Virtuelle International Project Days

Kategorie: Öffentlich

Studierende von der TH AB und sechs ihrer Partnerhochschulen sammelten und reflektierten ihre Erfahrungen im Rahmen des interkulturellen Lernens 


Am Donnerstag, den 29. April ging die diesjährige Internationale Projektwoche erstmals erfolgreich im neuen Format als virtuelle Project Days zu Ende. Beteiligt waren wieder das zweite Semester des Studiengangs Internationales Technisches Vertriebsmanagement (ITV), Studierende der Fakultät Wirtschaft und Recht als PLV-Gruppe sowie internationale Studierende von Partnerhochschulen aus Taiwan, Thailand, Georgien, Finnland, Frankreich und Chile.
Ziel war, das im vergangenen Pandemiejahr erworbene Wissen und die Fertigkeiten des digitalen Arbeitens und Zusammenarbeitens (über kulturelle Grenzen hinweg) gemeinsam zu reflektieren und daraus abzuleiten, was die teilnehmenden Studierenden für ihre weitere persönliche und berufliche Zukunft mitnehmen konnten.

Experteninterviews und interaktive Expertenvorträge
Nach einem gemeinsam Kick-off-Termin eigneten sich die Studierenden aktuelles Wissen aus einem passenden begleitenden Kurs der Virtuellen Hochschule Bayern (VHB) an, erarbeiteten in internationalen und interdisziplinären Teams verschiedene Inhalte und führten Experten-Interviews durch, die sie in verschiedenen Formaten präsentierten. Die Präsentationen der gemischten Studierendenteams wurden angereichert durch interaktive Expertenvorträge, die den Studierenden die Erfahrungen aus der Berufswelt aus virtuellen Meetings, Networking, Kundenkontakten und Konferenzen im internationalen Kontext näherbrachten.

Interkultureller Austausch mit wertvollen Lernerfahrungen
Ein weiterer Fokus der virtuellen Project Days war das interkulturelle Lernen selbst: Die Studierenden hatten die Möglichkeit in einem so genannten Virtual Space Meeting ihre eigene Kultur zu hinterfragen und lernten auch kulturelle Aspekte der anderen Kulturen näher kennen. Außerdem ermöglichte selbst das virtuelle Format einen wertvollen Austausch zu Alltagsthemen und zur Pandemielage in den verschiedenen Ländern.
Vielfältige virtuelle Interaktionsformen genutzt.

Als Organisatorinnen dieses virtuellen Events setzten Prof. Dr. Alexandra Angress und Prof. Dr. Sylvana Krauße auf abwechslungsreiche Interaktionsformen und griffen auf verschiedene digitale Tools und Plattformen zurück, um den Studierenden das Gefühl einer facettenreichen Zusammenarbeit (in unterschiedlichen Räumen und Gruppengrößen) zu geben. So traf man sich mal im Plenum, mal „wandelten“ die Studierenden zwischen verschiedenen Präsentationsständen, mal erstellten sie gemeinsame Padlets, interaktive Online-Poster, die von den anderen Teams kommentiert wurden. 

Ergänzt wurde das attraktive Programm durch aktuelle Einblicke rund um das Thema „virtuelles Arbeiten mit internationalen Teams und Kunden“ von Referentinnen und Referenten aus der Industrie und Forschung wie Denis Schreek (Linde MH), Alexandra Metzger Alma (Hispano Dialog), Alumnus Sebastian Schäfer sowie Thomas Röhr von der Partnerhochschule in Belfort/Frankreich.

Fazit und Feedback
Die unterschiedliche Erwartung und Zusammensetzung der Teilnehmenden spiegelte sich auch in einer ersten Feedbackrunde wieder. Sie reichte von eher nüchternen anerkennenden Worten („besser als erwartet“) bis zu überschwänglichem und warmherzigen Lob. Dass dies so gut gelang, ist auch einem engagierten Team im Hintergrund zu verdanken, das aus Tamara Szabò, Christian Feidner und Michael Krafft bestand. Besonderer Dank gilt auch Carina Bläser für die Durchführung des Virtual Space Meetings und die Registrierung der internationalen Studierenden von Seiten des International Office sowie Anne Maier für die kompetente Starthilfe im digitalen Bereich.

Für die Kursleiterinnen, die Professorinnen Angress und Krauße, gab es viel aus diesem Format mitzunehmen, denn – auch wenn man fast alle Elemente der eingesetzten digitalen Lehre und Zusammenarbeit im letzten Jahr kennengelernt hatte, war es noch einmal eine spannende Herausforderung, dies über die verschiedenen Zeitzonen und mit so vielen  verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und deren Erwartungen zielgerecht und erfolgreich auch mit Blick auf künftige hybride Formate einzusetzen; Chancen die unter anderem das neue EU-Bildungsprogramm ERASMUS bietet. 

Das Feedback eines der internationalen Studenten macht Mut, das Veranstaltungsformat auch über die Pandemiezeit hinaus zu nutzen und weiterzuentwickeln: „I want to thank you for a wonderful and unforgettable week, I gained a lot of experience, knowledge, made new friends, made connections and  learned better to work in a team. I really liked your approach and maximalism in the given project and given education. In the future I will definitely participate again in summer school and exchange programs at your university as well. And I also definitely recommend it to friends. I would like to thank you once again for a wonderful program.” (Luka Baklaga, Business and Technology University Tbilisi, Georgien)