Springe zum Inhalt

VDE Rhein-Main ehrt Absolventin und Absolventen sowie Professoren der TH Aschaffenburg

Zwei herausragende Masterarbeiten wurden mit dem Friedrich-Dessauer-Preis ausgezeichnet. Zudem würdigte der VDE Rhein-Main zwei Professoren für ihr langjähriges Engagement in der Nachwuchsförderung.

An der Technischen Hochschule Aschaffenburg sind am Dienstagabend die diesjährigen Friedrich-Dessauer-Preise des VDE Rhein-Main verliehen worden. Ausgezeichnet wurden die Absolventin Katarin Goiri und der Absolvent Jonas Werner für ihre herausragenden Masterarbeiten im Bereich Elektro- und Informationstechnik. Beide schlossen ihr Studium mit der Bestnote 1,0 ab und fanden über ihre Masterarbeiten direkt den Einstieg in die beteiligten Unternehmen. Neben der Urkunde erhalten sie ein Preisgeld in Höhe von je 500 Euro.

Darüber hinaus ehrte der VDE Rhein-Main in diesem Jahr die TH-Professoren Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler und Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes für ihr langjähriges Engagement in der Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses.

Zur Preisverleihung begrüßte TH-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth zahlreiche Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Verbandswesen, darunter Prof. Rolf Bergbauer, Geschäftsführer des VDE Rhein-Main, und Dr. Stephan Dessauer, Neffe des Namensgebers Friedrich Dessauer.

Enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie

  • Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH Aschaffenburg

  • Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter, Professor an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik

  • Prof. Rolf Bergbauer, Geschäftsführer des VDE Rhein-Main

Die Verleihung der Friedrich-Dessauer-Preise wurde bereits zum 13. Mal von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter initiiert und organisiert. Seit 2014 hat der VDE Rhein-Main insgesamt 35 Absolventinnen und Absolventen mit dem Preis geehrt. 

In seinem einleitenden Vortrag hob Teigelkötter die enge Zusammenarbeit zwischen der TH Aschaffenburg und dem VDE Rhein-Main hervor. Diese Partnerschaft stärke den Wissens- und Technologietransfer in der Region und fördere den Austausch zwischen Hochschule und Industrie. 

Ein besonderes Augenmerk legte er auf den praxisorientierten Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik: Die projektorientierten Masterarbeiten entstünden in Kooperation mit regionalen Unternehmen. Sie ermöglichten den Studierenden frühzeitig Einblicke in industrielle Entwicklungsprozesse und erleichterten den direkten Berufseinstieg. Genau diese Verbindung von wissenschaftlicher Ausbildung und praktischer Anwendung werde mit dem Friedrich-Dessauer-Preis gewürdigt.

Ein Preis mit historischem Vorbild

Prof. Rolf Bergbauer stellte anschließend die Bedeutung des Friedrich-Dessauer-Preises vor. Der Namensgeber Friedrich Dessauer gelte als Pionier der Röntgenphysik und Biophysik und prägte die technische Weiterentwicklung von Röntgengeräten entscheidend mit. Seine Arbeit stehe bis heute für die Verbindung von wissenschaftlicher Innovation, gesellschaftlicher Verantwortung und regionaler Verbundenheit, und er unterstreiche daher als Namensgeber das Selbstverständnis des Preises.

Auszeichnung für innovative Masterarbeiten

  • Katarin Goiri

  • Prof. Rolf Bergbauer und Katarin Goiri bei der Preisverleihung

  • Jonas Werner

  • Prof. Rolf Bergbauer und Jonas Werner bei der Preisverleihung

Mit dem Friedrich-Dessauer-Preis wurden in diesem Jahr Katarin Goiri und Jonas Werner ausgezeichnet, denen Prof. Bergbauer die Urkunden überreichte.

Katarin Goiri entwickelte in ihrer Masterarbeit „Embedded Prozessoren für industrielle IoT-Anwendungen“ ein IoT-Gateway für die Nahwärmeversorgung. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit der Othermo GmbH unter Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler.

Jonas Werner beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der „Entwicklung und Erprobung einer intelligenten Überstrom-Abschalteinrichtung für den Einsatz in Hochleistungsbatterien“. Gemeinsam mit Joyson Safety Systems entwickelte er eine Sicherheitslösung für Elektrofahrzeuge und stationäre Speichersysteme. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter.

Beide konnten durch ihre Projekte direkt in die Partnerunternehmen einsteigen und arbeiten heute in deren Entwicklungsabteilungen. 

Ehrung für besonderes Engagement in der Nachwuchsförderung

  • Prof. Rolf Bergbauer und Prof. Dr.-Ing Ulrich Bochtler

  • Prof. Rolf Bergbauer und Prof. Dr.-Ing Hinrich Mewes

Neben der Preisverleihung ehrte der VDE Rhein-Main in diesem Jahr auch zwei Professoren der TH Aschaffenburg.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler wurde für seinen Einsatz für die Ferien-Uni, bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche sowie für Projekte zur Qualifizierung von Geflüchteten im Bereich erneuerbare Energien ausgezeichnet. In seiner Laudatio betonte Prof. Bergbauer, Bochtlers Arbeit verkörpere in besonderer Weise technische Exzellenz, gesellschaftliche Verantwortung und die Weitergabe von Wissen an die nächste Generation.

Auch Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes erhielt eine Ehrung für seine vielfältigen Initiativen zur Förderung junger Menschen im MINT-Bereich. Dazu zählen unter anderem die Schülerakademie SANTO, das Bildungsprojekt MINTbayU sowie zahlreiche Kinderuni- und Workshopangebote. In der Laudatio hob Prof. Bergbauer hervor, dass Mewes über viele Jahre Brücken zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen gebaut und damit die Region nachhaltig gestärkt habe.

Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Get-together der Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Verbandswesen und unterstrich erneut die enge Verbindung von Wissenschaft, Praxis und Nachwuchsförderung am Bayerischen Untermain.

Hintergrundinformationen

Der Friedrich-Dessauer-Stiftungspreis wird jährlich durch den Vorstand des VDE Rhein-Main zur Förderung von Absolventinnen und Absolventen in den Fachbereichen Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik an ausgesuchten Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet verliehen.

Der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) Bezirksverein Rhein-Main ist ein gemeinnütziger technisch-wissenschaftlicher Verein, bei dem Preise und Ehrungen ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung sind. Mit diesen Auszeichnungen möchte der VDE hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkennen, den Nachwuchs motivieren und die gesellschaftliche Bedeutung ingenieurwissenschaftlicher Arbeit in den Blickpunkt rücken. 

Titelbild: V. l. n. r.: Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes, Katarin Goiri, Jonas Werner, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler, Dr. Stephan Dessauer, Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter