Internationale Forschungsstärke gemeinsam nutzen

Kategorie: Öffentlich

​​​​​​​Bei den ersten International Research Days an der TH Aschaffenburg trafen sich Wissenschaftler aus aller Welt zum virtuellen Austausch


Vom 13. bis 14. Januar 2021 hatte die Technische Hochschule Aschaffenburg internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ihrem Forschungsnetzwerk auf dem virtuellen Campus zu Gast. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Partnerhochschulen aus 10 Ländern waren der Einladung gefolgt und nutzten die Chance, im Rahmen der virtuellen Konferenz neue Forschungsansätze zu besprechen und gemeinsame Projekte zu initiieren.

„Forschung lebt vom Austausch“, erklärt Dr. Heike Bruhn, zuständig für das internationale Forschungsmanagement der TH AB, und ergänzt: „Bei dieser Netzwerkveranstaltung ging es der Hochschule vor allem darum, internationale Forschungspartnerschaften auszubauen, zu intensivieren und Synergien über die Ländergrenzen hinweg zu nutzen.“ Eine zentrale Rolle spielt dabei die gemeinsame Beantragung neuer Forschungsprojekte in interdisziplinären Teams, wobei der Fokus hier auf dem Horizon Europe Programm lag, welches 2021 starten wird.

Neben Forschenden aus Deutschland hatten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Finnland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Schweden, Serbien, Slowenien, Ungarn, und den USA live zugeschaltet, um interessiert den mehr als 20 Fachvorträgen zu innovativen Projektideen aus den Forschungsschwerpunkten „Intelligent Systems“, „Materials“, „Information and Innovation Management“ sowie „Business and Law“ zu folgen und sich rege an der anschließenden Diskussionsrunde in Workshop-Form zu beteiligen. 

Basis für nachhaltigen Ausbau internationaler Forschungskooperationen 
„Unsere Internationalen Forschungstage haben eine sehr gute Basis für den weiteren nachhaltigen Ausbau unserer internationalen Forschungskooperationen geschaffen. In einem internationalen und interdisziplinären Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern haben wir Lösungsansätze für die globalen Herausforderungen unserer Zeit diskutiert und gemeinsame Forschungsprojekte geplant“, resümiert Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler, Vizepräsident Forschung, die erfolgreiche Veranstaltung. „Die Welt ist in diesen beiden Tagen ein kleines Stückchen näher zusammengerückt – gerade in der aktuellen Lage ist dies nicht nur wohltuend, sondern auch von großer Bedeutung“, betont er. 
Diese virtuelle internationale Konferenz war bereits die zweite, die die TH Aschaffenburg in diesem Winter ausgerichtet hat. Sie konnte von den Erfahrungen der erfolgreichen International Language Days im November 2020, die von den Leiterinnen des Sprachenzentrums Prof. Dr. Renate Link und Prof. Dr. Sylvana Krausse organisiert wurde, profitieren. 
Zentraler Angelpunkt auf dem virtuellen Campus war die Messehalle unter th-ab.de/ird. Auf der Virtual Expo präsentierten sich neben der Technischen Hochschule Aschaffenburg ausgewählte Partnerhochschulen an virtuellen Informationsständen.

Frühzeitiger Einstieg in wissenschaftliche Community für Nachwuchsforscher
Doktorandinnen und Doktoranden des 2019 gegründeten Interdisziplinären Doktorandenkollegs (iDok) stellten den Besucherinnen und Besuchern in mehr als 30 Posterpräsentationen aktuelle Forschungsprojekte vor. Dabei fand eine der virtuellen Postersessions in einem Labor des Open Innovation Labs (OIL) statt, die andere auf dem Außengelände des Campus. „Unseren Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden ermöglichen wir durch unsere zahlreichen anspruchsvollen Forschungsprojekte den frühzeitigen Einstieg in die internationale wissenschaftliche Community. Damit tragen wir auch wesentlich zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bayerischer Untermain bei“, ist Klaus Zindler sich sicher, „denn ein großer Teil unserer Absolvierenden steigen nach ihrem Abschluss in ein lokales Unternehmen ein.“
   
Positive Resonanz bei Tagungsteilnehmern
Außerhalb des Rahmenprogramms lud die nach den Aschaffenburger Magnolienhainen benannte „magnolia lounge“ die Anwesenden ein, sich in entspannter Atmosphäre zu treffen und sich kennenzulernen. Dort gab es auch ein virtuelles Pinboard, über welches weitere Projektideen ausgetauscht und diskutiert werden konnten. 
„Die Präsentationen und Diskussionen waren sehr fruchtbar und sind, zweifellos, ein erster Schritt zur Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen […]“, spricht Prof. Christine Chauvin, Vice Présidente Relations Internationales der Université Bretagne Sud, stellvertretend für die durchweg positive Resonanz aus dem Teilnehmerkreis.