Der Kernbereich des biomat lab ist die Entwicklung neuer Analysemethoden und Verfahren im Bereich der Life Sciences. In Kollaborationsprojekten mit der Industrie und Hochschulen werden Aspekte der Biosensorik und Biosignalverarbeitung bearbeitet. 

So hat das Projekt  NanoBis  mit der Firma Heraeus die Entwicklung eines Glukose-Sensors für die Zellkulturen-Sensorik zum Ziel.

In Anlehung an die neuen Fraunhofergruppe IKWS konnte der neue Forschungsschwerpunkt Wertstoffsubstitution und Ressourcenmanagement an der HAB etabliert werden. Dabei ist die Analyse der möglichen Gesundheitsbelastungen während des Life Cycles  von Metallen und Nanopartikeln für die Bevölkerung ein wichtiger Aspekt. 

Im Projekt BioSig steht die Signalverarbeitung von neuronalen Signalen im Vordergrund. Ob in vitro oder mit dem EEG abgeleitet, ermöglicht erst eine elaborierte Weiterverarbeitung der Biosignale eine Interpretation oder Anwendung zum Beispiel in Fahrerassistenzsystemen.   

Ein weiteres Projekt befasst sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrotechnik in Mainz (IMM) mit der Konzeption eines kapillar-elektrophoretischen Mikrofluidiksystems zur Analyse von Fettsäuren im menschlichen Blut. Dieses Projekt wurde 2012 mit dem Förderpreis des MST Netzwerks Rhein-Main ausgezeichnet.


NanoBis

Ziel dieses vom Land Bayern geförderten Projekts ist es das oberflächenresistive Sensorprinzip für Anwendungen im biomedizinischen Markt zu entwickeln und anhand von konkreten Fragestellungen herauszuarbeiten, welches Potential ein Ultradünnschicht-Sensor für den Bereich der Bioanalytik bietet. Der wesentliche Vorteil des Sensors gegenüber anderen Oberflächen-sensitiven Sensoren, wie zum Beispiel SPR, ist die außerordentlich einfache elektronische Auswertung des Sensorsignals und die Miniaturisierbarkeit des Gesamtsystems. Gemeinsam mit Heraeus Sensor Technology in Kleinostheim, dem Institut für photonische Technologien in Jena und der Firma cellasys GmbH in München soll ein Glukosesensor für die Überwachung der Bedingungen in Zellkultursystemen entwickelt werden. Zu diesem Zweck soll der Ultradünnschicht-Sensor mit dem Glukose /Concanavalin A / Dextran System funktionalisiert werden und in das IMOLA System der cellasys GmbH integriert werden.

Laufzeit: 2012 -2015  

BioSig

Die elektrischen Signale von neuronalen Zellen können mit Hilfe spezieller Biosensoren abgeleitet werden, um deren Reaktion auf externe Stimuli zu untersuchen. Unter Verwendung elaborierter Algorithmen können diese Daten detailliert analysiert und interpretiert werden. Dabei liegt der Fokus des Projekts BioSig in der Entwicklung neuartiger Methoden zur Analyse in vitro gemessener Zellsignale. In Zukunft soll die Ableitung der neuronalen Signale durch die Verwendung von EEG basierten Techniken erweitert werden. Mit Hilfe solcher Messsysteme kann der kognitive Zustand einer Person erfasst und die Reaktion eines Menschen auf spezifische Umwelteinflüsse bestimmt werden. Unser Hauptaugenmerk liegt in diesem Kontext vor allem im Bereich der Fahrerassistenz, d.h. in der Entwicklung geeigneter Methoden zur Fahrerüberwachung hinsichtlich Stress- oder krankheitsbedingter Symptome.

Life Cycle Assessment

Bei dem vom Land Bayern geförderten Forschungsschwer-punkt ist die Analyse der möglichen Gesundheitsbelastungen während des Life Cycles von Metallen und Nanopartikeln für die Bevölkerung ein wichtiger Aspekt ist. Die Abschätzung der Relevanz dieses Problems aufgrund der Eintragsmengen in die Umwelt und ihrer hochgradigen Wirksamkeit auf Lebewesen am Beispiel der Wirkung auf das Zentralnervensystems und das Herz-Kreislaufsystem ist das Ziel dieses Projekts.

Laufzeit: 2012 -2015

 

 

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