Für hervorragenden Abschluss ausgezeichnet

Kategorie: Öffentlich

Nahid Nafez mit Staatsminister Sibler bei der Preisverleihung in München, Foto: © StMWK

​​​​​​​IW-Studentin der Technischen Hochschule erhält von Wissenschaftsminister Sibler Preis für Masterarbeit 


Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, prämierte am Dienstag, den 23. September, die mit der Note 1,0 bewertete Abschlussarbeit von M. Eng. Nahid Nafez. Sie absolvierte den Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik in der Fakultät Ingenieurwissenschaften (IW) an der TH Aschaffenburg. 

Für ihre wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Classification on Neuronal Networks with Machine Learning“ forschte Nahid Nafez im Biomems Lab der TH AB unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Christiane Thielemann und M. Eng. Manuel Ciba. Der Zweitbetreuer war Prof. Francisco Rodrigues von der University Sao Paulo, Brasilien, mit dem die Masterabsolventin einen engen wissenschaftlichen Austausch pflegte.

Das Masterprojekt von Nahid Nafez ist an der Schnittstelle zwischen den Bereichen der Künstlichen Intelligenz und den Neurowissenschaften einzuordnen. Dabei war es ihr Ziel neuronale Netzwerke, so wie sie im Gehirn zu finden sind, mathematisch zu beschreiben. Es ist bekannt, dass sich die Kommunikation des neuronalen Netzes im Gehirn durch Medikamente beeinflussen lässt. Deshalb hat Nahid Nafez einen rechnergestützten Prozess vorgestellt, der es erlaubt den Zustand von einem unbeeinflussten und einem medikamentös beeinflussten neuronalen Netz zu unterscheiden. 

In der biomedizinischen Wissenschaft gibt es viele Aufgaben, die durch maschinelles Lernen gelöst werden können. In der Anwendung dieser modernen Berechnungsmethoden liegt ein großes Potential, wenn es um die Diagnose von Krankheiten oder die Untersuchung der Wirkung von Arzneimitteln, z.B. auf das Gehirn, geht.

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht jedes Jahr fünf Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen. Die Preise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung sollen die beeindruckenden Leistungen der Studentinnen in ihrem Fachbereich honoriert und zugleich andere Frauen zu einem ingenieurwissenschaftlichen Studium ermutigt werden.

„Qualifizierte Ingenieurinnen wie Sie braucht unser Land dringender denn je!“, betonte Sibler bei der Preisverleihung in München. „Den Fachkräftemangel können wir nur dauerhaft beheben, wenn wir das gesamte Potential unseres akademischen Nachwuchses ausschöpfen: das männliche und das weibliche. Kein Land kann es sich angesichts des globalen wirtschaftlichen Wettbewerbs leisten, auf das Know-how und auf die Kreativität von Frauen – egal in welchem Berufsfeld – zu verzichten“, erklärte der Staatsminister.