Neuer Studiengang „Software Design“ dank guter Zusammenarbeit in und mit der Region

Kategorie: Öffentlich

Jürgen Gerhard Ripp (PASS Consulting Group )

Andreas Elsner (IHK Aschaffenburg)

Rinaldo Heck (HE-S Heck Software GmbH)

Markus Lissner (PSI Logistics GmbH)

Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll (TH Aschaffenburg)

Initiative für Informatik (IFI) feiert 365 bewegte Tage


Die Initiative für Informatik (IFI) hatte sich vor genau einem Jahr zum Ziel gesetzt, die TH Aschaffenburg bei der Schaffung eines eigenen Hochschulstudienganges "Informatik" zu unterstützen. Viele ortsansässige Unternehmer aus der IT-Branche sowie der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) haben sich in Kürze dem Netzwerk angeschlossen. Großen Zuspruch gab es auch von Seiten der IHK Aschaffenburg. Zudem haben sich die IFI-Mitglieder vorgenommen, den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region Bayerischer Untermain auf sozialpolitischer Ebene zu fördern sowie den heimischen KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) bei der Besetzung offener Stellen zu helfen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

2020 soll neuer Informatik-Studiengang starten
Inzwischen hat das Engagement der Beteiligten und die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Unternehmen und Vertretern der Region – auch dank der Unterstützung aus der Politik durch die regionalen Abgeordneten – Früchte getragen: Der Hochschulrat hat im Mai 2019 die Einführung des neuen Bachelor-Studiengangs Software Design beschlossen. Und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat der Hochschule im Doppelhaushalt zwei Stellen für diesen Studiengang angekündigt.
„Damit kann der Plan, den Studiengang zum Wintersemester 2020 zu beginnen umgesetzt werden“, freut sich TH-Präsidentin Eva-Maria Beck-Meuth, und ergänzt: „Auch wenn ein Studiengang natürlich nicht mit zwei Stellen aufgebaut werden kann. Da muss noch mehr kommen.“ 

Erste Erfolge und weitere Perspektiven
Am Mittwoch wurde an der TH Aschaffenburg bei hochsommerlichen Temperaturen das erste erfolgreiche Jahr der IFI gefeiert. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Eva Maria Beck-Meuth und Jürgen Gerhard Ripp (Leiter der globalen Geschäftsentwicklung, PASS Consulting Group in Aschaffenburg) im Namen der IFI richtete Andreas Elsner von der IHK Aschaffenburg ein Grußwort an die Anwesenden.
Im Anschluss folgten drei Vorträge.

„Die Macht des Durchhaltens – Ein Weg, ungewöhnlich und doch möglich! – Heute auch noch?“ 
Rinaldo Heck, Gründer und Geschäftsführer der HE-S Heck Software GmbH in Johannesberg zeigte die zahlreichen Stationen seines verschlungenen Bildungs- und Berufsweges auf. Dieser führte von der Volksschule über die verschiedensten Tätigkeiten und Jobs schließlich bis zum Master of Science in Informatik und zur eigenen Unternehmensgründung in der IT-Branche. Seine besorgte Frage: „Wie viele halten Wege wie diese durch und bleiben Aschaffenburg treu?“ 

„War for Talents – Fachkräftemangel, demographischer Wandel und mehr“
Markus Lissner, Leiter Human Resources bei PSI Logistics GmbH in Aschaffenburg, einer Firma, die IT-Vorhaben in der Logistik realisiert, hebt in seinen Ausführungen hervor, wie wichtig es für Aschaffenburg und Umgebung ist, dass die Talente in der Region bleiben. Man müsse den hier ansässigen Unternehmen ermöglichen, den steigenden Bedarf an Fachkräften lokal decken zu können.

„Künstliche Intelligenz: gestern – heute – morgen“ 
Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll, ZD.B-Professur für Kooperative, automatisierte Verkehrssysteme an der TH-AB, skizzierte in seinem Vortrag basierend auf der Vergangenheit und der gegenwärtigen Situation, was die Künstliche Intelligenz in Zukunft bringen wird. 
Im Gegensatz zu den USA und China, die den Massenmarkt mit Google, Facebook, Microsoft bedienen, könne die Zukunft in Deutschland so gestaltet werden, dass wir die Methoden und Werkzeuge der KI für komplexe Systeme, bei der Systemintegration und in der Produktion nutzen. „Dadurch könnten wir unsere Kompetenzen stärken“, erklärt er und betont: „Deswegen ist es wichtig, in Bildung, Forschung, Unternehmen(sgründung) und die Information der Öffentlichkeit zu investieren.“