„Frauen machen Firmen besser“

Kategorie: Öffentlich

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Prof. Dr. Patricia Feldhoff

Prof. Dr. Astrid Szebel-Habig

TH-AB-Professorinnen regen mit Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen über die Frauenquote zur Diskussion an.


Dass die Frauenquote Unsinn ist, hatte ein Headhunter vor kurzem in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) geschrieben. Prof. Dr. Patricia Feldhoff und Prof. Dr. Astrid Szebel-Habig von der TH Aschaffenburg sind da anderer Meinung. In ihrem im Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie im Karriereteil der Online-Ausgabe der F.A.Z. erschienen Gastbeitrag zeigen die beiden Professorinnen der Fakultät Wirtschaft und Recht auf, inwiefern die Quote Unternehmen stärker macht und sogar den Männern nutzt:

Mit Aussagen wie „Die Quote ist Unfug“, wie der Headhunter Dieter Rickert neulich in der Sonntagszeitung schrieb, wird die von der Koalition beschlossene Quote für Frauen in den Vorständen oft ablehnend diskutiert. Die Argumente: Die ökonomischen Vorzüge divers besetzter Führungsgremien in Unternehmen ließen sich evidenzbasiert nicht nachweisen, und es wird bestritten, dass es genügend qualifizierte Frauen für offene Vorstandspositionen gibt.

Die Boston Consulting Group (BCG) weist in einer Studie 2020 für die Top 100 an der Börse notierten Unternehmen in Deutschland nach, dass Unternehmen mit diversen Führungsteams eine 9 Prozent höhere Gewinnmarge (Ebit) und einen 20 Prozent höheren Umsatzanteil durch Innovationen erreichen als ihre männerlastigen Wettbewerber. Die Top-30-Champions des BCG Gender Diversity Index 2019 übertrafen zudem zum wiederholten Mal die Dax-Konzerne in ihrer Entwicklung an der Börse um mehr als zwei Prozentpunkte – und das bei geringerer Volatilität.

Oft wird argumentiert, dass Korrelationen nicht gleich Kausalitäten beweisen, aber die Vielzahl von Studien zum Erfolg divers besetzter Führungsgremien, „Mixed Leadership“, ist überwältigend. So zeigen Langzeit-Untersuchungen von Catalyst, McKinsey, EY und Boston Consulting Group, dass ein Frauenanteil von mindestens 30 Prozent in den wichtigsten Entscheidungsgremien zu einer höheren Leistung der Organisation als Ganzes führt, da Frauen und Männer sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Warum 30 Prozent? Weil dann die Person und nicht mehr das Geschlecht gesehen wird. Investoren legen immer mehr Wert auf einen hohen Frauenanteil im Management, weil hierdurch die Rendite gesteigert und Preisblasen an der Börse verhindert werden können. (...) 


Lesen Sie hier den kompletten Beitrag „Frauen machen Firmen besser“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Online-Ausgabe der F.A.Z.