WiKE³ schreibt Erfolgsgeschichte

Kategorie: Öffentlich

Foto: Andreas Ziegler, TTZ-EMO

Das Wissenschaftliche Kolloquium für Elektrische Energietechnik und Elektromobilität findet beständig wachsenden Zuspruch.


Zweimal im akademischen Jahr treffen sich junge Forscherinnen und Forscher mit ihren Professorinnen und Professoren aus den vier bayerischen (Fach)Hochschulen in Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg und Würzburg-Schweinfurt zum wissenschaftlichen Austausch und Diskurs. Und es werden jährlich mehr. So kamen zum 13ten WiKE³ am 25. und 26. Juli 2019 28 Doktorandinnen und Doktoranden sowie 13 Professorinnen und Professoren am Technologietransferzentrum Elektromobilität, kurz TTZ-EMO, in Bad Neustadt a. d. Saale zusammen. In wissenschaftlicher Breite und Tiefe diskutierten die Anwesenden relevante Forschungsthemen rund um die Elektromobilität, deren technologische Umsetzung und nachhaltige Energieversorgung. Bei der Besichtigung eines jungen Unternehmens in Bad Neustadt, das modernste Antriebe für Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt und produziert, konnten die WiKE³-Teilnehmerinnen und -teilnehmer neueste Entwicklungen kennenlernen und Eindrücke aus der Praxis gewinnen. 

Von innovativen Bauformen über Isolationssysteme bis hin zu neuartigen Batterien
Schwerpunkte des WiKE³ waren in diesem Jahr innovative Bauformen und neue Berechnungsverfahren für elektrische Motoren u.a. für eine höhere Ausnutzung der eingesetzten Rohstoffe und neueste Erkenntnisse und Ergebnisse zu Isolationssystemen, deren Zuverlässigkeit in der Energieversorgung bei Einsätzen bis 1000 Kilovolt eine besonders zentrale Rolle spielt. Darüber hinaus waren die Ergebnisse zu neuartigen Batteriesystemen mit einer verbesserten Lebensdauer sowie Arbeiten aus der Leistungselektronik ein Thema.

Anerkennung seitens der Industrie und zunehmende Internationalisierung
Der Fachkräftemangel im Bereich der elektrischen Energietechnik und Elektromobilität ist enorm, was u.a. den großen Herausforderungen durch die Energie- und Mobilitätswende geschuldet ist. Daher begrüßen Vertreter aus der Industrie das WiKE³ und sind von dessen Ausrichtung und Qualität überzeugt. 
Außerdem werden die Arbeiten im WiKE³ zunehmend internationaler. War es bisher bereits üblich, im Ausland und in englischer Sprache zu publizieren und zu präsentieren, so gab es inzwischen auch schon erste Promotionen im Ausland. Ferner konnten qualifizierte internationale Absolventinnen und Absolventen als neue wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden.

Interessante Chancen für die Besten
Das fachlich fokussierte Graduiertenkolleg mit individueller Betreuung an jeder Hochschule und gemeinschaftlichem Coaching beim WiKE³ fügt sich in die Entwicklungspläne der beteiligten Hochschulen ein und bietet den besten Absolventinnen und Absolventen entsprechende Entwicklungs- und Promotionsmöglichkeiten. 
Da Hochschulen für angewandte Wissenschaften, früher Fachhochschulen genannt, in Deutschland in der Regel keine Doktortitel vergeben dürfen – sie haben kein Promotionsrecht – hat jede Doktorandin und jeder Doktorand zusätzlich eine Doktormutter oder einen Doktorvater an einer kooperierenden Universität. So übernehmen Professorinnen und Professoren der Universitäten Erlangen, Ilmenau, Dortmund, München, Bayreuth, Dresden, Barcelona, Berlin, Brüssel und Clausthal diese Aufgabe. Diese Kooperation erweitert den Blick für alle Doktorandinnen und Doktoranden um die universitäre Sicht und schafft insgesamt ein sehr großes Netzwerk, von dem alle Beteiligten profitieren.