Auch ohne Abitur können beruflich qualifizierte Bewerber und Bewerberinnen nter bestimmten Voraussetzungen ein Studium an einer Hochschule aufnehmen.
Der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte wird in Art. 45 Bayerisches Hochschulgesetz und §§ 29 bis 33 Qualifikationsverordnung geregelt.

Informationen zu den Voraussetzungen

Beratungsgespräch

Der Hochschulzugang setzt immer ein Beratungsgespräch an unserer Hochschule voraus. Das Beratungsgespräch ist bei der allgemeinen Studienberatung oder bei der Studienfachberatung zu führen. Der Nachweis über das Beratungsgespräch ist bis zum Ende des Bewerbungszeitraums vorzulegen. Das von einer anderen bayerischen Hochschule bescheinigte Beratungsgespräch wird anerkannt, sofern es sich um einen eng verwandten Studiengang handelt.

Allgemeiner Hochschulzugang

Der allgemeine Hochschulzugang wird eröffnet durch

- eine bestandene, nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgelegte Meisterprüfung, eine bestandene Abschlussprüfung einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachschule (z.B. Techniker) oder Fachakademie (z.B. Erzieher),

- eine bestandene der Meisterprüfung gleichgestellte, nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgelegte berufliche Fortbildung,

- einen Fortbildungsabschluss einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (mit staatlich genehmigter Prüfungsordnung bzw. wenn ein Staatskommissär an den Prüfungen mitwirkt und einem Stundenumfang von mindestens 400 Stunden),

- eine bestandene Prüfung zum Verwaltungsfachwirt oder eine bestandene Fachprüfung II der Bay. Verwaltungsschule.

Fachgebundener Hochschulzugang

Den fachgebundenen Hochschulzugang können Bewerber bekommen, die

- eine mindestens zweijährige Berufsausbildung nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung in einem zum Studiengang fachlich verwandten Bereich absolviert haben und

- anschließend mindestens drei Jahre hauptberuflich in einem zum Studiengang fachlich verwandten Bereich gearbeitet haben.

- Die Studieneignung muss durch ein erfolgreich absolviertes Probestudium (s. unten) von mindestens einem Jahr festgestellt werden.

Bei Berufsabschlüssen, die außerhalb Deutschlands erbracht worden sind, muss die Gleichwertigkeit festgestellt werden. Bitte legen Sie eine Gleichwertigkeitsbescheinigung über Ihren Berufsabschluss der Bewerbung bei.

Probestudium


An der Technischen Hochschule Aschaffenburg erfolgt die Feststellung der Studieneignung von beruflich qualifizierten Bewerbern und Bewerberinnen, die einen fachgebundenem Hochschulzugang anstreben, durch ein erfolgreich absolviertes Probestudium von mindestens einem Jahr.

Das Probestudium gilt als erfolgreich absolviert, wenn nach dem ersten Semester mindestens 10 ECTS-Leistungspunkte und nach dem zweiten Semester insgesamt mindestens 30 ECTS-Leistungspunkte aus den Prüfungsleistungen des ersten Studienjahrs erworben wurden.

In den berufsbegleitenden Studiengängen Elektro- und Informationstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen sind gemäß Studien- und Prüfungsordnung bis zum Ende des ersten Semesters mindestens 5 ECTS-Punkte und am Ende des zweiten Fachsemesters insgesamt mindestens 20 ECTS-Punkte zu erreichen.

Einzureichende Unterlagen & Infoblatt

Informationen zu den einzureichenden Unterlagen finden Sie zusammengefasst in unserem Infoblatt.