In der Robotik haben mobile Serviceroboter in den letzten Jahren einen herausgehobenen Stellenwert in der Forschung und Entwicklung erhalten. Eine interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeitsgruppe  der Hochschule Aschaffenburg beschäftigt sich mit der Entwicklung von Verfahren für den Einsatz von autonom agierenden mobilen Robotersystemen in unbekanntem Terrain. Systeme mit diesen Fähigkeiten können einen wichtigen Beitrag zur gefahrlosen Erkundung nach Havarien großtechnischer Anlagen sowie bei damit verbundenen Rettungs-einsätzen leisten.

Als Untersuchungsplattform ist ein prototypisches mobiles Robotersystem mit Fahrwerk, umfangreicher Sensorik zur Umgebungsdetektion und modularer Rechnerstruktur – bestehend aus einem Mikrocontroller und einer verteilten PC-Struktur – entwickelt worden. Der Mikro-controller übernimmt Aufgaben mit strengen Echtzeitanforderungen wie die Ansteuerung der Aktoren und Auswertung bestimmter Sensoren. Auf den PC-Systemen wird das Open Source Software-Framework „Robot Operating System“ (ROS) als spezielles Betriebssystem für Robotikanwendungen verwendet. ROS ist in der Robotik zunehmend verbreitet und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Grundgedanke ist, bereits bestehende Funktionalitäten als Open Source zur Verfügung zu stellen und so weltweit Anwendern das Entwickeln und Programmieren der eigenen Roboter zu erleichtern.

      


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