TH Aschaffenburg - University Of Applied Sciences

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Virtuelle Internationalisierung in Zeiten von Covid-19

Kategorie: Öffentlich

Digitaler Austausch mit Asien und Griechenland


Durch die weltweite Covid-19-Krise mussten auch an der TH Aschaffenburg die meisten studentischen Auslandsaufenthalte verkürzt, abgesagt oder verschoben werden.

Fernzusammenarbeit mit Japan und Taiwan
Um ihre Studierenden in den Vorlesungen "International Competences: Intercultural Cooperation and Communication" (Teil des Masterstudiengangs "International Management") und "Business Seminar Germany" (Wahlpflichtfach für Incoming-Studierende) dennoch von authentischen interkulturellen Erfahrungen profitieren zu lassen, konzipierten Prof. Dr. Renate Link und ihre beiden Kolleginnen Prof. Dr. Eriko Katsumata von der Aoyama Gakuin Universität in Tokio/Japan und Prof. Dr. Siao-Cing Guo von der National Taipei University of Business/Taiwan (letztere ist eine Partnerhochschule der TH Aschaffenburg) ein virtuelles Kulturaustauschprojekt, das ihre regulären und internationalen Studierenden miteinander vernetzte. Das Projekt bestand aus einer kollaborativen digitalen Aufgabe vor dem Treffen, in der sich die Studierenden mit den Kulturen, Städten, Campi und dem Umgang ihrer Herkunftsländer mit der Covid-19-Krise vertraut machten. Während der ersten virtuellen Zusammenkunft analysierten die Studierenden Mini-Fallstudien aus den drei beteiligten Kulturen und setzten die Diskussion darüber zwischen dem ersten und zweiten Ferntreffen online fort. Um einen noch intensiveren digitalen Kulturaustausch zu ermöglichen, nahmen an der zweiten Videokonferenz zusätzlich auch internationale Austauschstudierende der TH Aschaffenburg teil, die zuvor dieselbe Einführungsaufgabe aus ihrer kulturellen Sichtweise bearbeitetet hatten. Nachdem diese breite interkulturelle Basis geschaffen war, erprobten multikulturelle Studierendengruppen in Breakout-Sitzungen die digitale Version eines interkulturellen Spiels und erhielten im Anschluss eine Debriefing-Aufgabe, um auch nach den beiden Live-Webinaren in Verbindung zu bleiben.

Online-Kurzbesuch in Griechenland
Darüber hinaus statteten die Masterstudierenden der TH Aschaffenburg auch einer der jüngsten Partnerinstitutionen Aschaffenburgs, der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen eine virtuelle Stippvisite ab, wo sie griechische Studierende des Fachbereichs Germanistik und ihre Professorin, Dr. Anna Chita, "trafen". Während dieser digitalen Sitzung nahmen die Studierenden an einem Workshop teil, wo sie ihre sprachlichen und kulturellen Vermittlungsfähigkeiten im Einklang mit der sechsten Kompetenz, die erst kürzlich im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) definiert wurde, trainierten.

Wesentliche Schlussfolgerungen
Insgesamt profitierten die rund 60 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus einem Dutzend verschiedener Länder nicht nur von reichhaltigen interkulturellen Erfahrungen, die ihre kulturelle Denkweise veränderte, sondern verbesserten dank der Anwendung verschiedener Tools auch ihre digitalen Kompetenzen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten zudem einen Einblick in sich von Kultur zu Kultur stark unterscheidende Lehr- und Lernstile.

Initiativen zur Begleitforschung sind bereits angelaufen und es ist geplant, die beiden virtuellen Mobilitäten zu einem regulären COIL-Modul (Collaborative Online International Learning) auszubauen, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass das Studieren im Ausland seit Ausbruch der Pandemie mit mehr Fragezeichen behaftet ist als jemals zuvor.





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