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Zwei neue Gebäude an der TH Aschaffenburg eingeweiht

Drei Frauen und vier Männer stehen im Hörsaal, zwei der Männer halten große Schlüssel in der Hand

Gemeinsam mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten, dem Wissenschaftsminister und der Gesundheitsministerin feierte die Technische Hochschule die Eröffnung der Neubauten „Infrastruktur und Digitales“ und „Nachhaltigkeit“.

Schon lange litt die Hochschule mit ihren inzwischen mehr als 4.000 Studierenden unter Platzmangel. Mit zusätzlich rund 6.000 Quadratmetern konnte durch die beiden neuen Gebäude die vorhandene Fläche auf dem TH-Campus in der Würzburger Straße um etwa ein Drittel erweitert werden. Zum Wintersemester 2025/26 hatte die TH AB die 2019 unter der Leitung des Staatlichen Bauamtes Aschaffenburg begonnenen beiden neuen Bauten, in die der Freistaat Bayern rund 62 Millionen Euro investiert hat, in Betrieb genommen. 

  • Acht Personen stehen vor dem Neubau hinter einem blauen Band, fünf von ihnen haben Scheren in der Hand

    Beim Durchschneiden des blauen Bandes zur Gebäudeeröffnung (v. l. n. r.): Dr. Alexander Legler, Andrea Lindholz, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Markus Blume, Dr. Markus Söder, Judith Gerlach, Markus Schlemmer und Prof. Dr. Winfried Bausback

  • Beim Durchschneiden des blauen Bandes zur Gebäudeeröffnung (v. l. n. r.): Dr. Alexander Legler, Andrea Lindholz, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Markus Blume, Dr. Markus Söder, Judith Gerlach, Markus Schlemmer und Prof. Dr. Winfried Bausback

Mit dem gemeinsamen Durchschneiden eines blauen Bandes eröffneten der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Markus Blume, Staatminister für Wissenschaft und Kunst, zusammen mit Judith Gerlach, der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, und dem Aschaffenburger Oberbürgermeister Markus Schlemmer, die Gebäude am 8. Juni 2026 offiziell. Anschließend folgte im Rahmen der Einweihungsfeier mit über 200 geladenen Gästen im größten Hörsaal der Neubauten eine symbolische Schlüsselübergabe an die Hochschulleitung.

Mit dem Neubau „Infrastruktur und Digitales“ (Gebäude 48) und dem Neubau „Nachhaltigkeit“ (Gebäude 49) werden zukunftsweisende, aktuelle Themen adressiert.

Lern- und Arbeitsräume für über 1.300 Personen

Mit Gebäude 48 wird die Hochschulinfrastruktur für die digitale Transformation gestärkt. Lern- und Arbeitsräume für ca. 650 Personen haben dort ihren Platz. Es verfügt über 31 Büros und 16 Labor-, Seminar- und Besprechungsräume sowie einen Serverraum.

In diesem Neubau mit dem Schwerpunkt „Infrastruktur und Digitales“ sind auf über 3.000 Quadratmetern zentrale Verwaltungseinheiten untergebracht, wie der Technische Betrieb und der IT-Service. Darüber hinaus befinden sich dort beispielsweise das Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz und das Sprachenzentrum, das Labor für Wirtschaftsinformatik, die media.Labs u. a. für Fotografie und virtuelle Produktion sowie Büros von Professorinnen und Professoren. Der IT-Service empfängt dort Studierende mit einem offenen Helpdesk.

In Gebäude 49 stehen auf ebenfalls rund 3.000 Quadratmetern Lern- und Arbeitsplätze für mehr als 700 Personen zur Verfügung. Die Räumlichkeiten verteilen sich auf 16 Büros, 12 Labore, drei Praktikumsräume und Seminarräume, einen Hörsaal für 150 Personen, zwei Hörsäle für 70 Personen sowie drei Werkstätten. In diesem Neubau mit dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ befinden sich Labore und Büros von Professorinnen und Professoren mit Bezug zu Materialwissenschaften und erneuerbaren Energien, das Zentrum Naturwissenschaften sowie große Hörsäle, die fakultätsübergreifend genutzt werden.

  • Prof. Dr. Eva Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH Aschaffenburg

Wertvolle Investition in die Region

„Wir feiern heute Flächen für Studierende. Wir feiern Flächen für Labore, Forschung und Innovation“, freut sich TH-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth.

Die Investition in die Hochschule ist ein kraftvoller Impuls für die wirtschaftliche Zukunft der Region. Es sind Flächen für Generationen, denn wenn der Freistaat Bayern baut, hat das Qualität.

Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH Aschaffenburg

  • Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

Wie wichtig diese Investition für den Freistaat Bayern ist, hebt auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder in seiner Festrede hervor: 

 

Mit einer Investition von 62 Millionen Euro schaffen wir beste Voraussetzungen für Lehre, Forschung und die Ausbildung der Fachkräfte der Zukunft.

Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

„Die Welt verändert sich rasant. Klar ist: Wer nur nachdenkt, aber nicht handelt, wird nichts verändern. Deshalb investieren wir konsequent in Wissenschaft, Forschung und Innovation – seit 2018 mit der Hightech Agenda Bayern etwa sechs Mrd. Euro in Technologien wie KI, Robotik sowie Luft- und Raumfahrt“, so Söder weiter. „Mit Technischen Hochschulen, Technologietransferzentren in allen Regierungsbezirken und einer starken Forschungslandschaft schaffen wir die Grundlage für die Innovationen von morgen. Bayern liegt heute schon ganz vorne bei Start-ups in Deutschland sowie bei den leistungsfähigsten Supercomputern. Nur so können wir im internationalen Wettbewerb bestehen, Zukunft gestalten, Wohlstand sichern und unsere Demokratie stärken. Herzlichen Dank allen, die dabei mitmachen!“

  • Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Für den Bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume markiert diese Eröffnung von gleich zwei Neubauten den „Aufbruch in eine neue akademische Ära in Aschaffenburg“. Mit der Investition an der TH Aschaffenburg führe das Land Bayern Strukturen zusammen und schaffe beste Bedingungen für Lehre und Forschung. „Die neuen Campusgebäude bündeln die Megathemen unserer Zeit – KI und Energie“, so Blume. Die TH Aschaffenburg sei „eine kleine, aber besonders feine Hochschule“, betont der Minister. Ihr Pfeil zeige permanent nach oben. 

Sie ist DER Innovationsmotor am Untermain – eine der erfolgreichsten Gründerhochschulen in Deutschland und ein starker Transferpartner für die Unternehmen in der Region. Starke Hochschulen bedeuten starke Regionen – die TH Aschaffenburg überzeugt mit Hightech in der Heimat.

Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

  • Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention

Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte in ihrem Grußwort, dass die Akademisierung der Hebammenausbildung und der neue Studiengang Physician Assistant zeigten, wie in Aschaffenburg medizinischer Fortschritt, Versorgungsqualität und attraktive Karrierewege sinnvoll miteinander verbunden würden. „Heute studieren hier deutlich mehr junge Menschen in Gesundheitsberufen als noch vor wenigen Jahren – ein klarer Beleg dafür, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, findet Judith Gerlach.

Die TH Aschaffenburg steht beispielhaft für den erfolgreichen Ausbau moderner Gesundheitsstudiengänge in Bayern.[…] Mit den neuen Gebäuden schafft die Hochschule ein Umfeld, in dem junge Menschen optimale Bedingungen für Ausbildung, Studium und Praxisnähe finden.

Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention

  • Markus Schlemmer, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg

Der Aschaffenburger Oberbürgermeister Markus Schlemmer rückte in seinem Grußwort die enge Verbindung der Entwicklung der Hochschule und die Entwicklung der Stadt Aschaffenburg in den Blick.

Die Hochschule zieht junge Menschen an und hilft dabei, sie in unserer Stadt und in der Region zu halten. Das ist ein unschätzbarer Beitrag gegen Fachkräftemangel und für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.

Markus Schlemmer, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg

Die Stadt wisse, was sie an ihrer Hochschule habe und wolle, dass sie weiterwachsen könne. „Wir brauchen die TH Aschaffenburg als Ausbildungsstätte, Innovationsmotor, Partnerin der Wirtschaft und Ort des positiven, zukunftsgerichteten Denkens“, so Schlemmer.

  • Sonus Saxophonquartett

Namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter den Gästen

An der feierlichen Einweihung nahmen neben Mitgliedern der Hochschule zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil, darunter die Vizepräsidentin und Abgeordnete des deutschen Bundestages Andrea Lindholz. Außerdem gehörten als Mitglieder des Bayerischen Landtags Prof. Dr. Winfried Bausback, Martina Fehlner, Patrick Friedl und Martin Stock zu den geladenen Gästen.

Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer aus der Regierung von Unterfranken und der Bereichsleiter Planung und Bau Roman Zirngibl waren ebenfalls anwesend.

Aus der Region waren der Landrat des Landkreises Aschaffenburg, Dr. Alexander Legler, der stellvertretende Landrat des Landkreises Miltenberg, Ralf Reichwein, sowie neben dem Aschaffenburger Oberbürgermeister Markus Schlemmer auch Bürgermeisterin Jessica Euler, Bürgermeister Eric Leiderer, der 1. Bürgermeister der Stadt Alzenau, Stephan Noll, sowie weitere Bürgermeister vertreten.

  • Jessica Euler, Markus Schlemmer, Karsten Klein, Winfried Bausback und Markus Blume bei der Führung durch die Neubauten im von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielmann (rechts) geleiteten BioMems Labor

  • Prof. Dr. Dirk Pietruschka stellt bei der Gebäudeführung das Projekt GreenCamp4City vor, für das ein Förderantrag gestellt wurde.

Im Anschluss an den Festakt gab es die Möglichkeit, an Führungen durch die neuen Räumlichkeiten teilzunehmen und bei einem Get-together miteinander ins Gespräch zu kommen.

Durch die Veranstaltung zur Gebäudeeinweihung führte Katrin Küx als Moderatorin. Für die musikalische Umrahmung sorgten das Sonus Saxophonquartett sowie die Schulband des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Aschaffenburg.

Finanziell unterstützt wurde die Feier vom Förderverein der TH Aschaffenburg. 

Bild ganz oben: Bei der Schlüsselübergabe (v. l. n. r.) Prof. Dr. Ivo Schäfer, Dr. Heide Klug, Markus Blume, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Dr. Markus Söder, Judith Gerlach und Prof. Dr.-Ing. Jens Elsebach

Open Campus der TH Aschaffenburg

Wer sich selbst vor Ort ein Bild von den Neubauten und der Hochschule machen will, hat beim Open Campus am 20. Juni von 12 bis 17 Uhr die Gelegenheit dazu. An diesem Tag wartet ein buntes Programm für Groß und Klein auf die Besucherinnen und Besucher.