Der Bereich "Materials/Recycling" bündelt die Kompetenzen der Forschungseinrichtung ZeWiS wie folgt:

  • Werkstoffe   
  • Nano- und Mikrosysteme


Funktion und Form vieler Produkte werden maßgeblich von den verwendeten Materialien bestimmt. Neuartige Werkstoffe wie beispielsweise extrem leichte Verbundstoffe ermöglichen neuartige Produkte und Anwendungen. Bei aktuellen Entwicklungen in der Mikro- und Nanotechnologie sowie Photonik spielen neue Materialien eine herausragende Rolle und ermöglichen oft erst die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren.

Starke Impulse erfährt die Werkstofftechnik durch die Nanotechnologie. Neuartige Materialien mit Strukturen von weniger als 100 Nanometern weisen besondere Eigenschaften auf und finden zunehmend technische Anwendungen in den Ingenieurwissenschaften. Bespiele sind Beschichtungen mit Resistenz gegen Verschmutzung, Oxidation und Verschleiß. Ein bekanntes, bereits im Alltagsleben zu findendes Anwendungsbeispiel sind kratzfeste Nano-Autolacke. Auch biologische Fragestellungen finden zunehmend Einzug in die Materialwissenschaften. Biokompatible Oberflächen für Knochen-Implantate oder Antifouling-Beschichtungen für Schiffsrümpfe sind nur zwei Beispiele für eine Vielzahl von  Anwendungsgebieten. Besondere Bedeutung kommt neuen Materialien in der Mikrosystemtechnik zu. Mikrosysteme vereinen verschiedene Funktionen, Materialien und Komponenten in einem System miteinander, in dem so unterschiedliche Basistechnologien wie die Mechanik, die Optik und die Elektronik zum Einsatz kommen. Der Schlüssel zum Erfolg auf diesem stark wachsenden, interdisziplinären Arbeitsgebiet ist der Einsatz geeigneter, kompatibler Werkstoffe zur Realisierung neuer Funktionalitäten.

ZeWiS verfügt über umfassendes Know-how und eine gute Ausstattung im Bereich Werkstoff- und Mikrosystemtechnik, den optischen Technologien und den Biomaterialien. Durch das „Transferzentrum Materials“ wird die bestehende Infrastruktur zukünftig auf die Entwicklung, Charakterisierung und Anwendung neuer Materialien, insbesondere im Bereich der Mikrosystemtechnik und Mikroelektronik sowie Optik und Life Sciences erweitert werden. Im Fokus steht die Schaffung der Grundlage für eine nachhaltige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich Materials an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und technischer Anwendung.