Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge prämiert

Kategorie: Öffentlich

Schulungsteilnehmer/innen im Labor für Schaltungstechnik

TH Aschaffenburg erhält für „NuQ – Nachhaltigkeit und Qualifizierung für Flüchtlinge“ im Rahmen der Integrationspreisverleihung einen Ehrenpreis


Bereits zum vierten Mal hat die Stadt Aschaffenburg in diesem Jahr den Integrationspreis ausgelobt. Für das Projekt „NuQ-Refugee – Nachhaltigkeit und Qualifizierung für Flüchtlinge“ der Technischen Hochschule nahm Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler am vergangenen Freitag einen Ehrenpreis entgegen. Mit dem Preis prämiert die Stadt Projekte, die sich für Integration, den Dialog und die Gleichberechtigung aller Menschen, die in Aschaffenburg leben, einsetzen und Integrationsarbeit im Sinne des Aschaffenburger Integrations-Leitbilds zum Ziel haben. Im Rahmen des Projektes bietet die TH Aschaffenburg seit März 2017 den Praxiskurs „Deutsch verbessern – Technik-Umwelt-PC“ an, um Frauen und Männern mit Migrationshintergrund auf den Gebieten der Nachhaltigkeit, CO2-Einsparung und erneuerbare Energien weiter zu qualifizieren und ihnen den Einstieg in einen technischen Beruf oder die Aufnahme eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums zu ermöglichen. Das Projekt ist mit Fördergeldern der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert.

Bereits über 100 junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund erfolgreich qualifiziert
Neben technischen Experimenten zu Themen wie Klimawandel, Wärmedämmung, Mehrfachverglasung oder Photovoltaik liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb von sprachlichen Kompetenzen, der Schulung in PC-Programmen und der Entwicklung einer Bewerbungsstrategie. In den vergangenen zwei Jahren konnten über 100 Migrantinnen und Migranten qualifiziert und teilweise in Arbeitsstellen oder Praktika vermittelt werden.

In den Praxiskurs kommen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Neben der Bildung in ökologischer Hinsicht werden der Austausch und die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Bevölkerungs- und Bildungsschichten gefördert. Die Vermittlung von Gestaltungskompetenz öffnet den Teilnehmenden den Blick für Fragen der Generationengerechtigkeit und den Zusammenhang ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte. Das Projekt ist offen für jeden Interessierten. Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wurden Mitglieder aus den Netzwerken für Geflüchtete mit einbezogen und das Projekt über diese bekannt gemacht.