Absolvent der TH Aschaffenburg promoviert zum Dr. rer. nat.

Kategorie: Öffentlich

Promotion hat Signalverarbeitung und Physik zum Thema


Wieder haben die Forschungsaktivitäten an der TH Aschaffenburg dazu geführt, dass ein qualifizierter Absolvent den höchsten akademischen Abschlussgrad erworben hat. Wir freuen uns, dass Dr. rer. nat. Daniel Lantzberg in einem kooperativen Promotionsverfahren zusammen mit der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Bremen einen sehr guten Abschluss seiner Promotion erzielen konnte. Diese wurde von Prof. Dr. Hans-Georg Stark (TH Aschaffenburg) und Prof. Dr. Peter Maaß (Zentrum für Technomathematik der Universität Bremen) betreut.

Daniel Lantzberg hat in Aschaffenburg Elektrotechnik studiert und beschäftigte sich in seiner Dissertation mit Unschärferelationen in Signalverarbeitung und Physik.

Die Heisenbergsche Unschärferelation der Physik besagt, dass Ort und Impuls eines Teilchens nicht beide zusammen beliebig genau gemessen werden können. Interessanterweise hat sie denselben mathematischen Hintergrund wie ein Unschärfeprinzip der Audio-Signalverarbeitung. Demzufolge könnte die Frequenz eines Tons erst dann beliebig genau bestimmt werden, wenn er unendlich lange dauern würde (was natürlich unmöglich ist).

Daniel Lantzberg hat diese und eine ganze Schar vergleichbarer Unschärfeprinzipien in einen einheitlichen hochabstrakten und mathematisch außerordentlich anspruchsvollen theoretischen Rahmen gefasst, der aber auch in praktische Algorithmen zur Signalanalyse – beispielsweise in der Audio-Signalverarbeitung – mündet.

Eine Besonderheit von Daniel Lantzbergs Arbeit ist, dass sie mit dem „Dr. rer. nat.“ als mathematische Arbeit gewürdigt wurde. Diesen Titel tragen nur wenige Absolventen einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Wir gratulieren Daniel Lantzberg sehr herzlich zu seiner abgeschlossenen Promotion und wünschen ihm alles Gute!