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Promotion an der TH AB: Forschen mit Wirkung

Fünf Promovierende des iDok geben Einblick in ihre Forschung an der Technischen Hochschule Aschaffenburg

Ob in Kooperation mit einer Universität oder am Promotionszentrum Nachhaltige und Intelligente Systeme (NISys): An der TH AB forschen die Promovierenden des interdisziplinären Doktorandinnen- und Doktorandenkollegs iDok zu den unterschiedlichsten Themen – von nachhaltigen Materialien über künstliche Intelligenz bis hin zu interkultureller Kommunikation. 

In diesem Video erzählen sie, wie ihre Promotion verläuft, wie sie mit ihren Betreuerinnen und Betreuern zusammenarbeiten und welche Unterstützungs- und Vernetzungsmöglichkeiten die Hochschule ihnen bietet.

Kleine Systeme, großer gesellschaftlicher Nutzen – Kay Bischoff

Kay Bischoff promoviert kooperativ im Forschungsschwerpunkt Materialwissenschaft. Mit seiner Forschung zur Elektrifizierung von sogenannten Lab-on-Chip-Systemen leistet er einen wichtigen Beitrag Diagnostik künftig schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender zu machen – mit großem Potenzial für Medizin und Industrie. Dabei bringen „Mini-Labore“ die Diagnostik dorthin, wo sie gebraucht wird – etwa in die häusliche Pflege. Messwerte lassen sich so unmittelbar bestimmen, Therapien schneller anpassen und Ressourcen im Pflegebereich nachhaltig entlasten. Eine besondere Bereicherung ist für ihn der enge wissenschaftliche Austausch mit seinen beiden Betreuern. Wichtigster Ansprechpartner vor Ort ist Prof. Dr. Ralf Hellmann, Leiter der Arbeitsgruppe für Angewandte Lasertechnik und Photonik (alp) am Technologietransferzentrum ZeWiS. Verstärkt wird das Betreuungsteam durch seinen Doktorvater von der Ruhr-Universität Bochum.

Darüber hinaus schätzt Kay den direkten Kontakt zur regionalen Wirtschaft – sowohl in fachlicher als auch in karrieretechnischer Hinsicht:

Am ZeWiS bieten wir den Unternehmen einen Technologietransfer von der Forschung in die Industrie, was für uns Promovierende natürlich eine tolle Möglichkeit ist, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen […] [und] gleichzeitig Kontakt zu zukünftigen potenziellen Arbeitgebern [zu knüpfen].

Kay Bischoff

Auch die Unternehmen profitieren: Sie greifen auf Know-how, Anlagen und Analytik der Hochschule zurück.

Trendforschung, die Unternehmen voranbringt – Marcel Schuhmacher

Bereits während seines projektorientierten Masterstudiums im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen an der TH AB entdeckte Marcel Schuhmacher seine Begeisterung für die Forschung. Gemeinsam mit seinem späteren Doktorvater Prof. Dr. Peter Rötzel sammelte er erste wissenschaftliche Erfahrung – und wusste schnell: „Hier konnte ich lernen […], wie spannend das Forschen ist und mich eben auch schon darauf vorbereiten, ganz tief in ein einzelnes Thema einzublicken.“

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Technologietransferzentrum NETZ untersucht Marcel heute, wie die Trendthemen KI, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz die Performance von Unternehmen beeinflussen. Seine Forschung berührt damit gleich zwei Forschungsschwerpunkte der Hochschule: Intelligente Systeme und Wissensmanagement und Strukturwandel.

Wie bei vielen Promotionsvorhaben erfolgte die Themenfinden in direkter Absprache mit seinem Betreuer. Prof. Dr. Rötzel erinnert sich: „Herr Schumacher kam mit seinen Ideen zu mir. Diese Ideen passten super zu meinem Forschungsprofil und so haben wir gemeinsam diskutiert, wo die Reise hingeht.“

Mit Aufnahme in das Promotionszentrum NISys konnte die Zusammenarbeit weiter intensiviert und gefestigt werden:

Das Promotionszentrum NISys […] bietet mir für mein Promotionsprojekt, dass mein Erstbetreuer und mein Zweitbetreuer von der TH Aschaffenburg kommen können und ich so einen sehr engen Kontakt zu beiden haben kann.

Marcel Schuhmacher

Global lernen, Kompetenzen sichern – Birgit Kraus

Nach ihrem Studium der Sprachwissenschaften und langjähriger Berufserfahrung im Hochschulbereich entschied sich Birgit Kraus für eine kooperative Promotion mit der TH Aschaffenburg und der TU Darmstadt . Ihre spätere Betreuerin Prof. Dr. Renate Link, Leiterin des Instituts für Interkulturelle Kommunikation (IIK), ermutigte sie zu diesem Schritt.

Heute ist Birgit externe Doktorandin im Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement und Strukturwandel und forscht berufsbegleitend zur Qualitätssicherung von Auslandsaufenthalten, mit besonderem Fokus auf Sprachen und interkulturelle Kompetenzen – ein Thema, das v. a. für die zukünftige Gestaltung der internationalen Studierendenmobilität von Interesse ist.

An der TH AB schätzt Birgit nicht nur das langjährige und vertrauensvolle Verhältnis zu ihrer Doktormutter, sondern auch die gute Forschungsinfrastruktur sowie die Vorzüge des interdisziplinären Doktorandinnen- und Doktorandenkollegs:

Das iDok bietet mir eine ganz wichtige Vernetzungsmöglichkeit mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden und für mich persönlich ist auch nochmal die finanzielle Unterstützung für Tagungsbesuche sehr wertvoll.

Birgit Kraus

Höhere Lernerfolge durch künstliche Intelligenz – Yeimy Valencia Usme

Im Rahmen ihrer Promotion im Forschungsschwerpunkt Intelligente Systeme beschäftigt sich Yeimy mit Lernmanagementsystemen und der Auswirkung unterschiedlicher KI-Modelle auf den individuellen Lernerfolg von Studierenden. Mit ihrer Betreuerin Prof. Dr. Galia Weidl, Forschungsprofessorin der TH AB und engagiertes Mitglied im Kompetenzzentrum KI, hat sie dabei eine forschungsstarke und international gut vernetzte Ansprechpartnerin an ihrer Seite.

Auch der persönliche Kontakt mit Doktorandinnen und Doktoranden aus Deutschland und anderen Ländern ist für Yeimy eine große Bereicherung:

Ich bin Teil vom Promotionszentrum NISys. Dort gibt es unterschiedliche internationale Promovierende und wir vernetzen uns sehr gut.

Yeimy Valencia Usme

Wie viele andere Promovierende der Hochschule profitiert Yeimy regelmäßig von den Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie von den vielfältigen, deutsch- und englischsprachigen Weiterbildungsangeboten des iDok.

Nachhaltige Batterien für einen sauberen Planeten – Florian Unger

Wie viele andere Mitglieder des Promotionszentrum NISys befasst sich Florian in seiner Doktorarbeit mit einem gesellschaftlich relevanten und zugleich stark anwendungsorientierten Thema: „Ich erforsche Biomaterialien und deren Einsatz in nachhaltigen Batterien und mein Forschungsschwerpunkt liegt in der Materialwissenschaft. […] Wir können unsere Materialien direkt in Knopfzellen testen und so untersuchen, wie sie in der Industrie zum Einsatz kommen können.“

Besonders zufrieden ist Florian mit der Zusammenarbeit mit seinem Laborteam sowie der engmaschigen und fachlich kompetenten Betreuung durch seine Doktormutter Prof. Dr. Christiane Thielemann, Leiterin des bioMEMS lab der TH Aschaffenburg und stellvertretende wissenschaftliche Leiterin des Promotionszentrum NISys.

Und noch einen weiteren Pluspunkt nennt der Doktorand:

Im Technologietransferzentrum NETZ arbeiten wir mit Unternehmen aus der Umgebung zusammen und können so zusammen Forschungsprojekte angehen und uns gegenseitig unterstützen.

Florian Unger

Zusammen stark in die Zukunft – Promovieren mit dem iDok und der TH AB

Kay, Marcel, Birgit, Yeimy und Florian gehen mit ihrer Promotion ihren eigenen Weg in der Forschung. Was sie und die anderen über 50 Promovierenden des iDok verbindet: Die TH Aschaffenburg ermöglicht ihnen allen eine fachlich exzellente Betreuung durch Professorinnen und Professoren, modern ausgestattete Forschungseinrichtungen und einen direkten Draht in die Wirtschaft.

Das interdisziplinäre Doktorandinnen- und Doktorandenkolleg bietet eine große Bandbreite an Services, von der individuellen Beratung, über Qualifizierungs- und Vernetzungs-, bis hin zu Karriereangeboten. So entstehen individuelle Forschungswege und gleichzeitig gemeinsame Perspektiven für die Zukunft.

Neugierig geworden? Juliane Große, Forschungsreferentin und Koordinatorin des iDok, begleitet Sie gerne auf Ihrem Weg zur Promotion.