Als forschungsstarke Hochschule Impulsgeber für die Region

Kategorie: Öffentlich

Oberbürgermeister Klaus Herzog

Prof. Dr. Ulrich Reuter

Prof. Dr. Johannes Teigelkötter

Johannes Oswald

Dr. Benedikt Adelmann

Dr. Stefan Hahn

Dr. Florian Lieb

Posterausstellung zu Promotionsvorhaben

Mit Gründung eines Interdisziplinären Doktorandenkollegs baut TH Aschaffenburg Ausbildung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften aus


Die hohe Zahl der erfolgreich abgeschlossenen kooperativen Promotionsverfahren ist ein Beleg für die hohe Qualität der Forschungsaktivitäten der Technischen Hochschule Aschaffenburg. Im Freistaat Bayern besitzen nur Universitäten ein Promotionsrecht. Die Technische Hochschule Aschaffenburg führt als Hochschule für angewandte Wissenschaften daher ihre Promotionsverfahren in Kooperation mit Universitäten durch.
Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die Ausbildung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften für die Region noch weiter auszubauen, wird an der Hochschule ein Interdisziplinäres Doktorandenkolleg gegründet. Der Startschuss dazu fiel am 5. November mit einer Auftaktveranstaltung in der Aula der TH.
Mit dieser Gründung möchte die Technische Hochschule ihren Anspruch als Impulsgeber für die Region untermauern. Ein wesentliches Ziel des Kollegs ist die Unterstützung der Doktorandinnen und Doktoranden bei der Anbahnung ihrer in Kooperation mit einer Universität durchgeführten Promotion. Darüber hinaus wird das Doktorandenkolleg eine Plattform für den interdisziplinären wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch und für die Initiierung gemeinsamer Forschungsvorhaben mit der regionalen Industrie bilden. 

Die TH Aschaffenburg ist eine forschungsstarke Hochschule mit zahlreichen kooperativen Promotionsverfahren
„Gemessen an ihrer Größe gehört die TH Aschaffenburg im bundesweiten Vergleich zu den besonders forschungsaktiven Hochschulen für angewandte Wissenschaften. So ist es der TH in den vergangenen Jahren gelungen, industrielle Forschungs- und Entwicklungsaufträge sowie öffentliche Fördermittel in erheblichem Umfang einzuwerben. Alleine in diesem Jahr konnte die Hochschule bisher Drittmitteleinnahmen in Höhe von mehr als 4 Mio. Euro verbuchen“, betont Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler, Vizepräsident für Forschung und fügt an: „Besonders stolz sind wir auf unsere bereits 20 erfolgreich abgeschlossenen kooperativen Promotionsverfahren sowie auf die hohe Zahl von aktuell insgesamt 39 laufenden Verfahren“, welche nach Einschätzung von Zindler „ein weiterer wichtiger Beleg für die hohe Qualität der Forschungsaktivitäten der TH Aschaffenburg sind.“ 

Wie Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter, der zusammen mit Prof. Dr. Ralf Hellmann Initiator des Interdisziplinären Doktorandenkollegs ist, in seinem Vortrag im Rahmen der Auftaktveranstaltung darlegte, konnte die TH in den vergangenen Jahren „ein großes Netzwerk wissenschaftlicher Kooperationspartner aus ganz Deutschland aufbauen. Hierzu zählen die Technischen Universitäten Darmstadt, Dresden und München genauso wie die Universitäten Bayreuth, Bochum, Bremen, Erlangen, Kassel, Magdeburg und Rostock, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Ein Beitrag zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Region Bayerischer Untermain
„Mit der Gründung des Interdisziplinären Doktorandenkollegs positioniert sich die TH Aschaffenburg als Impulsgeber für die Region und leistungsstarker Partner bei F&E in Kooperation mit Unternehmen“ erklärt Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der Hochschule. „Das Doktorandenkolleg wird das Profil der TH weiter schärfen.“ 

Nach Einschätzung der am Promotionskolleg beteiligten Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann und Prof. Dr. Ralf Hellmann, die in der Vergangenheit bereits zahlreiche erfolgreiche kooperative Promotionsverfahren betreut haben, wird das Kolleg einen wichtigen Beitrag zur Verstetigung der hohen Zahl kooperativer Promotionsverfahren und damit zur Ausbildung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte für die Region liefern. „Wir möchten die besonders qualifizierten Absolventen und Absolventinnen der Masterstudiengänge bei der Anbahnung eines Promotionsverfahrens gezielt un-terstützen. Die angehenden Doktorandinnen und Doktoranden erhalten hierbei eine Hilfestellung bei der Findung ihres Promotionsthemas und bei der Suche nach einem geeigneten Doktorvater/ einer geeigneten Doktormutter an einer Universität.“ 

Die TH Aschaffenburg unterstützt das Vorhaben, an dem insgesamt 18 Professorinnen und Professoren der Hochschule beteiligt sind, in der bis 2020 dauernden Gründungsphase mit einer Fördersumme von 120.000 €. Bereitgestellt werden die Mittel vom Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der im März 2019 erfolgten Ernennung zur Technischen Hochschule. Gemäß Aussage von Professor Teigelkötter sollen die Fördermittel vor allem zur Zwischenfinanzierung einzelner Promotionsverfahren eingesetzt werden. Er betont in seinem Vortrag die Chance, das Promotionskolleg vor allem als eine Plattform für den interdisziplinären wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch und zur Initiierung interdisziplinärer Forschungsvorhaben im Zusammenwirken mit den Unternehmen aus der Region zu etablieren.

Gut besuchte Auftaktveranstaltung
Zur Auftaktveranstaltung am Dienstag waren zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gekommen. In ihren Impulsvorträgen hoben Klaus Herzog, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, die Rolle der Hochschulen für die Innovationen in Deutschland und Landrat Prof. Dr. Ulrich Reuter die Bedeutung der Forschungsaktivitäten an der TH Aschaffenburg für die Region hervor.

Ein weiterer Redner war Johannes Oswald, Geschäftsführer der Oswald Elektromotoren GmbH, ein Unternehmen aus Miltenberg, mit dem die TH bereits seit vielen Jahren äußerst erfolgreich auf den Forschungsgebieten der Elektroantriebstechnik und lasergestützten Fertigungstechnik kooperiert. Die ehemaligen Doktoranden Dr. Benedikt Adelmann, Dr. Florian Lieb (heute Postdoktoranden im ZeWiS) und Dr. Stefan Hahn (heute Continental Teves AG, Frankfurt) vermittelten dem Publikum in ihren Erfahrungsberichten einen Einblick in ihre Promotionen an der TH Aschaffenburg und in die Möglichkeiten, die sich hieraus für ihren weiteren beruflichen Werdegang ergeben. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Poster-Ausstellung, bei der die Besucher einen Überblick über die aktuell an der TH laufenden Promotionsvorhaben gewinnen konnten.