Studiengang E3: Erstes Praxisprojekt außerhalb der Labore erfolgreich

Kategorie: Öffentlich

© Bild Nr. 5: Ralf Hettler

Studierende installierten Solar-Strom-Anlage auf Dach der Umweltstation in Schweinheim


23 Studierende, 10 Module, ein Dach – das war zunächst alles, was sie wussten und nur insgesamt zwei Wochen hatten die verschiedenen Studierendengruppen im Studiengang Erneuerbare Energien und Energiemanagement Zeit, ein Konzept zu entwickeln. Jetzt, nur knapp zwei Monate später, wurde die fertige Photovoltaik-Anlage eingeweiht.

Nachdem die Idee an die Hochschule herangetragen worden war, auf dem Dach der Umweltbildungsstation Aschaffenburg im Ortsteil Schweinheim eine Solar-Strom-Anlage zu installieren, waren Prof. Dr.-Ing. Michael Mann, der den Studiengang „E3“ leitet, und Laborleiter Frank Nöthling sofort begeistert. 

Es wurde zunächst das Wahlfach „Auslegung und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage“ ins Leben gerufen und dann konnte es losgehen. Die in Kleingruppen erarbeiteten Auslegungskonzepte wurden präsentiert und zum Schluss per Abstimmung das Beste ausgewählt. Dabei setzten die Studierenden das Feedback seitens der externen Juroren aus der PV-Branche – Daniela Müller (Bavarian Nice Consulting), Steffen Binzel (Densys pv5 GmbH) und Eberhard Zentgraf (TEC-Institut Waldaschaff)– laut Professor Mann vorbildlich um. Im Nachhinein einigte man sich auf Module, Wechselrichter und Display. 

Nun war es an den Studierenden die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Die Studentin Melina Brenneke wurde zur Projektleiterin ernannt und übernahm die Aufgabe alles zu koordinieren. In weniger als vier Wochen sollte das Ganze fertig sein. Am 16. Juni war es dann endlich soweit: Die Studierenden installierten die Solar-Strom-Anlage auf dem Dach der Umweltstation. „Was wir in den Unterrichtsfächern vermitteln, konnte dank der Kooperation mit der Stadt Aschaffenburg und dem Solarverein konkret umgesetzt werden“, lobt Professor Mann die tatkräftige Unterstützung seitens des Solarvereins Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg. Und die Flexibilität und Hilfe der Projektpartner der Umweltstation ermöglichten die gelungene Umsetzung innerhalb der kurzen Zeit.

„Besonders beeindruckend fand ich die Leistung als ein gemeinsames Team“, resümiert Prof. Dr.-Ing. Michael Mann. „Unsere Studierenden aus verschiedenen Semestern arbeiteten sich immer wieder selbständig in neue Fachgebiete, wie z. B. Montageprozeduren, Arbeitsschutz, Blitzschutz oder Datenübertragung ein und sorgten so dafür, dass alle Beteiligten sicher, effizient und effektiv arbeiten konnten.“

Offiziell eingeweiht wurde die Photovoltaik-Anlage am Dienstag, den 17. Juli. Gemeinsam feierten die geladenen Gäste mit dem Vorsitzenden Hans-Volker Bohlender und Mitgliedern des Solarvereins, Bürgermeister Jürgen Herzing, Studierenden und Professoren der Hochschule den erfolgreichen Abschluss dieses beispielhaften Experiments – übrigens des ersten dieser Art im Studiengang E3 außerhalb der Labore.

Bürgermeister Herzing lobte dabei besonders das Engagement der Studierenden und überreichte Projektleiterin Melina Brenneke die Teilnehmerurkunden, die diese stellvertretend für alle beteiligten Studierenden entgegennahm.