TH Aschaffenburg gratuliert frischgebackenem Doktor

Kategorie: Öffentlich

Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter und Dr. Stefan Staudt (Fotomontage)

An diesem Prüfstand hat Stefan Staudt seine theoretischen Forschungsarbeiten in die Praxis umgesetzt.

TH-Absolvent Stefan Staudt freut sich über seine erfolgreiche Promotion an der TU Dresden.


Am Ende eines in vielerlei Hinsicht sehr herausfordernden Jahres ist Stefan Staudt an der Technischen Universität Dresden, einer der elf deutschen "Exzellenzuniversitäten", am 18. Dezember 2020 erfolgreich promoviert worden. „Optimierter sensorloser Betrieb von Synchron-Reluktanzmaschinen in Nutzfahrzeugen“ lautet das Thema der Dissertation des TH-Absolventen, der zunächst in Aschaffenburg Mechatronik studiert und 2012 den Studiengang Elektro- und Informationstechnik mit dem Master abgeschlossen hatte.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter forschte Stefan Staudt dann im Labor für "Leistungselektronik, elektrische Maschinen und Antriebe" der TH Aschaffenburg unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter. In seiner vorgelegten Dissertationsschrift befasst er sich mit dem sensorlosen Betrieb von Traktions- und Hubantrieben in Nutzfahrzeugen, insbesondere in Flurförderfahrzeugen, mit dem Ziel, die Verluste im Antriebsstrang zu minimieren. Dieses praxisrelevante Thema wurde in enger Kooperation mit dem Aschaffenburger Staplerhersteller Linde Material Handling umgesetzt. 

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit hat Stefan Staudt einen hochautomatisierten Prüfstand für elektrische Maschinen konzipiert und aufgebaut. Dabei unterstützte die Firma Hottinger Brüel & Kjaer GmbH aus Darmstadt das Forschungsprojekt mit modernen und innovativen Messgeräten.   

Die wissenschaftliche Betreuung übernahm Prof. Dr.-Ing. Wilfried Hofmann vom elektrotechnischen Institut an der TU Dresden. In Doktorandenseminaren an der TU Dresden aber auch auf dem Wike³ (Wissenschaftlichen Kolloquium für elektrische Energietechnik und Elektromobilität, eine Kooperation der Hochschulen Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg, Würzburg und Schweinfurt) konnte der Promovend einzelne Themen seiner Forschungsarbeit in einem Fachauditorium zur Diskussion stellen. 
Nicht nur die umfangreichen theoretischen (Er-)Kenntnisse, sondern vor allem die vielfältigen praktischen Erfahrungen, die Stefan Staudt während seiner Promotion sammeln konnte, ermöglichten ihm einen erfolgreichen Übergang in eine verantwortliche Tätigkeit in der Industrie. Hier ist Dr. Staudt an der Entwicklung der nächsten Generation von Flurförderfahrzeugen bei seinem früheren Kooperationspartner beteiligt.