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Intelligent agieren in stürmischen Zeiten

Beim mainproject Wirtschaftssymposium 2026 an der TH Aschaffenburg erfuhren Unternehmen, wie sie Risiken minimieren und ihre Innovationskraft stärken können.

Am 17. September 2026 lud die Technische Hochschule Aschaffenburg zum siebten mainproject Wirtschaftssymposium ein. Dieses jährliche Treffen für Führungskräfte und engagierte Mitarbeitende von Unternehmen am Bayerischen Untermain greift aktuelle Fragen aus der Wirtschaft auf und sucht Antworten aus der Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt stehen Strategien und Methoden, die insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen der Region von hoher Relevanz sind.

Unter dem Leitmotto „Intelligent agieren in stürmischen Zeiten“ richtete das Symposium in diesem Jahr den Blick auf nachhaltige und zukunftsorientierte Entscheidungen in einem instabilen wirtschaftlichen und politischen Umfeld. Gerade wenn die Wirtschafts- und Arbeitswelt von einer hohen Dynamik, gar Irrationalität, geprägt ist, zeigt sich, dass kurzfristiger Aktionismus keine nachhaltige Lösung bietet. Gefragt sind vielmehr strategisches Denken, resiliente Strukturen und ein besonnener Umgang mit technologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Veränderungen.

  • Prof. Dr. Georg-Rainer Hofmann bei der Begrüßung

In diesem Sinne beleuchteten gleich zu Beginn Prof. Dr. Carsten Reuter und Prof. Dr. Marie Caroline Oetzel die Themen stabile Lieferketten, KI und Cybersicherheit. Im folgenden Panel wurde mit dem Aschaffenburger Oberbürgermeister Markus Schlemmer diskutiert, wie eine zukunftsgerichtete Standortpolitik und nutzenbringende Netzwerke zwischen Wirtschaft, Politik und Hochschule die Unternehmen am Bayerischen Untermain stärken können. 

  • Markus Schlemmer, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg

  • Prof. Dr. Carsten Reuter bei seinem Impulsvortrag auf dem mainproject Wirtschaftssymposium

  • Prof. Dr. Marie Caroline Oetzel bei ihrem Impulsvortrag auf dem mainproject Wirtschaftssymposium

Ein wichtiger Ansatz dabei ist, für aktuelle und künftige Herausforderungen zu sensibilisieren, wie etwa für die Chancen der KI und die Gefahren im Bereich der Cybersicherheit. Es geht darum, die konkreten Potentiale und Problemlagen der Unternehmen aufzunehmen und daraus gemeinsam mit der Wissenschaft praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Entscheidend sei es, nicht bei der Analyse stehen zu bleiben, sondern Erkenntnisse schnell in konkrete Maßnahmen und ins praktische Handeln zu überführen. „Wir müssen vom Wording in das Doing kommen“, betont Oberbürgermeister Schlemmer. 

Die TH Aschaffenburg bietet dazu ganz einfache Zugänge über Studierendenprojekte an, führt aber auch kooperative Forschungsprojekte durch.

Wenn man an Wirtschaft denkt, kommt man an der TH nicht vorbei hier in Aschaffenburg.“

Markus Schlemmer, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg

Danach ging es in drei Workshops um Ideen, wie Unternehmen zukunftsfähige Produkte entwickeln und ihre Risiken minimieren können. Der Fokus lag hier auf der Entkopplung von fossilen Energieträgern (Netto-Null.-Strategie), der Stabilisierung von Lieferketten (Circular-Economy) und der geschützten Integration von KI-Anwendungen (Digitale Souveränität). Erfolgreiche Beispiele aus der Region zeigten sehr anschaulich, wie Wissenschaft und Unternehmen zur Stabilisierung von Geschäftsprozessen beitragen können.

  • Interaktion mit humanoidem Roboter

Anschließend bot das Symposium Raum für die Fragen und Ideen der Teilnehmenden und lud zum konstruktiven Austausch ein. Auch hier wurden konkrete Handlungsansätze besprochen und es wurde erkennbar, welche Unternehmen am Bayerischen Untermain zu welchen Themen ansprechbar sind. Zum Abschluss gaben Studierende Einblick in ihre Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Dabei zeigten sie Ansätze, die humanoiden Robotern menschenähnliches Verhalten vermitteln. Die schon fast künstlerische Präsentation zwischen technischer Substanz oder überzeugender Inszenierung machte schon jetzt neugierig auf das, was spätestens nächstes Jahr auf dem Wirtschaftssymposium in Aschaffenburg zu besprechen ist.

Titelbild: V. l. n. r.: Joachim Schmitt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fakultät Wirtschaft und Recht), Markus Schlemmer (Oberbürgermeister Stadt Aschaffenburg), Prof. Dr. Marie Caroline Oetzel (Professorin an der Fakultät Wirtschaft und Recht) und Prof. Dr. Carsten Reuter (Professor an der Fakultät Wirtschaft und Recht)