Virtuelle internationale Zusammenarbeit 2.0 

Kategorie: Öffentlich

„To COIL or not to COIL“ ist NICHT die Frage – erfolgreicher Start des Pilotprojektes zum Collaborative Online International Learning 


In diesem Sommersemester befasste sich das Semesterprojekt im Modul "International Competencies: Intercultural Cooperation and Communication (ICC)", das von Prof. Dr. Alexandra Angress und Prof. Dr. Renate Link im Rahmen des Masterstudiengangs „International Management“ der TH AB betreut wird, mit der Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Asien und Europa. Dies ist dasübergeordnete Ziel des sogenannten „Asia-Europe-Meetings“ (ASEM; vgl. https://www.aseminfoboard.org/about/overview), das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Der ASEM-Bildungsprozess hat die Intention, das gegenseitige Verständnis im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung zu fördern. Dafür soll  eine informelle Plattform für den politischen Austausch zwischen den Beteiligten bereitgestellt werden und konkrete Projekte und Initiativen gestartet werden. 

„Collaborative Online International Learning (COIL)“ zur Verbesserung der interkulturellen Interaktion 
Das ASEM-Pilotprojekt ist ein möglicher Beitrag zur Förderung der Kooperation zwischen Asien und Europa durch COIL. „Collaborative Online International Learning (COIL)“ verbindet Studierende und Lehrende in verschiedenen Ländern mittels gemeinsamer Projekte und Diskussionen und soll sinnvolle sowie bedeutsame Möglichkeiten für globale Erfahrungen und kulturelles Bewusstsein bieten, die in Studienprogramme integriert sind. Der Begriff „COIL“ zielt dabei auch darauf ab, die interkulturelle Interaktion der Studierenden zu verbessern (vgl. https://coil.suny.edu/) und wird oft synonym mit „virtuellem Austausch“ verwendet (vgl. http://www.unicollaboration.org/).
Aufgeteilt auf verschiedene Teams designten und implementierten die Masterstudierenden der TH AB eine COIL-Aktivität für und mit Studierenden einer asiatischen Hochschule aus einer Hauptzielkultur.

Das Thema des COIL sollte dabei mit den Lernergebnissen des Kurses in Bezug auf interkulturelle Kommunikation und Kooperation und den ASEM-Zielen wie virtuelle Teamarbeit über Kulturen hinweg in herausfordernden Zeiten etc. übereinstimmen. Hinsichtlich der kollaborativen Online-Elemente stand es den Teams frei, einen Ansatz zu wählen, den sie für geeignet hielten. Dabei sollte dieser es erlauben, bis zu einem gewissen Grad kollaborative Online-Tools zu integrieren, die in der Lehre oder darüber hinaus verwendet werden können (z. B. Videos, Quiz, Spiele usw.). Die Seminararbeiten der ICC-Studierenden bauten ebenfalls auf diesem praktischen Beitrag, d. h. dem COIL-Element, auf, indem sie auf einen geeigneten theoretischen Korpus kultureller Ansätze und Rahmenbedingungen aus dem ICC-Modul zurückgriffen und durch relevanten Input von den beiden TH AB-Dozentinnen, Gastreferierenden sowie SIETAR (Society for Intercultural Education, Training and Research) Webinaren und  Workshops ergänzt wurden (vgl. https://www.sietareu.org/).

12 Universitäten in Asien und Europa eingebunden
Dank des engmaschigen und vielfältigen Asien-Netzwerks der beiden Professorinnen Dr. Angress und Dr. Link konnte die beeindruckende Zahl von insgesamt zwölf (inklusive TH AB) Partner- bzw. Kooperationsuniversitäten in beiden Regionen – Asien und Europa – während der gesamten Laufzeit in das ASEM COIL Pilotprojekt eingebunden werden: Das Asia-Europe Institute der Universiti Malaya in Malaysia, die Universitas Indonesia, die Aoyama Gakuin University, die Hiroshima Shudo University, das Kitami Institute of Technology (alle in Japan), das Royal Melbourne Institute of Technology Vietnam und die Vietnamesisch-Deutsche Universität, die Chung-Ang und Sungshin University in Südkorea, die National Taipei University of Business in Taiwan sowie die Parul University in Indien.

Lesen Sie hier einige beispielhafte Erfahrungsberichte der teilnehmenden asiatischen Dozentinnen und Dozenten.

Erweiterung der digitalen Kompetenzen
Während der gesamten Projektlaufzeit wurden interaktive kollaborative Medien eingesetzt, so dass die Studierenden auch ihre digitalen Kompetenzen weiter ausbauen konnten. Auf der virtuellen Ausstellungsplattform der TH AB wurde ein spezieller virtueller Ausstellungs- und Meetingraum für das ASEM COIL-Pilotprojekt eingerichtet: th-ab.expo-ip.com/stand/1225
Das Pilotprojekt ermöglichte es allen Teilnehmenden der TH AB, echte Internationalisierung@home zu erleben und in nur einem Semester virtuell mehr asiatische Länder zu bereisen, als dies mit physischen Besuchen jemals möglich gewesen wäre. Neben der Verbesserung ihrer interkulturellen Sensibilität aufgrund der Zusammenarbeit mit asiatischen Kommilitonen und Kommilitoninnen lernten die Studierenden auch, geduldiger sowie flexibler in der internationalen Zusammenarbeit zu sein, z. B. mit der Notwendigkeit umzugehen, geeignete Meeting-Slots rund um den Globus zu identifizieren – genau wie Mitglieder globaler virtueller Teams an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz in international agierenden Unternehmen.

Fortsetzung des ASEM-COIL-Projektes vorgesehen
Zusammenfassend ist das Feedback sowohl der teilnehmenden Studierenden und Lehrenden der TH AB als auch der COIL-Partnerinnen und Partner aus Asien so positiv, dass in naher Zukunft eine Fortsetzung des Projekts geplant ist.
Im untenstehenden Feedback-Flipbook können ein paar ausgewählte studentische Stimmen nachgelesen werden:
https://www.flipsnack.com/ASEMCOIL/asem-coil-student-testimonials.html