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Abschluss der VDI Student Challenge: Studierende der TH Aschaffenburg präsentieren innovative Prototypen

Von intelligenter Espressozubereitung bis zur essbaren Batterie: Studierende zeigen die Vielfalt praxisnaher Ingenieurwissenschaften. Die drei besten Projekte wurden mit einem Geldpreis prämiert.

 

Die Ergebnisse ihrer sechsmonatigen Projektarbeit stellten sechs studentische Teams der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IWIN) am Donnerstag, 15. Oktober 2026, bei der Abschlussveranstaltung der VDI Student Challenge 2026 vor. Eine Fachjury und das Publikum bewerteten die entwickelten Prototypen. Den ersten Platz belegten Pascal Köhnlein, Daniel Levin, Yannick Naß und Leon Schuck mit ihrem Projekt „Intelligente Espressozubereitung durch automatisierte Mahlgradverstellung“.

Organisiert wurde der Wettbewerb gemeinsam von der Fakultät IWIN und dem VDI Bezirksverein Aschaffenburg. Für die Umsetzung ihrer ingenieur- oder informatikbezogenen Ideen erhielten die Teams jeweils 600 Euro für Materialkosten. Zusätzlich stellte der VDI Preisgelder für die drei bestplatzierten Ideen bereit: 750 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 350 Euro für den dritten Platz.

  • Das Projekt "Intelligente Espressozubereitung durch automatisierte Mahlgradverstellung" gewinnt die VDI-Student-Challenge.

Der perfekte Espresso als ingenieurwissenschaftliche Herausforderung

Die Idee für ihr Gewinnerprojekt entstand aus der eigenen Vorliebe der vier Studenten für guten Kaffee. Sie entwickelten eine drahtlos vernetzte Einheit aus Kaffeemühle und Siebträgermaschine, die den Mahlgrad automatisch an die jeweiligen Zubereitungsparameter anpassen soll.

Dafür erfasst und analysiert der Prototyp die Parameter der Espressozubereitung und ermöglicht eine dynamische Mahlgradeinstellung. Mit kostengünstigen elektrotechnischen Komponenten erweiterten die Studierenden die Funktionalität handelsüblicher Geräte. Ziel ist es, die professionelle Espressozubereitung zu vereinfachen und künftig weitere Funktionen softwarebasiert ergänzen zu können.

Die vier Studenten haben sich für die Entwicklung innovativer Technologien im Bereich der Antriebstechnik im Labor elektrische Maschinen an der TH Aschaffenburg im Studienschwerpunkt „Antriebstechnik und Robotik“ entschieden.

Sechs Projekte, vielfältige Ideen

Auch die fünf weiteren Teams zeigten ihre Prototypen an eigenen Ständen mit Postern und Anschauungsmaterialien und kamen mit Besuchenden und Fachjury ins Gespräch:

  • Il Pulito – Pizzaschaufel mit Absaugfunktion: Eine Konstruktion, die Mehl, Asche und Rauch reduzieren soll.
  • Entwicklung einer essbaren Batterie: Ein biologisch abbaubarer Energiespeicher aus lebensmittelbasierten Materialien.
  • JUPITER – Modulares Lichtpult für intelligente Assistenzsysteme: Eine offene Plattform für intelligente Unterstützung in der professionellen Lichttechnik.
  • Test-Dummy zur Bewertung mittelalterlicher Rüstung: Eine Untersuchung der Kräfte, die bei der Einwirkung mittelalterlicher Waffen auf Rüstungen auftreten.
  • Launch O’Clock – Die Countdown-Anzeige: Ein digitaler Wecker, der die verbleibende Zeit bis zum nächsten Raketenstart anzeigt.

Nach der Präsentation der Prototypen bewerteten die Fachjury sowie das Publikum die Projekte.  Den zweiten Platz erreichte die Gruppe mit der „Entwicklung einer essbaren Batterie“. Auf Platz drei landete das Projekt „JUPITER – Modulares Lichtpult für intelligente Assistenzsysteme“.

Erfolgreicher Abschluss der Challenge

  • Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth bei der Abschlussveranstaltung der VDI-Student-Challenge

  • Markus Grundmann vom VDI Bezirksverein Aschaffenburg

  • Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter bei der VDI-Student-Challenge

Eröffnet wurde die Abschlussveranstaltung von TH-Präsidentin Prof. Dr. Eva Beck-Meuth und Markus Grundmann vom VDI. Nach den Grußworten stellte Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter die Challenge vor und würdigte den großen Einsatz der Studierenden. Alle sechs Teams hätten ihre Projekte konsequent weiterverfolgt, Budget- und Terminverantwortung übernommen und vorzeigbare Ergebnisse geschaffen. Insofern haben alle Teams bei dem Wettbewerb neue Fähigkeiten gewonnen.

Neben den technischen Ergebnissen hob er insbesondere den Wert der Zusammenarbeit hervor: 

„Das schweißt zusammen im Team. Man lernt voneinander und das ist ja das Wichtige, dass wir hier keine Einzelkämpfer ausbilden, sondern Leute, die in der Gesellschaft klarkommen.“

Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter

Mit der Prämierung als Höhepunkt hat die VDI Student Challenge 2026 gezeigt, wie Studierende theoretisches Wissen in konkrete Lösungen überführen können. Gleichzeitig verdeutlichen die Projekte, wie vielfältig ingenieurwissenschaftliche Ideen sein können – von der Weiterentwicklung bestehender Technik bis hin zu neuen Lösungsansätzen für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Eine Wiederholung der Challenge ist für 2027 geplant. Ende Oktober wird ein neuer Aufruf zur Einreichung von Ideen veröffentlicht.