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Sommerfeeling beim Open Campus 2026

Hochschulluft schnuppern und die TH Aschaffenburg in all ihren Facetten erkunden konnten Interessierte aller Altersgruppen am vergangenen Samstag.

 

Zu entdecken, zu erforschen und zu erleben gab es jede Menge für die rund 1.200 Besucherinnen und Besucher des diesjährigen Open Campus an der TH Aschaffenburg. Bei sommerlich heißen Temperaturen mit bis zu 37 Grad zeigte die Hochschule, weit über ihr Studienangebot hinaus, was sie alles zu bieten hat. 

Die Hochschule präsentierte sich als Ort für Bildung und Forschung, als Impulsgeberin für Innovation, als Arbeitgeberin, als Ort der Begegnung von Menschen und vor allem als Ort der Vielfalt. Ein Großteil der Angebote fand diesmal nicht nur auf der Campuswiese, sondern auch vor und in den Anfang Juni eingeweihten beiden Neubauten statt.

Geführte Erkundungstouren

Wer sich einen umfassenden Überblick verschaffen wollte, konnte an verschiedenen Führungen teilnehmen: über den Campus, digital per Tablet durch die Bibliothek, durch das Skills Lab der Fakultät Gesundheit und Soziales mit Kreißsaal und weiteren Simulationsräumen oder unter dem Motto „Look and Listen“ durch das Language Lab.

Laboröffnungen und Experimente: Forschung zum Erleben und Anfassen

In die Welt der Forschung eintauchen und selbst mitexperimentieren konnten die Besucherinnen und Besucher in verschiedenen Laboren und bei spannenden Experimenten.

Da gab es Industrieroboter zu bestaunen, die greifen, sich bewegen und faszinierende Aufgaben lösen, oder zu erfahren, wie moderne Software mobile Roboter und intelligente Greifarme steuert.

Außerdem gab es Einblicke in die smarte Audiosignalverarbeitung, die zeigt, wie moderne Algorithmen unseren Alltag sicherer machen. Ebenso wurden Anwendungen vorgestellt, in denen Mechanik, Elektronik und Software nahtlos zusammenwirken.

Etwas Besonderes gab es im Labor für Beschichtungstechnik zu sehen: Dort wurde anhand eines Schokokusses eindrucksvoll demonstriert, wie Vakuum- und Beschichtungstechnik funktioniert. Auch das Hochdruck-Wasserstrahlschneiden mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit faszinierte viele Gäste.

Außerdem konnten die Besucherinnen und Besucher entdecken, wie sich die Kraft der Sonne nutzen lässt. Technologien wie Solarkollektoren, Wärmepumpen und Thermografie-Kameras wurden anschaulich erklärt. Ergänzend dazu boten die Labore spannende Einblicke in moderne Methoden der Materialcharakterisierung.

Ein Publikumsmagnet war auch ein digitaler Avatar, der live durch einen manuellen Montageprozess führte und die Zukunft der Mensch‑Technik‑Interaktion greifbar machte. Ebenso wurde gezeigt, wie aus einer gebrauchten Kunststoffverpackung ein neues technisches Bauteil entsteht: Die Besucherinnen und Besucher erhielten praxisnahe Einblicke in Formgebung und Recycling.

Im Bereich Medizintechnik konnten Interessierte selbst ausprobieren, wie sich Alterungsprozesse, Augenerkrankungen oder chronisches Zittern anfühlen. Ein modernes Exoskelett demonstrierte eindrucksvoll, wie Technik menschliche Bewegungen unterstützen kann.

Und bei der Stromschatzsuche mit der Maus konnten Kinder zwischen 6 und 10 Jahren im Labor für Schaltungstechnik entdecken, wie ein Stromkreis funktioniert und was es mit natürlichen Stromquellen auf sich hat.

Zukunftsvisionen von Studierenden für den Campus

Ein Highlight war die Präsentation der Entwürfe zur World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 von Studierenden aus einem interdisziplinären Wahlfach: Im Reallabor „World Design Capital 2026 – Hochschule gestalten! Architektur für eine offene Gesellschaft“ entwickeln diese visionäre 3D-Konzepte für den Campus der TH Aschaffenburg. Am Open Campus der TH Aschaffenburg stellte eine Studierendengruppe ihre Konzepte und 3D-Modelle vor und lud zum Austausch ein.

Von der Kinder-Uni über die Promotion bis zur Gründung

Die Kinder-Uni war an diversen Stationen auf dem Campus zu finden, so dass schon Kinder ab dem Vorschulalter Forschung und Wissenschaft hautnah erleben konnten. Das Sammeln von Stempeln, das mit einer kleinen Überraschung belohnt wurde, schaffte einen zusätzlichen Anreiz für die kleinen Nachwuchsforscherinnen und -forscher.

Für Kinder, die Technik verstehen wollten, gab es darüber hinaus eine Auswahl der MINTbayU-Workshops mit spannenden Mitmach-Experimenten. 

Den Weg bis zur erfolgreichen Promotion konnten Interessierte spielerisch nachvollziehen und selbst zur Probe „durchlaufen“.

Das VentureLab, das innovative Start-Up-Konzepte fördert, bot unter dem Motto „Deine Idee ganz groß“ Mini-Coachings für Gründungsinteressierte an.

Interaktive Vorlesungen, Workshops und Infostände

Die drei Fakultäten Gesundheit und Soziales, Ingenieurwissenschaften und Informatik sowie Wirtschaft und Recht stellten ihr Studienangebot an Infoständen sowie im Rahmen von Vorträgen vor. Auch die weiteren Einrichtungen der Hochschule informierten an verschiedenen Ständen.

Spannende interaktive Vorlesungen zu politischen und gesellschaftlich aktuellen Themen wie Irankrieg oder Umweltschutz luden zum Zuhören und Mitdiskutieren ein und waren trotz der Hitze sehr gut besucht.

Das Green Office sensibilisierte mit einer Campus-Safari und dem Ermitteln des persönlichen CO2-Fußabdrucks für das Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Kleiner Campus – großer Wurf!“ zeigte das Team des Campus Miltenberg mit Leiter-Golf, dass, wer Ziel und Wurf richtig wählt, im Spiel ebenso wie im Studium Vorteile hat. Bei verschiedenen Rätseln vom Fun-Fact-Quiz zu Immobilien in Deutschland bis hin zum Escape-Rätsel rund um den „Mythos Energiewende“ am Stand des Technologietransferzentrums für Nachhaltige Energien (NETZ) durfte fleißig mitgeraten werden. In den Räumen der Fakultät Gesundheit und Soziales gab es spannende Einblicke in die Welt des Körpers und speziell rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt.

Spiel-, Sport und Mitmachprogramm auf der Campuswiese sowie Kindertheater

Ein aktives Sportangebot mit Yoga, Beachvolleyball, Torwandschießen, Tischtennis und spielerischen Sport-Challenges sorgte für Spaß und Bewegung. Besonders beliebt waren die Zorb-Balls, große aufblasbare Gummibälle, in die man hineinschlüpfen und darin auf der Wiese herumrollen konnte.

Das Kindertheater McKenna's "Märchen aus dem Koffer" begeisterte vor allem das jüngere Publikum mit dem „Froschkönig“ und der „Fischer und seiner Frau“.

Zur Stärkung zwischendurch war vom klassischen Cheeseburger bis zur veganen italienischen Burgervariante in der Mensa über Waffeln und Kuchen bis hin zum Eis für jeden Geschmack etwas dabei. Bei Gute-Laune-Musik mit Live-DJ, frisch zubereiteten Smoothies, gekühlten Getränken oder verschiedenen Kaffeespezialitäten konnten die Gäste auf dem Campus in entspannter Atmosphäre eine kleine Pause von ihrer Erkundungstour einlegen und den schönen grünen facettenreichen Campus auf sich wirken lassen. Eine willkommene Abkühlung bot bei der Hitze auch die neben der Campuswiese aufgestellte Sprühnebeldusche.

20 Jahre familiengerechte Hochschule

Im Rahmen des Open Campus feierte die Technische Hochschule Aschaffenburg ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren ist die Hochschule als „familiengerechte Hochschule“ durch die berufundfamilie Service GmbH zertifiziert und fördert somit schon seit 20 Jahren nachhaltig die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie.

Anlässlich dieses Meilensteins hatte das Team des Bereichs Gleichstellung – Familie – Vielfalt für den Open Campus ein besonderes Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Darüber hinaus machte ein Zeitstrahl deutlich, wie konsequent die TH Aschaffenburg ihre familienfreundlichen Strukturen und Angebote über zwei Jahrzehnte hinweg ausgebaut und weiterentwickelt hat.

Noch bis zum 15. Juli bewerben!

Wer beim diesjährigen Open Campus nicht dabei sein konnte und noch Fragen rund ums Studium an der TH Aschaffenburg hat, kann sich gerne an die Studienberatung wenden. 

Der Bewerbungszeitraum für die Bachelorstudiengänge läuft noch bis zum 15. Juli, für die Masterstudiengänge sind Bewerbungen noch bis zum 15. August möglich.