Duales Studium an der TH Aschaffenburg

Kategorie: Öffentlich

v. l. n. r.: Prof. Dr. Martin Bothen, Prof. Dr. Konrad Mußenbrock und Prof. Dr. Peter Fischer

Ab dem Wintersemester 2022 wird es an der Hochschule in zwei Studiengängen der Fakultät Ingenieurwissenschaften eine neue duale Variante geben.


Als Hochschule für angewandte Wissenschaften sind an der TH Aschaffenburg Theorie und Praxis schon immer miteinander verzahnt. So gibt es neben dem verpflichtenden Praxissemester das sogenannte Studium mit vertiefter Praxis, bei dem die Studierenden in den Semesterferien in Partnerbetrieben arbeiten. Ab Herbst 2022 können Studierende in den beiden Studiengängen Elektro- und Informationstechnik sowie Mechatronik jedoch theoretische und praktische Inhalte ihrer akademischen Ausbildung in einer für Aschaffenburg völlig neuen Weise miteinander verbinden.

Unternehmen werden selbst zum Lernort
Mit dem dualen Studium geht die Hochschule einen weiteren Schritt. „Unser Ziel ist es, dadurch eine noch engere Verzahnung zwischen Unternehmen und Hochschule zu erreichen“, erklärt Prof. Dr. Peter Fischer, Studiengangskoordinator Elektro- und Informationstechnik.

Vermittlung passgenauer Praxisinhalte
Zukünftig werden die Unternehmen in die Studiengänge mit einbezogen und selbst zum Lernort. „Wir schließen dazu mit den Unternehmen Rahmenverträge ab, die gewährleisten, dass unseren Studierenden passgenaue Inhalte in den Praxisphasen vermittelt werden. Die Betriebe können dabei ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen, aber gewisse Grundsätze sind einzuhalten“, führt der Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Konrad Mußenbrock, aus.

In den Betrieben können die Studierenden so bereits während ihres Studiums umfangreiche Erfahrungen sammeln. Sie lernen die internen Abläufe kennen und identifizieren sich dadurch mit dem Unternehmen. „Darüber hinaus bieten sich den Absolventinnen und Absolventen hervorragende Berufseinstiegschancen – die meisten werden ihren späteren Arbeitsvertrag schon vor Beendigung des Studiums in der Tasche haben“, prognostiziert Prof. Dr. Martin Bothen, der den Studiengang Mechatronik leitet. „Neben den bereits genannten Vorteilen für die Studierenden sind wir fest davon überzeugt, dass dieser Mix aus Präsenzlehre, Praxis und digitaler Lehre der heutigen Lebenswirklichkeit junger Menschen entspricht.“

Dem Fachkräftemangel gezielt entgegenwirken
Mit dem neuen dualen Angebot trägt die TH Aschaffenburg dem Bedarf der regionalen Unternehmen Rechnung. Denn dort ist der Fachkräftemangel, der in den technischen Studiengängen herrscht, deutlich zu spüren. „Die Betriebe haben einen hohen Bedarf und beginnen früh mit der Suche nach Nachwuchs“, weiß Professor Fischer. „Durch ein duales Studium kann es gelingen, hier bereits in der Ausbildung bzw. im Studium die besten Nachwuchskräfte an das Unternehmen zu binden.“

Das duale Studium zeichnet sich durch ein neues Lernkonzept aus, welches die Präsenzlehre am Campus durch ein Selbststudium in Form von E-Learning ergänzt und somit mehr Zeit für die praxisorientierte Qualifikation und den Einsatz im Unternehmen ermöglicht. Während die Studierenden an drei Tagen in der Woche die Lehrveranstaltungen an der TH besuchen, sind sie an den beiden verbleibenden Tagen im Partnerunternehmen tätig. Vor und während der Prüfungsphase hingegen sind sie für sechs Wochen komplett an der Hochschule. In der vorlesungsfreien Zeit arbeiten die Studierenden dann Vollzeit im Unternehmen.

Informationsveranstaltung für Unternehmen
Unternehmen, die sich für eine Kooperation mit der Hochschule im Rahmen des dualen Studiums interessieren, erfahren auf einer virtuellen Infoveranstaltung am 30. September um 15:00 Uhr alles Wichtige zu diesem Thema. 

Weitere Informationen unter www.th-ab.de/dual