10.000 Euro für die praxisorientierte wissenschaftliche Ausbildung 

Kategorie: Öffentlich

Jürgen Schäfer (Mitte) übergab die Spende an Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth und Prof. Dr. Andreas Pasckert

Software im Labor für Wirtschaftsinformatik der Technischen Hochschule über Spende der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau finanziert 


Einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro lässt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau auch in diesem Jahr der Hochschule zu Gute kommen. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schäfer übergab die Spendensumme heute an die Präsidentin der TH Aschaffenburg, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, die sich für die langjährige Unterstützung der Wirtschaftsinformatik bedankt.

„Wir fördern die praxisorientierte Ausbildung mit einer Spende aus dem Reinertrag des PS-Sparens und Gewinnens“, erklärt Schäfer. Mit dem Geld wird die professionelle Software-Ausstattung von 20 Rechnerarbeitsplätzen im Labor für Wirtschaftsinformatik gesichert. Das Labor für Wirtschaftsinformatik wurde im Jahr 2002 gegründet und steht seitdem allen Studierenden, Dozentinnen und Dozenten der Technischen Hochschule Aschaffenburg offen. 

Aktuelle Software zum Erwerb berufsqualifizierender Kenntnisse
Zur Software-Ausstattung gehört eine große Auswahl an Microsoft-Produkten, ARIS Architect & Business Designer zur Modellierung und Simulation von Geschäftsprozessen, bis hin zu DATEV, einer Software für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Weiterhin stehen allen Studentinnen und Studenten stets aktuelle und vollwertige SAP-Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) zur Verfügung, mit denen beinahe sämtliche Abteilungen und Prozesse von Industriebetrieben abgebildet, gesteuert und simuliert werden können.Auch das derzeit neueste System, SAP S/4HANA, ist bereits im Einsatz.

„Allein im laufenden Jahr 2021 wurden bzw. werden über 400 Studierende beider Fakultäten an diesen SAP-Systemen ausgebildet. Darüber hinaus schulen wir mehr als 200 weitere Studierende an einem SAP-Business-ByDesign-System – einem cloudbasierten ERP-System für mittelständische Unternehmen“, erläutert Laborleiter Prof. Dr. Andreas Pasckert. 

Die an der Technischen Hochschule Aschaffenburg erworbenen Kenntnisse sind in einem hohen Maße berufsqualifizierend und besonders dazu geeignet, betriebswirtschaftliches Wissen praxisorientiert anzuwenden und zu festigen. Praktische Fallstudien und realitätsnahe Unternehmensplanspiele ergänzen das Angebot.

Sämtliche SAP-Systeme werden vom SAP University Competence Center der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg gegen eine jährliche Gebühr bereitgestellt. Als besonders wirkungsvoll erweisen sich während der derzeitigen Pandemie die orts- und zeitunabhängigen Nutzungsmöglichkeiten dieser Softwaresysteme zu Schulungszwecken: „Unsere Studierenden greifen vom Homeoffice aus über das Internet auf die von der TH gemieteten SAP-Systeme zu“, so Professor Pasckert. „Dies ermächtigt sie, aktiv an unseren Fernschulungen teilzunehmen. Zugleich werden sie in die Lage versetzt, die Fallstudien eigenständig zu bearbeiten. Im Bedarfsfall können wir die Studierenden sowohl fachlich-inhaltlich als auch technisch (bspw. über Remote-Zugriff) unterstützen“, führt er aus.

„Erstmalig setzen wir in diesem Jahr die Projektsimulationssoftware Simultrain als Mietlizenz in einer cloudbasierten Version ein. Dadurch kann das Planspiel in intensiver Gruppenarbeit realisiert werden, obwohl jeder Studierende allein und Corona-konform von seinem persönlichen Arbeitsplatz aus teilnimmt“, freut sich Professor Pasckert. 
Dank der ausgefeilten IT-Infrastruktur mit dem simultanen Einsatz verschiedener Softwaresysteme ist es auch in der aktuellen Situation möglich, den Vorlesungsbetrieb weiterhin in einer anspruchsvollen, praxisnahen Form durchzuführen.

Spende stellt praxisorientierte wissenschaftliche Ausbildung sicher
Ziel der Technischen Hochschule Aschaffenburg ist es, allen Studierenden ein umfassendes Spektrum an zeitgemäßen Softwareprodukten für Lehre und Forschung zur Verfügung zu stellen und dadurch die Chancen der Absolventinnen und Absolventen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Weiterhin steht im kommenden Jahr der Umzug des Labors in den Neubau, Gebäude 48 an, wo die Räumlichkeiten technisch neu ausgestattet werden müssen. All dies ist mit hohen Kosten verbunden und aus dem Hochschuletat nur in eingeschränktem Maße zu realisieren. Um die Ausbildung aller Studierenden mit aktueller Software dauerhaft zu gewährleisten, ist die TH auf die regelmäßige und großzügige Spende der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau angewiesen.