Smart City – eine Herausforderung für Studierende des digitalen Immobilienmanagements

Kategorie: Öffentlich

Prof. Dr. Ute Knippenberger wurde für "Smart City und nachhaltige Immobilienprojektentwicklung" neu berufen.

Neue Ideen zur Digitalisierung der Stadt und neue Professorin für die TH Aschaffenburg


An der Technischen Hochschule lernen Studierende im Studiengang Digitales Immobilienmanagement Konzepte für die digitale Stadtentwicklung zu kreieren. Für das Thema Smart City wurde Dr. Ute Knippenberger als Professorin neu berufen.

Die Transformation der Innenstädte macht auch vor der Stadt Aschaffenburg nicht Halt. Daher haben sich Studentinnen und Studenten jetzt im Sinne der Stadt mit potenziellen (digitalen) Stadtentwicklungsmöglichkeiten auseinandergesetzt. Die drei Gruppen der Studierenden empfehlen drei Handlungsrichtungen, denn die Digitalisierung fordert neue Integrationskonzepte.

Studierende entwickeln innovative Konzepte
New Work sollte als Chance für die Innenstadtentwicklung betrachtet werden, denn durch einen Mix aus Erlebnis, Kultur, Wohnen und Arbeit wird sich kontinuierlich an die Veränderung der Arbeitswelt angepasst. Durch die Umnutzung von Bestandsgebäuden (z. B. City Galerie) in Quartieren werden so zukunftsweisende Orte geschaffen, die richtungsändernd für den abflachenden stationären Handel sind und die Innenstädte stärken sollen.

Um Innenstädte aktiver zu gestalten, können auch städtische (Sport-)Vereine ihren Beitrag leisten. Mögliche Ansätze wären die Vermietung von Leerständen, um Präsenz zu zeigen. Überdies sollten Aschaffenburgs Bürgerinnen und Bürger eine Übersicht über ihre Möglichkeiten bekommen, damit ihr persönliches Leben in der Stadt noch besser wird. Dies wäre über digitale Plattformen denkbar, zu dem die Stadt den Zugang möglich macht. Dabei sollte zum einen an ein Vereinsportal gedacht werden sowie an eine „Gemeinsam-Aktiv-App“, um Bürgerinnen und Bürger mit gleichen Interessen mit einander in Kontakt bringen zu können.

Letztlich kann die Stadt die Stadtentwicklung auch auf eine weitere Art vorantreiben. Die Idee ist ein Generationencafé, in dem alle Kulturen, Altersklassen und Interessen aufeinandertreffen können. Wie auch bereits bei den Vereinen soll hier das „Wohlfühlen“ der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund stehen.

Neue Professur für Smart City 
Auf die Professur Smart City und nachhaltige Immobilienprojektentwicklung wurde zum Sommersemester 2021 Dr. Ute Knippenberger an die TH Aschaffenburg berufen. Sie ist Architektin und kann auf eine langjährige Berufserfahrung in Architektur, Städtebau und Stadtplanung zurückblicken. Während der vergangenen 10 Jahre war sie in leitender Position für die Stadtplanung und Bauleitplanung in der Landeshauptstadt Wiesbaden und für die Stadt Kronberg im Taunus tätig. Im Rahmen der kooperativen Baulandentwicklung arbeitete sie dort eng mit Projektentwicklern, Bauträgern und anderen Vertretern der Immobilienwirtschaft zusammen und verhandelte zahlreiche städtebauliche Verträge. Ihr Forschungsschwerpunkt sind städtische Infrastrukturen und die damit verbundenen Raumkonflikte, und deren Betrachtung in der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung; ihre Dissertation analysiert dabei die „Airport City“ am Flughafen Frankfurt am Main.

Für Ute Knippenberger sind Städte Motoren der Innovation und Diversität; sie sind Lebens- und Arbeitsraum, Orte des kulturellen und wirtschaftlichen Zusammentreffens. Städte sollen und müssen als Smart Cities Vorreiter der Nachhaltigkeit sein, denn die Entwicklung von Siedlungsräumen und unsere Mobilität in Stadt und Region lösen erhebliche Klimafolgen aus. Technologien der Digitalisierung sollen in unseren Städten und Metropolregionen dabei gezielt eingesetzt werden um die Nachhaltigkeit unserer Städte zu verbessern und diese gleichzeitig an den Klimawandel zu adaptieren – auf dem Weg zur Smart City!