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Energiespeicher im Fokus regionaler Unternehmen

Bei einer Netzwerkveranstaltung der IHK Aschaffenburg informierte das Technologietransferzentrum für Nachhaltige Energien (NETZ) der TH Aschaffenburg über moderne Speichertechnologien für die Energiewende.

Energiespeicher spielen eine zentrale Rolle für eine wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung von Unternehmen. Welche Potenziale moderne Speichertechnologien bieten und wie sie sich in bestehende Energiesysteme integrieren lassen, erfuhren rund 30 Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen bei der Netzwerkveranstaltung „Know how vor Ort: Energiespeicher für Unternehmen“. 

Die Veranstaltung fand am 11. Juni 2026 im Laborzentrum des Technologietransferzentrums für Nachhaltige Energien (NETZ) der Technischen Hochschule Aschaffenburg statt und wurde gemeinsam mit dem Arbeitskreis Energieeffizienz der IHK Aschaffenburg organisiert. Neben aktuellen Fachinformationen bot sie Raum für den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. 

Energiespeicher wirtschaftlich einsetzen

Nach der Begrüßung durch Andreas Elsner von der IHK Aschaffenburg sowie Prof. Dr.-Ing. Andreas Vath, wissenschaftlicher Leiter des NETZ, stellte Jutta Schneider, operative Leiterin des NETZ, die Arbeit des Technologietransferzentrums vor.

Das NETZ unterstützt Unternehmen und Kommunen mit anwendungsnaher Forschung und praxisorientierten Lösungen bei der Umsetzung der Energiewende. Ziel ist es, Energiekosten zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und nachhaltige Technologien erfolgreich in die Praxis zu überführen.

Anschließend gaben Prof. Dr.-Ing. Michael Mann, Rüdiger Mann, und Prof. Dr.-Ing. Andreas Vath Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Energiespeicher und erneuerbare Energien. Sie erläuterten, wie elektrische Energiespeicher wirtschaftlich ausgelegt und betrieben werden können, welche Möglichkeiten der Integration in bestehende Energiesysteme bestehen und welche Potenziale sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen beim Ausbau erneuerbarer Energien eröffnen.

Darüber hinaus stellte das NETZ seine Unterstützungsangebote für Unternehmen vor. Dazu zählen Auftragsforschungen, bei der praxisnahe Lösungen für unternehmensspezifische Fragestellungen entwickelt werden, oder Technische Dienstleitungen, wie Messungen und Machbarkeitsanalysen. In Studien und Promotionsarbeiten werden zudem wissenschaftlich fundierte Antworten auf unternehmerische Herausforderungen erarbeitet und in öffentlich geförderten Projekten kann gemeinsam an Innovationen geforscht werden. 

Einblicke in Forschung und innovative Technologien

Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Gäste bei einer Führung durch die Labore des NETZ die Möglichkeit, einen Überblick über weitere Forschungsthemen zu erhalten.

Im Labor für Wärmepumpensysteme und innovative Speichertechnologien entwickeln Forschende intelligente Steuerungs- und Regelungsstrategien, um die Effizienz von Wärmepumpensystemen zu steigern und Betriebskosten zu senken. 

Besichtigt wurde außerdem der Prüfstand für Wärmepumpen, an dem unterschiedliche Betriebsbedingungen, Umgebungstemperaturen und Wärmequellen simuliert werden können. 

Die Teilnehmenden erhielten zudem Einblicke in das Forschungsprojekt Nachhaltige Pulverbeschichtungstechnologien (NAPUBEST) im Labor für nachhaltige Pulverbeschichtungstechnologien. Ziel des Projekts ist es, die Prozesswärme des gesamten Pulverbeschichtungsprozesses mithilfe von Infrarotstrahlung zu übertragen und dadurch die Energieeffizienz sowie die Nachhaltigkeit herkömmlicher Pulverbeschichtungsanlagen zu verbessern.

Austausch mit Mehrwert

Beim anschließenden Get-together nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit für vertiefende Gespräche und den fachlichen Austausch. Das Feedback fiel durchweg positiv aus. “Der große Zuspruch hat gezeigt, wie relevant die Themen Energiespeicher, Energieeffizienz und erneuerbare Energien für Unternehmen aktuell sind”, betont Jutta Schneider. 

Besonders wertvoll war der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Genau hier setzt das Technologietransferzentrum NETZ an: Forschung für Unternehmen sichtbar machen, Wissen transferieren und Unternehmen bei der Umsetzung der Energiewende unterstützen.

Jutta Schneider, operative Leiterin des NETZ

Aufgrund der positiven Resonanz ist künftig ein jährliches Treffen des IHK-Arbeitskreises Energieeffizienz im NETZ geplant. Darüber hinaus bietet das Technologietransferzentrum weitere Informations- und Netzwerkveranstaltungen an. Beim „Anwendungsforum Innovative Wärmetechnologien“ am 22. Oktober 2026 erhalten Unternehmen beispielsweise praxisnahe Einblicke, wie sie ihre Wärmeversorgung zukunftsfähig gestalten und die Wärmewende erfolgreich umsetzen können. Weitere Informationen zur Agenda und zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite