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Visionen für den Campus von morgen

Drei Studierende sitzen an einem kleinen Tisch in einem modernen Aufenthaltsraum und arbeiten gemeinsam an Laptops.

Im Reallabor „World Design Capital 2026 – Hochschule gestalten! Architektur für eine offene Gesellschaft“ entwickeln Studierende visionäre 3D-Konzepte für den Campus der TH Aschaffenburg.

Nora Schafmeister, Amelie Deckert und Alexandra Koch studieren im 4. Semester Multimediale Kommunikation und Dokumentation, kurz MKD, an der TH Aschaffenburg. Sie haben sich als Team im Rahmen des Wahlpflichtfachs „World Design Capital 2026 – Hochschule gestalten! Architektur für eine offene Gesellschaft“ zusammengefunden, welches im Sommersemester 2026 angeboten wird. Das Wahlpflichtfach, kombiniert mit dem Modul aus dem 6. Semester „Multimediale Dokumentation – Praxisübung“, ist gleichzeitig bewusst studiengangsübergreifend geöffnet und schafft so Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Hochschule.

Lernen im Reallabor

Die Drohne der Hochschule zieht langsam ihre Kreise über das Campusgelände. Die Studentinnen Nora, Amelie und Alexandra stehen gemeinsam auf dem Gelände und verfolgen aufmerksam, wie die Kameradrohne über Wege, Gebäude und Freiflächen gleitet. Immer wieder bleiben ihre Blicke an den Aufnahmen hängen, die später Teil ihres eigenen Videomaterials werden sollen.

Zwischen Skizzen, digitalen 3D-Modellen und intensiven Diskussionen entwickeln Nora, Amelie und Alexandra gemeinsam Visionen für die bauliche Zukunft der TH Aschaffenburg. Dabei geht es nicht nur um fiktive Szenarien, sondern um die weitere Entwicklung der Hochschule: einen Neubau auf dem letzten freien Baufeld des Campus sowie visionär einen Hightech Innovation Campus.

Wir werden als Studierende ernst genommen. Unsere Ideen und Wünsche verschwinden nicht in einer Schublade, sondern können in echte Planungsprozesse einfließen. Und wir sehen das Gelände, arbeiten mit Drohnenaufnahmen sowie Modellen. Zudem sind wir im Austausch mit Architekturbüros und Organisationseinheiten der Hochschule wie dem Green Office und dem IT-Service – das hebt das Reallabor auf ein ganz anderes Niveau von Praxisnähe.

Alexandra Koch

  • Große Gruppe von etwa 30 Personen steht in einer Reihe vor einer modernen Glasfassade eines Hochschulgebäudes.

    Kick-off-Termin der TH AB mit Amt für Stadtplanung und Klimamanagement der Stadt sowie dem Staatlichen Bauamt

  • Drei Studentinnen sitzen an einem Tisch in einem modernen Aufenthaltsraum und arbeiten am Laptop.

    Alexandra, Amelie und Nora im studentischen Aufenthaltsraum

  • Zwei Studierende sitzen in einem Seminar an einem Tisch und arbeiten an einem Laptop und handschriftlichen Notizen; auf dem Tisch stehen ein Kaffeebecher und ein Notizbuch.

    Nora und Alexandra im Seminarraum

Alexandra hat das Wahlpflichtfach gewählt, weil sie wissen wollte, wie Hochschularchitektur entsteht. Zudem hat sie von Anfang an begeistert, dass das Wahlfach Kreativität, Zukunftsdenken und echte Verantwortung verbindet. Nora hat es gereizt, eigene Ideen und Vorstellungen in das Projekt einfließen zu lassen. Sehr wertvoll findet sie dabei die Impulse und Denkanstöße, die den Studierenden durch die verschiedenen Vorträge mitgegeben wurden – Praxisimpulse, die den Reallabor-Charakter ausmachen und Perspektiven von außen einholen. 

Die eigentliche Aufgabenstellung wurde vom Amt für Stadtplanung und Klimamanagement der Stadt Aschaffenburg und dem Staatlichen Bauamt Aschaffenburg mit definiert. Die wöchentlichen Workshops wurden durch externe Praxisimpulse von G.S. Architektur Wiesbaden, dem Amt für Stadtplanung und Klimamanagement und den Baufirmen FingerHaus Objektbau und Dreßler Bau GmbH bereichert. Hochschulinterne Einheiten wie das Green Office und der IT- Service haben ihre Anforderungen an zukünftige Hochschulgebäude verdeutlicht.

  • Gruppe von 15 Personen steht nebeneinander auf einem asphaltierten Platz im Außenbereich; im Hintergrund befinden sich grüne Bäume und Sträucher.

    Studierende mit Daniel Altemeyer-Bartscher, Annika Georg und Tina Franz vom Amt für Stadtplanung und Klimamanagement sowie Professor Elsebach vor dem potenziellen Baufeld

  • Ein Mann präsentiert vor einer projizierten Luftaufnahme eines Gebiets und zeigt mit ausgestrecktem Arm auf markierte Bereiche; auf der Leinwand sind Waldflächen, Gebäude und geplante Strukturen erkennbar.

    Impulsvortrag, Jan Spork von grabowski.spork architektur GmbH

  • Gruppe von etwa 15 Personen steht in einem Vorlesungsraum vor einer projizierten Präsentationsfolie mit der Überschrift „FINGERHAUS Objekt- und Wohnungsbau“; im Hintergrund ist eine Visualisierung eines Gebäudekomplexes zu sehen.

    Impulsvortrag, Marc Heller und Matthias Scholl von Fingerhaus Objektbau

  • Gruppe von etwa 20 Personen steht in einem Seminarraum vor einer großen Projektionsfläche mit blauem Hintergrund und der Aufschrift „Das Beste entsteht gemeinsam“ sowie einem Firmenlogo von „Dressler Bau“.

    Impulsvortrag, Frank Zschippig und Marcel Lang von Dreßler Bau GmbH

Während der Projektarbeit erleben die Studentinnen viele Aha-Momente. Alexandra erzählt, dass gerade der interdisziplinäre Austausch in den Workshops im Nachgang der Impulsvorträge ihren Blick deutlich geweitet hat. Plötzlich denkt man nicht mehr nur aus der eigenen Fachrichtung heraus, sondern verbindet Technik, Gestaltung, Psychologie und Nachhaltigkeit zu etwas Größerem. Des Weiteren beschreibt sie, dass sich genau darin zeigt, was den Studiengang MKD ausmacht: diese interdisziplinäre Perspektive, die über einzelne Disziplinen hinausgeht. Sie hat ihre Ideen nicht nur kreativer werden lassen, sondern sie auch spürbar näher an die Realität gebracht.

  • Zwei Studentinnen gehen nebeneinander auf dem grünen Campus an der Bibliothek vorbei. Eine Person hält einen Kaffeebecher und ein Notizbuch, die andere einen Laptop. An der Gebäudewand wachsen blühende Kletterpflanzen und grüne Sträucher.

    Alexandra und Nora an der Bibliothek

  • Drei Personen sitzen im Außenbereich auf gestuften Steinblöcken in einem Hochschulgarten und betrachten gemeinsam Inhalte in einem Notizbuch; im Hintergrund sind Bäume, ein Gewächshaus und ein Sonnenschirm zu sehen.

    Amelie und Nora im Austausch mit Andreas Rüthlein, Klimaschutzmanager der TH AB, am Urban Garden

World Design Capital 2026 – Gemeinsam Zukunft gestalten

Nora beschreibt, dass sie die Aufgabenstellung insgesamt extrem spannend findet. Insbesondere auch die Aussicht, ihre Entwürfe später potenziell im WDC-Hub im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt präsentieren zu können.

Die World Design Capital, kurz WDC, ist ein internationales Programm der World Design Organization, das alle zwei Jahre Städte oder Regionen auszeichnet, die Design gezielt einsetzen, um gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Entwicklungen voranzutreiben. Unter dem Leitmotiv „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ wird die Region Frankfurt RheinMain 2026 zur internationalen Bühne für designbasierte Stadt- und Zukunftsfragen. Die WDC 2026 schafft Räume für Austausch, Mitgestaltung und neue Ideen. Hier können Menschen aktiv etwas bewegen und die Zukunft mitgestalten. 

Ein zentraler Ort dieses Programms ist der WDC-Hub im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, der als Ausstellungs- und Austauschplattform für Projekte, Veranstaltungen und Diskurse im Rahmen des Formats „WDC-Campus“ dient. Hier könnten auch studentische Arbeiten aus dem Reallabor sichtbar werden – als Teil eines größeren Dialogs über die Zukunft von Stadt, Hochschule und Gesellschaft.

Die Ziele von World Design Capital – Demokratie leben, Austausch, gemeinsam über Design sprechen und Öffentlichkeit einbinden – haben mir sehr gut gefallen und parallel dazu hatte ich die Aufgabe, mich in meiner neuen Position mit den (potenziellen) Baufeldern der Hochschule intensiver zu beschäftigen. Da war es mir wichtig, die Studierendenperspektive einzubinden. Und in diesem Fall ist es menschzentrierte Gestaltung für Studierende von Studierenden und ein Reallabor an der eigenen Hochschule geworden.

Prof. Dr.-Ing. Jens Elsebach, Vizepräsident für Forschung, Transfer und bauliche Entwicklung

  • Zwei Professoren stehen im Innenraum vor einer Projektionsfläche und sind in ein Gespräch eingebunden; im Vordergrund ist am unteren Bildrand eine weitere Person teilweise sichtbar.

    Prof. Dr.-Ing. Jens Elsebach und Prof. Dr. Raphael Roßmann

  • Mehrere Studierende sitzen in einem Seminarraum an Tischen mit Laptops und blicken in Richtung einer präsentierenden Person im Vordergrund.

Design geht weit über Ästhetik hinaus: Es eröffnet neue Wege, Herausforderungen zu begegnen, Menschen zusammenzubringen und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Als Vision soll der Hightech Innovation Campus zukünftig angewandte Forschung, Transfer, Gründung und Lehre unter einem Dach vernetzen und somit offene Räume für Forschende, Unternehmen und weitere Partner aus Wirtschaft und Industrie schaffen. Durch digitale Technologien und die enge Anbindung an die Forschungslabore der TH Aschaffenburg werden Innovationen sichtbar, Kooperationen gefördert und Studierende frühzeitig in zukunftsweisende Projekte eingebunden.

Mehr als nur Architektur

Genau hier setzt die Arbeit von Nora, Amelie und Alexandra an. Für das Wahlpflichtfach gestalten sie ein visionäres 3D-Konzept eines Hightech Innovation Campus. Der interdisziplinäre Charakter des Kurses fördert dabei den Austausch mit anderen Gruppen, die parallel Konzepte für das Gebäude der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik entwickeln.

Am Anfang stand die Frage, wie sich das Leitbild der TH Aschaffenburg in Architektur übersetzen lässt. Dafür analysierten die Studierenden sowohl das Leitbild als auch den Standort und entwickelten daraus ihre Vision einer offenen, partizipativen Hochschule. Anschließend wurde es ganz praktisch: In Gesprächen mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern des Hightech Innovation Campus sammelten sie Anforderungen für Büros, Meetingräume und gemeinsame Arbeits- und Laborflächen. Dabei ging es weit mehr als um Raumgrößen oder Ausstattungsdetails, sondern auch um Arbeitsweisen, Kommunikationsbedürfnisse und zukünftige Nutzungsszenarien. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten schließlich die Grundlage für die Entwicklung erster Raumkonzepte und Grundrisse der einzelnen Etagen.

  • Zwei Studentinnen sitzen an einem Tisch und betrachten gemeinsam ein Tablet, auf dem eine 3D-Visualisierung eines Gebäudekomplexes mit Innenhof angezeigt wird; eine Person zeigt mit dem Finger auf das Modell, während auf dem Tisch ein Kaffeebecher, ein Notizbuch und ein Stift liegen.

    Amelie und Nora arbeiten mit Autodesk Revit

  • Mehrere Studierende sitzen gemeinsam an einem runden Tisch und arbeiten an offenen Laptops; auf dem Tisch stehen ein Getränkebecher und Unterlagen, während im Hintergrund ein auf einer Staffelei platziertes Bild sowie helle Wände und Fenster den Raum ergänzen.
  • Studentin sitzt an einem Tisch und arbeitet an einem Laptop, auf dessen Bildschirm grafische Darstellungen zu sehen sind; im Hintergrund befinden sich weitere Personen mit Laptop.

Dabei lernten die Studentinnen schnell, dass gute Architektur weit mehr bedeutet als ansprechendes Design. Flurbreiten, Brandabschnitte und Treppenhäuser wurden plötzlich zu wichtigen Themen. Aspekte, die im Hochschulalltag meist unsichtbar bleiben. „Wenn man täglich durch die Hochschule läuft, macht man sich darüber eigentlich keine Gedanken“, erzählen sie. Genau dieser Blick hinter die Kulissen machte das Projekt für sie besonders spannend.

Wir sind das Projekt mit verschiedenen Inspirationen aus bestehenden Gebäuden und Umfragen angegangen, um herauszufinden, welche Wünsche und Bedürfnisse die Zielgruppe tatsächlich hat. Dabei ist aufgefallen, wie viele unterschiedliche Aspekte bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Bei Ideen wie einer Dachterrasse mussten wir auch berücksichtigen, dass dort Platz für PV-Anlagen benötigt wird, wodurch wir gemeinsam an einer Lösung gearbeitet haben, die beide Aspekte verbindet, sodass sowohl PV-Anlagen als auch eine nutzbare Dachterrasse realisiert werden können.

Amelie Deckert

in den Campus und das städtische Umfeld. Dabei setzen sich die Studierenden mit Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung sowie mit klimafreundlichen Bau- und Nutzungskonzepten auseinander. Nora, Amelie und Alexandra denken den Campus als lebendigen Ort, der Mensch, Technologie und Nachhaltigkeit verbindet. So entstehen Ideen für begrünte Fassaden, die das Mikroklima verbessern, mobile Gärten für mehr Biodiversität oder intelligente Systeme, die sich flexibel an Nutzung und Temperatur anpassen. Besonders spannend finden sie Konzepte, die Nachhaltigkeit erlebbar machen – etwa Kinetik-Platten, die durch Schritte Energie erzeugen, oder Mooswände, die Feinstaub binden. „Je tiefer wir in das Projekt eintauchen, desto mehr merken wir, wie viele Möglichkeiten es gibt, Architektur mit Umwelt und Alltag zu verbinden. Vieles ist realisierbar und kann in die reale Planung einfließen. Unrealistisch ist nur, was nicht durchdacht ist“, erzählen sie. Genau dieses Zusammenspiel aus technischen Lösungen, kreativen Ideen und den Bedürfnissen der Menschen macht für sie den Reiz des Projekts aus. So entsteht Schritt für Schritt ihre Vision eines Campus, der nicht nur nachhaltig und innovativ ist, sondern vor allem gerne genutzt wird.

  • Vorlesungsraum mit mehreren Studierenden, die an Tischen sitzen. Auf einer großen Leinwand ist eine 3D-Visualisierung eines Gebäudekomplexes zu sehen.

    Lehrbeauftragter Marc Wohlfahrt und Studierende

  • 3D-Visualisierung eines Gebäudekomplexes in U-Form mit begrüntem Innenhof und schematisch angedeutete umliegende Gebäude schematisch.

    Visualisierung von Marc Wohlfahrt

  • Mehrere Studierende sitzen an Tischen in einem hellen Vorlesungsraum und arbeiten mit Laptops, während sie aufmerksam in Richtung einer Präsentation blicken.

Weiter erzählt die Gruppe: „Unsere Ideen entstehen vor allem dadurch, dass wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.“ In der Weiterführung ihrer Überlegungen diskutieren sie intensiv, wie Farben, Materialien und Licht das Wohlbefinden beeinflussen können. Gerade aktuelle Trends wie die sogenannten Dopamin-Farben zeigen für sie, wie stark Gestaltung auf Stimmung, Motivation und das Arbeitsklima wirkt.

Zudem nennen sie als Beweggrund, dass sich die Lehre verändert – weg vom reinen Frontalunterricht hin zu mehr Miteinander und flexibler Projektarbeit. Genau diese Entwicklung sollen auch die Gebäudevisionen unterstützen. Die Gruppe hebt hervor, wie wertvoll die Arbeit im Reallabor für sie ist: nicht nur zuzusehen, sondern aktiv am Wandel beteiligt zu sein.

Freiraum im Digitalen

Die Studentinnen befinden sich derzeit noch mitten in der Projektausarbeitung. Der Digital Twin und die iterative Prozessentwicklung sind dabei Teil der Gesamtaufgabe: Das 3D-Modell ist ein zentraler Bestandteil der Abgabe und soll die räumliche Struktur, Nutzung und Entwurfsidee nachvollziehbar vermitteln. Für die Entwicklung, Simulation und Kommunikation ihres Entwurfs arbeiten sie mit Autodesk Revit, einer Software für Building Information Modeling. Schon früh wird deutlich, wie viel gestalterischen Spielraum der digitale Entwurfsprozess eröffnet.

Wenn man in einer Software wie Revit mit so vielen Freiheiten plant, entwirft man natürlich erst einmal das absolute Traumgebäude. Allein von den Kosten her wäre unser Entwurf in der Realität wohl unbezahlbar. In diesem Modul können wir jedoch auf Kompromisse verzichten, die man in der Praxis sofort eingehen müsste. Dennoch halte ich viele der kleineren Aspekte für absolut umsetzbar und auch sinnvoll: Fassadenbegrünung zum Beispiel, weniger versiegelte Flächen sowie mehr Schatten durch Bäume und bewachsene Pergolas, eine begehbare Dachterrasse.

Nora Schafmeister

Als nächster Schritt stehen Präsentation und Dokumentation im Mittelpunkt. Die Studierenden bereiten ihren Entwurf mit geeigneten Medien verständlich auf, präsentieren ihn und evaluieren ihn im weiteren Verlauf. Bestandteil der Abgabe ist ein konsistenter architektonischer Entwurf, der zugleich auf der von den Studierenden erstellten Website veröffentlicht wird. Dazu gehören ein städtebaulicher Lageplan, Grundrisse, Schnitte und Ansichten, die die räumliche Organisation, Nutzung und Entwurfsidee nachvollziehbar vermitteln. Abgerundet wird die Dokumentation durch eine kurze Erläuterung von Konzept, Leitidee und Strategien.
Die Abschlusspräsentation bietet den Studierenden noch einmal die Möglichkeit, die eigene Denkweise zu reflektieren und neue Inspirationen mitzunehmen. Da sich die Gruppen für die Bearbeitung zwischen zwei unterschiedlichen Neubauprojekten entscheiden konnten, entsteht im Austausch eine besonders spannende Perspektive: Nora, Amelie und Alexandra kamen bereits während der aktuellen Projektphase mit einer anderen Studierenden ins Gespräch.

  • Drei Studentinnen sitzen gemeinsam an einem Holztisch im Campus-Café und arbeiten an einem Laptop.

    Jana, Nora und Alexandra im Campus-Café

Jana Bergmann studiert im 6. Semester Multimediale Kommunikation und Dokumentation. Das Modul „Multimediale Dokumentation – Praxisübung“ wurde bewusst mit dem Wahlfach kombiniert, um Erfahrungen untereinander auszutauschen. Jana arbeitet mit ihrer Gruppe an einem 3D-Konzept für das Gebäude, welches mehrere Studiengänge unter einem Dach beherbergen könnte. Sie und ihre Gruppe tauschen sich regelmäßig mit Nora, Amelie und Alexandra aus. Im Dialog wurde deutlich, dass trotz unterschiedlicher Nutzergruppen viele grundlegende Themen ähnlich bleiben – etwa Anforderungen an Brandschutz, Erschließung oder technische Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bringen die jeweiligen Gebäude ganz eigene Herausforderungen mit sich, die den Blick erweitern und den Austausch besonders wertvoll machen. Aus den Gesprächen nahmen sie beispielsweise neue Impulse mit, etwa die Vorstellung von Lernräumen, in denen flexibel zwischen analogem Notizbuch, digitalem Whiteboard und Prototyping gewechselt werden kann. Gerade für Studiengänge wie Software Design und Medical Engineering and Data Science wird deutlich, wie wichtig Räume sind, die digital denken und zugleich den menschlichen Austausch in den Mittelpunkt stellen.

Nicht jede Idee wird eins zu eins realisiert werden können, aber vielleicht können wir Impulse für zukünftige Entwicklungen geben.

Jana Bergmann

Am Open Campus der TH Aschaffenburg am 20. Juni stellen die Studierenden ihre Konzepte und 3D-Modelle vor und laden bewusst zum Austausch ein – ganz im Sinne einer menschzentrierten Gestaltung, die darauf ausgerichtet ist, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam Ideen für die Zukunft weiterzudenken.

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