Forschen für die Mobilität der Zukunft 

Kategorie: Forschung

Daniel Deparis (Foto: Mercedes-Benz AG)

Head of Urban Mobility Solutions bei Mercedes-Benz hält Vortrag im Promotionskolleg iDok


Die Mobilität der Zukunft sicherer und nachhaltiger gestalten – mit diesem Ziel beschäftigt sich das Team um Daniel Deparis, Head of Urban Mobility Solutions bei der Mercedes-Benz AG. Im Rahmen der aktuellen Vortragsreihe des Promotionskollegs iDok ermöglichte Daniel Deparis Forschenden der TH Aschaffenburg aufschlussreiche Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt der Mercedes-Benz AG.
 
Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Unfällen vorbeugen
„Schon seit Jahrzehnten ist Mercedes-Benz Vorreiter in der Entwicklung von Technologien zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr“, erklärte Daniel Deparis. Unter Anwendung von Methoden künstlicher Intelligenz analysiert sein Team Daten aus unfallträchtigen Verkehrsknotenpunkten in London, Großbritannien. Dabei werden mehrere relevante Datenquellen zusammengeführt, wie etwa die über Sicherheitssysteme ausgelöste Informationen in Boardcomputern, Informationen zu Mobilitätswegen und Verkehrsintensität sowie Wetterinformationen. Das Ziel ist es, mögliche innerstädtische Gefahrenstellen zu identifizieren, bevor überhaupt ein Unfall passiert. 

Förderung des Wissenstransfers
Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler, Vizepräsident Forschung an der TH Aschaffenburg, betont: „Diese Daten sind für Städte und Kommunen hochinteressant. Denn so können Verkehrswege optimal gestaltet werden, um die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger auf den Straßen zu erhöhen. In unserer Rolle als Impulsgeber fördern wir durch die Organisation einer solchen Veranstaltung aktiv den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft.“ Neben interessierten Hochschulangehörigen nahmen auch Dieter Gerlach, Vertreter der Stadtwerke Aschaffenburg, sowie Mitarbeitende der Linde Material Handling GmbH, enge Kooperationspartnerin der TH AB, an diesem Vortrag teil. 

Verkehrssicherheit als Gemeinschaftsaufgabe
„Die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Von wissenschaftlicher Seite können wir unter Anwendung Künstlicher Intelligenz wichtige Schwachstellen, Ursachen von Verkehrsflussstörungen und Chancen der neuen Mobilitätskonzepte zugunsten einer situationsgerechten Verkehrssteuerung identifizieren“, so Prof. Dr. Galia Weidl, Professorin für Vernetze Urbane Mobilität und lernende Verkehrsinfrastruktur an der TH Aschaffenburg. Auch in der an den Vortrag anschließenden, intensiven Diskussion war das hohe Interesse an der interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik in diesem Bereich erkennbar.   

„Der fachliche Austausch auf hohem Niveau ist in der Wissenschaft wichtiger Treiber für Weiterentwicklung. Für unsere Doktorandinnen und Doktoranden, aber auch für die Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt und regionalen Unternehmen, war diese Veranstaltung sehr informativ und inspirierend“, lobte Dr. rer. nat. Heike Bruhn, Koordinatorin des interdisziplinären Promotionskollegs iDok, die gelungene Veranstaltung.