Informationen für Studentinnen zum Mutterschutzgesetz

Das Mutterschutzgesetz gilt unmittelbar und bundesweit ab 01.01.2018 auch für schwangere oder stillende Studentinnen (§ 1 Abs. 2 Nr. 8 MuSchG).

Die Neuregelungen im Mutterschutzgesetz sollen die Gesundheit der Frau und ihres Kindes während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit schützen und Benachteiligungen entgegenwirken (§ 1 Abs. 1 MuSchG). Der Frau soll es möglich sein, ihre Beschäftigung oder ihr Studium in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen. Mutterschutz muss grundsätzlich und ohne Antrag gewährt werden.

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor und endet acht Wochen nach der Entbindung, bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen danach.

Die Hochschulleitung ist verpflichtet, im Falle einer Schwangerschaft und während der Stillzeit geeignete Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes zu ergreifen. Daher wurden alle Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und Praktika) erfasst und eine Gefährdungseinstufung (abstrakte Gefährdungsbeurteilung, § 10 MuSchG) vorgenommen. Das Familien- und Frauenbüro verwaltet die Gefährdungsbeurteilungen und hat die Veranstaltungen nach einem Ampelsystem in drei Kategorien unterteilt:

  • grün: Die Veranstaltung kann besucht werden
  • orange: Es ist eine Rücksprache bezüglich der Teilnahme mit dem Dozenten oder der Dozentin erforderlich
  • rot: Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht möglich.

 

Im Falle einer Schwangerschaft sind die folgende Maßnahmen erforderlich:

  1. Bitte informieren Sie bei Bekanntwerden einer Schwangerschaft das Studienbüro. Die Schwangerschaft wird von dort umgehend an das Gewerbeaufsichtsamt gemeldet. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet.
  2. Das Studienbüro erstellt für Sie ein Schreiben mit allen relevanten Informationen. Dieses Schreiben beinhaltet auch ein Formblatt zur weiteren Studienverlaufsplanung, das Sie an das Familien- und Frauenbüro zurückgegebenmüssen.
  3. Das Familien- und Frauenbüro prüft die konkrete Gefährdung  und informiert Sie über das Ergebnis der Prüfung. Im Falle von Veranstaltungen, die nur nach Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten besucht werden können oder für die eine Teilnahme nicht möglich ist, erhält die Dozentin/der Dozent eine Nachricht. Die weitere Vorgehensweise wird mit Ihnen  besprochen.


In unserem Merkblatt zum Mutterschutzgesetz für Studentinnen finden Sie weitere Informationen zu Mitteilungspflichten, Tätigkeitsverboten, Mutterschutzfristen und zur Teilnahme an Prüfungen finden Sie . Besuchen Sie auch die Seiten unseres Familien- und Frauenbüros zum Thema Studieren mit Kind.

Während der Mutterschutzfristen müssen Sie an Prüfungen und Veranstaltungen nicht teilnehmen. Sollten Sie das dennoch wollen, benötigen wir von Ihnen eine Verzichtserklärung über die Inanspruchnahme der Mutterschutzfristen.

Für Semester, in denen die Mutterschutzfrist beginnt oder endet sowie in der Elternzeit ist eine Beurlaubung vom Studium möglich.

Bei Fragen stehen wir Ihnen das Studienbüro und die Frauenbeauftragte der Hochschule gerne zur Verfügung!