1. Zielsetzung

Der Aufbau eines lokalen Elitenetzwerks von besonders leistungsfähigen und begabten Studierenden wurde in den Zielvereinbarungen der Fachhochschule Aschaffenburg mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2006 formal verankert. Die Idee ist, eine studiengangsübergreifende Gruppe herausragender Studierender an der Hochschule Aschaffenburg zu bilden, die durch zusätzliche Angebote in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert werden. "Enrichment" ist der zugrunde liegende Gedanke, der auch in der Begabtenförderung anerkannt ist.

Die Verbindungen innerhalb und außerhalb der Gruppe können überdies für die Einzelnen nützlich sein. Langfristig entsteht durch on top ein Netzwerk von Studierenden, die als Leistungsträger vielfach auch nach ihrem Abschluss der Hochschule verbunden sind und ihren Ruf mehren. Für das Image der Hochschule ist die Gruppe der "high potentials" förderlich. Solche Spitzenleute werden von der Industrie stark nachgefragt. Mittelfristig trägt die Maßnahme dazu bei, gute Studienbewerber anzuziehen und den Begriff „Leistung“ positiv zu besetzen.
 

2. Auswahl

Studierende, die durch das Deutschlandstipendium gefördert werden, bekommen automatisch eine Teilnahme am Programm angeboten. Studierende, die durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes oder durch andere Stiftungen gefördert werden, können ebenfalls in das Programm aufgenommen werden - hierfür ist eine schriftliche Bewerbung an die Präsidentin unter praesidentin@th-ab.de erforderlich.

Mit ihrer Aufnahme in das on top-Programm signalisieren die Studierenden ihr Interesse sich bei on top zu engagieren.
 

Exkursion zu Pirelli

3. Förderung

Pro Semester finden etwa zwei bis drei gemeinsame Aktivitäten der Aschaffenburger on top-Gruppe statt. Zu Beginn des Wintersemesters steht das gegenseitige Kennenlernen innerhalb der Gruppe und die Integration der Neuen im Vordergrund. Diese Besten der jeweiligen Studiengänge lernen fachübergreifend und jahrgangsübergreifend voneinander, in Diskussionen mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, bei auswärtigen Veranstaltungen, Exkursionen oder Fortbildungen und durch die Übernahme von besonderer Verantwortung, z. B. beim Tag der offenen Tür, als Repräsentantin/Repräsentant bei Messen oder als Tutor. Die Anbindung des Programms an die Person der Präsidentin betont die Exklusivität und fördert die Studierenden durch Wertschätzung. Unmittelbar profitieren die Geförderten in ihren Umgangsformen sowie in ihrer sozialen Kompetenz.

Bisher wurden u. a. folgende Veranstaltungen durchgeführt:

  • jährliches Treffen zum Kennenlernen der Gruppe: Leitung durch die Präsidentin und Anwesenheit der beiden Vertreter der Fakultäten
  • Teambildung im Hochseilgarten
  • Workshops, z. B. „Rhetorik“, „Karriereführerschein“
  • Diskussionen. z. B. mit Politikern (Oberbürgermeister Klaus Herzog)
  • Besuch von Kunstausstellungen
  • Studienfahrt nach Weimar
  • Besichtigung des Raumfahrzentrums ESOC, Darmstadt
  • Kochabende
  • Firmenexkursionen, z. B. Fraport, Audi, Ferrero, EZB, Pirelli
  • Erfahrungsaustausch mit Absolventen des on top-Programms


Die Geförderten erhalten auf Wunsch nach Abschluss des Studiums eine Bestätigung über ihre Teilnahme am Förderprogramm on top. Durch die hohe Selektivität trägt die Zugehörigkeit den Charakter einer Auszeichnung, die über den Notenspiegel hinausgeht und die Persönlichkeit der Geförderten einbezieht.

Jährlich werden etwa 15 Bewerbern in die Gruppe aufgenommenen, so dass die Gruppe ca. 50 Mitglieder umfasst, die sich zu jeweils einem Zeitpunkt zum Studium an der Technischen Hochschule befinden. Ein Teil der Studierenden ist wegen des Praxissemesters nicht anwesend. Es ist davon auszugehen, dass die Geförderten ihr Studium in der Regelstudienzeit absolvieren.


4. Netzwerk

Der Aufbau eines Netzwerks wird nicht zuletzt durch den Austausch der Adressdaten der Studierenden ermöglicht. Die Geförderten willigen ein, dass ihr Name und ihre Adresse auch nach ihrem Abschluss in einer Liste geführt werden. So ist es möglich, untereinander Kontakt aufzunehmen. Insbesondere jahrgangsübergreifend ergeben sich interessante Aspekte: In ein paar Jahren können Ehemalige mit Verantwortung in Firmen die dann in Förderung befindlichen on top-Studierenden einladen und über ihre Erfahrungen berichten. Für Podiumsdiskussionen o. ä. könnte das on top-Netzwerk wertvolle Hinweise auf geeignete Diskussionspartner geben.

Stand: 03/2019