel automatisch generiert und bei Bedarf auch dem Arbeitenden am Arbeitstisch präsentiert werden. Auf diese Weise arbeitet das System weitgehend autonom und der Aufwand für die Integration in die Produktion ist sehr gering.


Methoden

Das Assistenzsystem besteht aus einer 3D-Kamera und einem Projektor, die beide über Kopf am Arbeitsplatz angebracht sind, sowie einem Eye-Tracker und einem Industrie-PC. Da Studien gezeigt haben, dass es für die Nutzer unangenehm ist, eine Augmented-Reality-Brille über einen längeren Zeitraum zu tragen, wird ein Beamer verwendet. In Zukunft werden hier wahrscheinlich stattdessen andere Technologien zum Einsatz kommen, z. B. Augmented Reality über Kontaktlinsen.


Projektteilnehmende



Kooperationen

Möchten Sie in unserem Forschungsteam mitarbeiten? Forschen Sie als Professorin oder Professor, Doktorandin oder Doktorand oder als Studentin oder Student zu einem ähnlichen Thema? Suchen Sie nach Beteiligungsmöglichkeiten an einem Forschungsprojekt zu diesem Thema?

Wir würden uns freuen, unser Kooperationspotenzial zu ermitteln. Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit Prof. Dr.-Ing. Doll per Telefon (+49 6021/4206-720) oder per Mail an Konrad.Dollth-abde.


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