Stefano De Blasi erhält Kulturpreis Bayern

Kategorie: Öffentlich

Der Preisträger Stefano De Blasi (Mitte) gemeinsam mit Staatsminister Bernd Sibler (links) und Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG (rechts) (Foto: Bayernwerk AG)

Die Bayernwerk AG zeichnet den besten Absolventen der Technischen Hochschule Aschaffenburg aus.


TH-AB-Absolvent Stefano De Blasi hat den Kulturpreis Bayern des Bayernwerks für seine Masterarbeit erhalten, in der er eine neue Methode entwickelt, um Informationsströme im Gehirn zu analysieren. Wohnhaft in Lohr am Main, ist er einer von 33 Absolventinnen und Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am vergangen Donnerstagabend im Münchener Brauhaus am Nockherberg mit der Bronzestatue „Gedankenblitz“ geehrt worden sind. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, und Staatsminister Bernd Sibler.

Mit dem Kulturpreis Bayern hat das Bayernwerk gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun schon zum 15. Mal herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet: Den Preis erhalten die 33 besten Absolventinnen und Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger. „All unsere Preisträger gestalten die Kultur, Wissenschaft und Kunst Bayerns aktiv mit und setzen Impulse für unsere Zukunft. Der Kulturpreis Bayern ist ein Zeichen der Würdigung und des Dankes dafür“, erklärte Reimund Gotzel. Die Arbeiten der Absolventen und Doktoranden kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen ab.

Wichtiger Schritt in der Alzheimer-Forschung
Der Ingenieur Stefano De Blasi hat an der Technischen Hochschule Aschaffenburg den Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik absolviert. Seine Masterarbeit wurde von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann betreut, die an der TH Aschaffenburg das BioMEMS Lab leitet, und ist in der Grundlagenforschung der Neurowissenschaft angesiedelt. In diesem Feld erforschen Wissenschaftler neuronale Netze wie das Gehirn. Stefano De Blasi liefert wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Behandlung von Alzheimer. Denn der 27-Jährige hat eine Methode entwickelt, um den Informationsfluss im Gehirn zu analysieren. Anhand detektierter, also ermittelteter, Aktionspotenziale werden die effektiven Verbindungen zwischen den neuronalen Zellen rekonstruiert – also geschätzt. Die von Stefano De Blasi entwickelte Konnektivitätsschätzmethode „Total Spiking Probability Edges“ (TSPE) übertrifft bestehende Methoden bei der Schätzgenauigkeit und durch geringere Rechenzeiten. Die TSPE-Methode kann helfen, biologische Funktionsweisen wie etwa das Erlernen oder das Vergessen zu verstehen. Stefano De Blasi lebt in Lohr am Main, wo er auch arbeitet. Der Ingenieur bleibt der Forschung auch in Zukunft treu und schreibt derzeit an seiner Doktorarbeit.