Friedrich-Dessauer-Preis vom VDE verliehen

Kategorie: Öffentlich

Der VDE Rhein-Main prämierte die Masterarbeiten von drei Absolventen des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik der TH Aschaffenburg

 

Am Mittwoch, den 5. Juni 2019 war der VDE Rhein-Main e.V. an der Technischen Hochschule Aschaffenburg zu Gast, um den Friedrich-Dessauer-Preis zu verleihen. Mit dieser Auszeichnung würdigte der „Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.“ bereits zum sechsten Mal hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet.

In diesem Jahr übergab der Vorsitzende des VDE Rhein-Main Prof. Dr. Ingo Jeromin die Urkunde und die Trophäe an Daniel Rothenbücher, Julian Haubner und Steffen Glaab. Der Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Georg Stark gratulierte den Preisträgern im Namen der Technischen Hochschule und freut sich, dass die Preisverleihung zum Ritual geworden ist.

Nach einer Vorstellung des VDE präsentierten die drei Absolventen ihre Projekte.

Daniel Rothenbücher befasste sich in seiner Masterarbeit mit Sensorbasierter Zustandserkennung für gezogene Fahrzeuge (Trailer) mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen. Eine umfassende Betrachtung der am Trailer befindlichen Elektronik und deren Steuereinheit gab Aufschluss über umgesetzte Sicherheits- und Komfortfunktionen sowie deren Vernetzung und Anbindung in der Fahrzeugtopologie. Kern der Arbeit bildete die Untersuchung verschiedener Messprinzipien und -konzepte zur berührungslosen Erfassung des sogenannten Knickwinkels. Mittels einer eigens entwickelten Elektronik mit induktiver Abstandssensorik konnte dieser Knickwinkel erfasst und die grundsätzliche Eignung an einem Versuchsaufbau an der Sattelkupplung verifiziert werden. Der Absolvent hat sowohl die theoretischen Untersuchungen und Marktrecherchen erstellt als auch zahlreiche Versuchsreihen durchgeführt.

Ein neuartiges Verfahren zur selektiven Metallisierung transparenter Kunststoffe entwickelte Julian Haubner in seiner Masterarbeit. Aufbauend auf einer laserinduzierten chemischen Reduktion von Kupferoxid Nanopartikeln zu Kupfer können frei wählbare metallische Leiterbahnen im direktschreibenden Verfahren auf der Oberfläche von polymeren Substraten erzeugt werden. Neben einer umfassenden chemischen und elektrischen Charakterisierung der metallischen Strukturen konnte deren Anwendung in einem elektrooptischen Mikrosystem demonstriert werden. Der Preisträger entwickelte, charakterisierte und wendete einen Prozess an, welcher in seiner Form weit über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht.

Steffen Glaab entwickelte in seiner Masterarbeit eine leistungsfähige Hochstromquelle für die Prüfung von elektrotechnischen Komponenten. Der Preisträger löste unterschiedliche Problemstellungen aus der Leistungselektronik, Regelungstechnik und elektromechanischer Konstruktion. Sowohl wissenschaftlich als auch praktisch. Die Funktionstüchtigkeit der Lösung wurde durch geeignete Messungen nachgewiesen. Seine Arbeit stellt einen wertvollen Beitrag zur angewandten Forschung auf dem Gebiet der Leistungselektronik dar.