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Girls’ und Boys’ Day zeigt Vielfalt der Studien- und Berufswege

Die Angebote zum Girls’ Day und Boys` Day an der TH Aschaffenburg boten rund 70 Schülerinnen und drei Schülern praktische Einblicke in Studiengänge und Berufe, in denen Frauen bzw. Männer bisher seltener vertreten sind.

Die Technische Hochschule Aschaffenburg hat auch in diesem Jahr im Rahmen des bundesweiten Girls’ Days rund 70 Schülerinnen im Alter von 11 bis 19 Jahren aus Bayern und Hessen auf dem Campus begrüßt. Die Teilnehmerinnen lernten verschiedene MINT‑Berufsfelder kennen, erkundeten Labore und konnten ihre Fragen direkt an Studierende und Mitarbeitende richten. In zahlreichen Workshops probierten sie selbst aus, wie spannend Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sein können.

Organisiert wurde der Aktionstag an der Hochschule von Prof. Dr. Marie Caroline Oetzel, Frauenbeauftragte der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, sowie dem Bereich Gleichstellung – Familie – Vielfalt unter der Leitung von Prof. Dr. Kristina Balleis.

  • Die Frauenbeauftragte Prof. Dr. Kristina Balleis begrüßt die Schülerinnen zum Girls`Day an der Hochschule.

Von Roboter- und App-Programmierung über Medizintechnik bis zur Materialwissenschaft

In verschiedenen Workshops programmierten die Mädchen Lego‑Mindstorms‑Roboter und steuerten humanoide Roboter auf ihrer Mission „Umwelt und Park“. Außerdem entwickelten sie eigene Apps oder gestalteten Spiele, Filme und kreative 3D‑Welten mit CoSpaces®. 

Im VentureLab lernten sie zudem, wie mithilfe von Design Thinking der Weg von der Idee zur mobilen Anwendung führt. Unter dem Motto „EKG, Blutdruck und Co.“ erfuhren die Teilnehmerinnen außerdem jede Menge Wissenswertes aus der digitalen Medizintechnik.

Auch die Welt der Materialien konnten sie in einem weiteren Workshop erkunden: Die Schülerinnen experimentierten selbstständig und entdeckten interessante Zusammenhänge rund um Wasserstoff, Porzellan und die Mikroskopie.

Versuche zu Solarthermie und Photovoltaik veranschaulichten im Workshop „Energie zu Hause“ die praktische Anwendung erneuerbarer Energien.

  • Workshop "Lego® Mind-Storms Roboter selbst programmieren" mit Prof. Dr.-Ing. Jörg Abke und Christian Kraus

  • Workshop "Kreativität trifft Technologie: Gestalte Spiele, Filme, Welten mit CoSpaces®" mit Catharina Englert und Christiane Heinbuecher

Boys' Day in der Bibliothek

Für Jungen gab es an der TH Aschaffenburg parallel dazu ein Angebot zum Boys´ Day, der jährlich bundesweit am selben Tag stattfindet: Die Bibliothek ermöglichte drei Schülern im Alter von 12, 14 und 16 Jahren unterschiedliche Erfahrungen im Hinblick auf mögliche Berufsperspektiven.

Bei einer Bibliotheksführung sammelten die drei Jungen gemeinsam wichtige Begriffe aus dem Bibliotheksumfeld, die sie später kreativ weiterverwendet wurden. Anschließend gestalteten sie in Teamarbeit ihr eigenes Memory-Spiel: Jedes Kartenpaar bestand aus einem bibliotheksbezogenen Begriff und der passenden Erklärung. Zum Abschluss spielten sie ihr selbst designtes und gebasteltes Memory und konnten so ihr neues Wissen auf spielerische Weise testen.

Hintergrundinformationen

Am Girls' Day öffnen Hochschulen in ganz Deutschland – neben Unternehmen und Betrieben – ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Ziel dieser Art eines „Schnuppertages“ ist es, Mädchen für Berufe zu begeistern, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind, und in mathematischen, informatikbezogenen, naturwissenschaftlichen oder techniknahen Berufsfeldern qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Der Girls‘ Day – Mädchenzukunftstag ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 

Der Boys' Day – Jungen-Zukunftstag ist ein bundesweiter Orientierungstag zur beruflichen Orientierung und Lebensplanung für Jungen. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Am Boys' Day lernen Jungen Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt, z. B. in den Bereichen Gesundheit/Pflege, Bildung/Erziehung/Soziales oder Dienstleistung. Oder sie nehmen an Workshops zur Berufs- und Lebensplanung oder zu Rollenbildern teil.

Bild ganz oben: Workshop "Energie Zuhause: Solarthermie und Photovoltaik" mit Anne-Catherine Probst und Bettina Sickenberger

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