Die Digitalisierung im Fokus 

Kategorie: Öffentlich

Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH Aschaffenburg

Prof. Dr. Klaus Zindler, Vizepräsident Forschung

Prof. Dr. Konrad Doll

Dr. Richard Dybowski, University of Cambridge

Dr. Christian Hellert, Continental Automotive GmbH

Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz an der TH Aschaffenburg gegründet


Methoden der Künstlichen Intelligenz unterliegen aktuell einer rasanten Weiterentwicklung und finden verstärkt Einsatz in innovativen Produkten. Um zum einen die Studierenden in diesem Bereich auf die Zukunft vorzubereiten und zum anderen das bestehende Know-how in der angewandten Forschung und Entwicklung zu bündeln und auszubauen, gründet die TH Aschaffenburg ein Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz (KI).
„Dadurch wollen wir unser Profil als Technische Hochschule schärfen“, erklärt Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH AB, bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag, den 22. Oktober, zu der zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft gekommen waren.
Ferner soll das neue Kompetenzzentrum den intellektuellen Austausch zum Thema KI stärken und dabei helfen, eine Methodenplattform zu entwickeln, wie Prof. Dr. Klaus Zindler, Vizepräsident für Forschung, und Prof. Dr. Konrad Doll, ZD.B Forschungsprofessur für Kooperative automatisierte Verkehrssysteme, in ihren Vorträgen darlegten.

Graduate Center zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Im neu gegründeten Kompetenzzentrum KI soll ein thematisch auf KI fokussiertes Graduate Center entstehen. Dieses dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und bietet ein spezialisiertes, fachlich auf KI ausgerichtetes Vorlesungsangebot auf Bachelor- und Master-Niveau, so zum Beispiel zu den Themen „Maschinelles Lernen mit Anwendungen aus der Signalverarbeitung“ oder „Deep Learning“. Es sind Seminare bzw. Vorträge zum wissenschaftlichen Austausch zwischen Hochschulangehörigen und Unternehmen sowie Ringvorlesungen mit externen, eingeladenen Dozenten aus der Industrie und anderen Hochschulen geplant. Zudem werden vor dem Hintergrund des sich sehr dynamisch fortentwickelnden Forschungsstands Seminare angeboten, in denen aktuelle Themen aufgegriffen und diskutiert werden. 
Zur Unterstützung von Studenten und Doktoranden, die im Rahmen einer Bachelor-, Masterarbeit oder Promotion Fragen zum Thema KI haben, erhalten diese in Bezug auf Big Data und deren Analyse einen Methodensupport.

Das Kompetenzzentrum begleiten – neben Dr. Klaus Zindler und Dr. Konrad Doll – die Professorinnen und Professoren Dr. Christiane Thielemann, Dr. Boris Bauke, Dr. Mohammed Krini, Dr. Michael Möckel, Dr. Holger von Jouanne-Diedrich und Dr. Hans-Georg Stark. 

Ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Region Bayerischer Untermain
Über das Graduate Center hinaus soll sowohl ein Wissens- als auch ein Technologietransferangebot (in Zusammenarbeit mit dem ZeWiS – Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer) im Bereich KI für regionale und überregionale Unternehmen für Forschungs- und Entwicklungsaufträge und gemeinsame Förderprojekte etabliert werden. Neuberufenen Professoren soll das Kompetenzzentrum den Forschungseinstieg erleichtern, u. a. durch den Erfahrungsaustausch und durch die gemeinsame Beantragung von Förderprojekten mit Kollegen. 

Das Kompetenzzentrum flankiert die Einführung der Studiengänge Medical Engineering and Data Science und Software Design. In diesen Studiengängen soll ein Studienschwerpunkt KI, der auch von Unternehmensvertretern der Initiative für Informatik gefordert wird, entstehen. 

Vorträge aus Forschung und Industrie
Als Experte referierte im Rahmen der Auftaktveranstaltung Dr. Richard Dybowski, Forschungsgruppenleiter im Bereich KI an der University of Cambridge, über die gegenwärtige KI und deren zukünftige Ausrichtung.
Einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten „Empathischer Künstlicher Intelligenz“ im Bereich der Automobilindustrie gab Dr. Christian Hellert von der Continental Automotive GmbH in seinem Vortrag.