Die ersten ITV-Studierenden im Double Degree Programm in Finnland

Kategorie: Öffentlich

V.l.n.r.: Safa Rahman, David Mack, Juri Karakolev, Marvin Mächt, Ludger Schneider-Störmann, Lea König, Daniel Borrmann und Fabian Martin (Foto: Ludger Schneider-Störmann)

Sonnenuntergang in der finnischen Küstenregion (Foto: Fabio Bernardo Castro)

Fünf Studierende des Internationalen Technischen Vertriebsmanagements absolvieren als Erste den Double Degree in Aschaffenburg und Turku.


Insgesamt zehn Studierende der Hochschule Aschaffenburg im Studiengang Internationales Technisches Vertriebsmanagement sind zu Studienzwecken gerade in Finnland an der Turku University of Applied Sciences. Für fünf von ihnen ist dieser Aufenthalt sicherlich besonders: Lea König, Daniel Borrmann, David Mack, Fabian Martin und Safa Rahman gehören zum ersten Jahrgang, der am Double Degree Programm der Hochschule Aschaffenburg und der Turku University of Applied Sciences in Finnland teilnimmt. 
Der Double Degree ist durch die Zusammenarbeit Lehrender der h-ab und der Turku University in der Academic Association of Sales Engineering AASE entstanden. Was ist authentischer als ein Erfahrungsbericht eben dieser fünf Studierenden, die in Turku wahre Pionierarbeit leisten?  

Unsere ersten Erfahrungen im Double Degree Programm
Wir, fünf Studierende aus dem Studiengang ITV, bekamen die Möglichkeit in Kooperation mit der Turku University of Applied Sciences im Rahmen unseres Auslandsaufenthaltes zwei Bachelor-of-Engineering-Abschlüsse zu erlangen. Finanziell werden wir durch das Auslands-BAföG, die Erasmus-Förderung und durch Sonderstipendien der Hochschule Aschaffenburg unterstützt.

Im August 2017 starteten wir unsere Reise in Richtung Norden. Das Ziel war Turku, eine Stadt an der Südküste Finnlands. Aufgrund der standardmäßigen acht Semester des finnischen Bachelors (240 ETCS) müssen zusätzliche Creditpoints erarbeitet werden. Diese zusätzlichen Fächer (30 ETCS) sind frei wählbar und die Ansprechpartner bezüglich Organisation und Kooperation sind immer hilfsbereit.

Mehr Aufwand, mehr Arbeit und mehr Lernen – das wird womöglich der erste Gedanke sein, jedoch unterscheidet sich die nordische Welt nicht nur von der Natur, den Menschen und der Kultur, sondern auch vom gesamten Bildungssystem her. Natürlich muss man viel lernen, aber die Klausuren sind anders aufgebaut und es sind über das ganze Semester praxisbezogene Aufgaben, sogenannte Assignments, zu erfüllen. Dadurch lassen sich durch konstantes Engagement die Gesamtnoten frühzeitig sehr gut beeinflussen, sodass die Abschlussklausur manchmal nur noch 30% der Gesamtnote ausmacht. Diese Art des Lehrens nennt sich Innovationspädagogik und stellt das eigene Erarbeiten einer Thematik in den Mittelpunkt. 

Wer hier in Turku studiert, sollte auf jeden Fall die atemberaubende Landschaft außerhalb von Turku erkunden. Wir empfinden hier die perfekte Study-Life-Balance, da wir vielfältigen Aktivitäten nachgehen können, z. B. Wandern an der Küste oder im nahegelegenen Wald, Schlittschuhfahren und Eishockeyspielen auf dem Fluss Aurajoki oder auf einem der Seen. Ganz egal wo, unberührte Natur, Erholung, Ablenkung und Spaß sind überall zu finden. Auch wenn das Wetter teilweise unbeständig ist, bringen die Wintermonate auch regelmäßig die Polarlichter bis ins südliche Turku. Ein traumhaftes Erlebnis!

Die meisten Studierenden wohnen im Studierendenwohnheim von TYS, und wir empfehlen jedem sich hier frühzeitig auf ein Zimmer zu bewerben. In der Umgebung vom Wohnheim ist alles, was wir für den täglichen Bedarf brauchen. Des Weiteren stehen uns kostenfreie Saunen zur Verfügung. Egal, ob im Studierendenwohnheim, in den Vorlesungen oder während des Nachtlebens, wir treffen immer wieder neue Leute und knüpfen viele Kontakte. Außerdem wird gerne zusammen gekocht und gefeiert.

Wir können einen Auslandsaufwenthalt mit dem Double Degree Programm absolut empfehlen – eine tolle Chance Auslandserfahrungen zu sammeln und die eigenen interkulturellen Kompetenzen zu stärken – und das ganz ohne Zeitverlust im Studium!