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Vielfalt an der Hochschule erleben

Bei den Diversity Days informierten sich Studierende und Beschäftigte der TH Aschaffenburg über Diversität, tauschten sich aus und entdeckten in den unterschiedlichsten Angeboten, wie vielfältig das Leben und Lernen auf dem Campus ist.

Vom 5. bis 7. Mai 2026 fanden zum dritten Mal die „Diversity Days – Tage der Vielfalt“ an der Technischen Hochschule Aschaffenburg statt. Entsprechend den Zielen des audit vielfalt, welches die TH Aschaffenburg 2025 erstmals erfolgreich durchlaufen hat, galt es mit den Aktionstagen das Thema Vielfalt an der Hochschule sichtbar zu machen und das vielfältige Miteinander in der Hochschulfamilie zu stärken.  

„Vielfalt zielt auf Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen. Dabei gilt es, einerseits die Vielfalt der Studierenden und Beschäftigten als Chance zu nutzen und Chancengleichheit zu fördern und andererseits Benachteiligungen an der Hochschule entgegenzuwirken“, erklärt Prof. Dr. Kristina Balleis.

Vielfalt soll ein selbstverständlicher Wert für alle Hochschulangehörigen werden, der zu einer gelebten Kultur des respektvollen Miteinanders an der Hochschule führt. Wir wollen Vielfalt als Mehrwert begreifen und nutzen.

Prof. Dr. Kristina Balleis, Gleichstellungsbeauftragte für Frauen in Wissenschaft und Kunst der TH Aschaffenburg

Koordiniert und organisiert wurde das bunte Programm mit Angeboten in deutscher und englischer Sprache vom Team Gleichstellung – Familie – Vielfalt und der Projektleitung audit fgh +vielfalt, Prof. Dr. Kristina Balleis, im Auftrag der Hochschulleitung. Die engagierten Professorinnen und Professoren, Lehrbeauftragten, Mitarbeitenden und Studierenden der Hochschule haben die vielen interessanten Beiträge möglich gemacht.

Der Campus ist bunt

Wie im Vorjahr präsentierte sich der Campus vielfältig und lud zur Erkundung ein. „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ und die „EU-Wertewanderung“ verbunden mit einem Quiz gaben Anlass zum Nachdenken. Die bunt beflaggte Mensa weckte Appetit auf internationale Gerichte. Auf dem „Walk of Diversity“ wurden sieben Persönlichkeiten vorgestellt, die sich für Vielfalt engagierten, und die Bibliothek präsentierte eine Buchausstellung zu den Diversity-Dimensionen. Dort konnte auch das Ergebnis des „Living Calendar of Social and Cultural Awareness“ aus dem vergangenen Jahr bestaunt werden. Ein Quiz mit aha-Effekt „Vielfalt? Aber sicher!“ wurde ebenfalls von der Bibliothek angeboten.

  • Verkehrsschilder der Gerechtigkeit auf dem Campus der TH Aschaffenburg

  • EU Wertewanderweg auf dem Campus der TH Aschaffenburg

Stände, Kurzbeiträge und Mitmachaktionen informierten die Besucherinnen und Besucher über Initiativen an der TH, wie z.B. das Angebot eines Interkulturellen Trainings in moodle, das Handlungsprogramm „audit fgh +vielfalt“, Beratungsangebote an der TH Aschaffenburg und das Projekt „Mind@THAB-Mental Health matters“ für Studierende im Rahmen von CampusGesund. Am Donnerstag konnten Neugierige erneut Barrieren an der Hochschule spielerisch mit Rollstuhl, Blindenstock, VR-Brillen und Brillen zur Simulation diverser Augenerkrankungen im neuen Gebäude 48 erleben und nachspüren, wie sich beeinträchtigte Menschen fühlen. 

Ein Austauschforum für Neurodiversität und chronisch kranke Studierende gab Betroffenen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

  • Mitmachaktion "Barrieren an der Hochschule spielerisch erleben" in Gebäude 48

Drei Tage voller vielfältiger Eindrücke und Perspektiven

Der Dienstag startete mit einem Vortrag zum frühzeitigen Erkennen von psychischen Belastungen. Danach klärte das AWO Frauen- und Kinderschutzhaus Bayerischer Untermain auf über häusliche Gewalt. Eine Promovendin sprach über Diversität als Organisationsherausforderung im deutsch-finnischen Vereinskontext, eine Lehrbeauftragte über „Diversity through an international Teaching Career“. Im Selbstverteidigungsworkshop einer ehemaligen International Management-Masterstudentin konnten Interessierte aktiv üben, Grenzen zu setzen. 

Highlight des Tages war das Intercultural Get Together mit BBQ und Potluck, organisiert vom International Office und Career Service, bei dem das Team Diversity der Studierendenvertretung mit einer Speed-Friending Aktion dazu beitrug, die Studierenden miteinander bekannt zu machen. Über 80 Studierende, insbesondere auch aus den internationalen Studiengängen Software Design International (B.A.) und International Management (M.A.), kamen hier zusammen, um bei gutem Essen und in gelöster Stimmung über kulturelle Unterschiede hinweg Kontakte zu knüpfen. 

  • Crashkurs "Gebärdensprache" mit Karin Brenneis

Am Mittwoch standen zunächst Gehörlose im Fokus. Zuerst vermittelte eine taube Dozentin Einblicke in den Alltag Gehörloser, und anschließend konnten die Teilnehmenden in einem Mini-Workshop erste Elemente der Gebärdensprache von ihr erlernen. Zwei sich abwechselnde Gebärdendolmetscherinnen begleiteten Vortrag und Workshop. Vorträge zum Unconscious Bias in der Führung und zu geschlechtsspezifischen Unterschieden und Gemeinsamkeiten bei Entscheidungsfindung, impliziten Motiven und Attributionsstilen folgten. Am Nachmittag half ein Lehrbeauftragter in einem Intensivworkshop, Brücken durch Kommunikation zu bauen. Zwei Workshops zum Living Calendar und zur Kunst der australischen Aborigines rundeten den Tag ab.

Ein Streifzug durch Sprach- und Kulturunterschiede eröffnete den Donnerstag. Eine interaktive Quiz-Show zum Thema Gender Pay Gap und ein Workshop zur gewaltfreien Kommunikation machten den Tag kurzweilig und interessant.

  • Mitmachaktion bei den Diveristy Days: "Der Gender Pay Gap – die interaktive Quiz-Show" mit Prof. Dr. Julia Ebert und Jannika Zumbach

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Diversity Days, um sich mit bekannten und neuen Aspekten von Vielfalt zu beschäftigen und miteinander in den Austausch zu treten. Mitarbeitende konnten sich einige Veranstaltungen auf ein internes Fortbildungsprogramm anrechnen lassen, und auch den Studierenden wurde bei fünf besuchten Angeboten eine individuelle Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Einige ausgewählte Veranstaltungen waren auch für externe Besucherinnen und Besucher geöffnet und von der regionalen Presse angekündigt worden.