„Turbo“ für Hightech Agenda 

Kategorie: Öffentlich

Symbolbild. Quelle: Pixabay

Bayerische Staatsregierung beschleunigt die Bereitstellung von Stellen und Mitteln 


Die geplante bayerische Hightech Agenda wird jetzt forciert: Mit deutlich mehr Geld will die Staatsregierung Konjunktur und Wissenschaft im Freistaat stärken. Das hat das bayerische Kabinett am 14. September beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder sprach von einem "Forschungs-Turbo", der nun gezündet werden solle. Es werden zusätzliche 900 Millionen Euro bereitgestellt, die aus dem vom Landtag bereits bewilligten 20-Milliarden-Euro-Paket zur Bewältigung der Corona-Pandemie kommen sollen. Dadurch sollen geplante Maßnahmen und weitere neue Projekte für wichtige Schlüsseltechnologien und Zukunftsfelder schneller umgesetzt werden können.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: "Mit unserer Hightech Agenda Plus setzen wir einen zusätzlichen Impuls für einen kraftvollen Neustart nach Corona. Wir holen Spitzen-Forscherinnen und -Forscher nach Bayern, sorgen für eine hervorragende Forschungsumgebung und schaffen mehr Studienplätze für unsere Fachkräfte von morgen - und das schneller, als ursprünglich geplant. Damit stärken wir weiter den Wissenschaftsstandort Bayern, sorgen für neue und moderne Arbeitsplätze und betreiben so kluge Strukturpolitik."

Förderung von Technologie und Forschung
Mit der Hightech Agenda Bayern hatte der Freistaat bereits im Herbst 2019 ein Zukunftsprogramm zur Stärkung des Wissenschafts- und Technologiestandorts Bayern gestartet. Maßnahmen der Hightech Agenda, die auf vier Jahre angelegt ist, werden nun teilweise bereits 2021 umgesetzt. 
Alle rund 1.800 Stellen, die für Forschung und Lehre in technischen Zukunftsfeldern an bayerischen Hochschulen für die kommenden Jahre vorgesehen waren, können bereits ab 1. April 2021 besetzt und mit den erforderlichen Sachmitteln ausgestattet werden. Hinzu kommen rund 700 Stellen, die wie geplant schon zum 1. Oktober 2020 zur Verfügung stehen. Geschaffen werden diese Stellen unter anderem in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz. Mit den angekündigten Maßnahmen können die Hochschulen ihr Innovationspotential in Forschung und Entwicklung noch schneller realisieren.
                
Wegfall der kw-Vermerke
Wissenschaftsminister Bernd Sibler kündigte auch den Wegfall der kw -Vermerke, d. h. der als „künftig wegfallend“ (kw) deklarierten Stellen aus den Ausbauprogrammen an. Die bayerischen Hochschulen können damit über 1.200 bereits besetzte Stellen dauerhaft erhalten und damit auch Studienplätze.

"Der Wegfall der kw-Vermerke ist die gute Nachricht, auf die wir gewartet haben!“, freut sich TH-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth. „Sie kommt passend zu den hohen Anforderungen, die wir im Wintersemester – und vermutlich darüber hinaus – an die Fakultäten und die Lehrenden stellen müssen. So können wir die Kapazität in den Studiengängen, die von den als ‚künftig wegfallend‘ ausgewiesenen Stellen betroffenen gewesen wären, gerade in der jetzigen Situation aufrechterhalten“.