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Vom Studium zur Promotion mit Bestnote

David Sommer begann sein Studium an der TH Aschaffenburg mit dem Wunsch nach einer praxisorientierten ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung. Aufeinander aufbauende Forschungsprojekte führten ihn zu einer fachlichen Spezialisierung und schließlich zur Promotion mit summa cum laude.

Als David Sommer 2016 sein Bachelorstudium der Elektro- und Informationstechnik an der TH Aschaffenburg begann, war eine wissenschaftliche Karriere zunächst nicht sein erklärtes Ziel. Heute, zehn Jahre später, hat er nicht nur seinen Bachelor- und Masterabschluss in der Tasche, sondern auch seine Promotion mit summa cum laude abgeschlossen. 

Seine Geschichte zeigt, welche wissenschaftlichen Perspektiven sich Studierenden an der TH Aschaffenburg eröffnen können: Aus einem fachlichen Interesse können Forschungsprojekte entstehen, aus ersten wissenschaftlichen Arbeiten eigene Forschungsschwerpunkte und Kooperationen und zunehmend anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeiten. Bei David Sommer führte dieser Weg schließlich zur Promotion. 

„Der Abschluss der Promotion markiert einen großen Meilenstein in meiner akademischen Laufbahn, den ich so zu Beginn meines Studiums nicht für möglich gehalten hätte“, sagt David Sommer. 

„Die TH Aschaffenburg hat mir die Möglichkeit gegeben, mich fachlich kontinuierlich weiterzuentwickeln und schließlich zu promovieren.“

David Sommer

Vom Studium zur Promotion

Seinen akademischen Weg begann David mit dem Bachelorstudium Elektro- und Informationstechnik an der TH Aschaffenburg. Aus dieser Entscheidung für ein zukunftsorientiertes, praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Studium wurde im Laufe der Zeit eine zunehmend spezialisierte Auseinandersetzung mit Forschung und Entwicklung im Bereich der additiven Fertigung.

Das breit angelegte Bachelorstudium vermittelte ihm zunächst Grundlagen in Elektrotechnik und Informatik. Gleichzeitig lernte er, komplexe technische Systeme zu analysieren, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Lösungen für technische Fragestellungen zu finden. Im projektbezogenen Masterstudium konnte er dieses Wissen im Zusammenspiel von Forschung und Unternehmenspraxis vertiefen. 

Über die Arbeitsgruppe für angewandte Lasertechnik und Photonik (AG alp) von Prof. Dr. Ralf Hellmann kam David bereits früh mit Forschungsfragen rund um Lasertechnik und 3D-Druck in Kontakt und beschäftigte sich intensiv mit der Frage, welche neuen Möglichkeiten additive Fertigungsverfahren für die Entwicklung technischer Bauteile bieten.

Bei Prof. Dr. Ralf Hellmann, der an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik lehrt, verfasste er dann auch seine Studien-, seine Bachelor- und später seine Masterarbeit. Aus diesen aufeinander aufbauenden Forschungsarbeiten entstand schließlich Davids Promotionsthema: die Weiterentwicklung der hybriden additiven Fertigung für anspruchsvolle metallische Werkstoffe. 

Wie sich Davids Forschung im Laufe seines wissenschaftlichen Wegs entwickelte und worum es in seiner Dissertation ging, erzählt er im persönlichen Gespräch: 

Im Juli 2026 schloss David seine Dissertation „Hybride additive Fertigung von Nickelbasis-Superlegierungen“ im Rahmen einer kooperativen Promotion mit dem Lehrstuhl für Laseranwendungstechnik der Ruhr-Universität Bochum erfolgreich ab. Betreut wurde die Arbeit an der TH Aschaffenburg durch Prof. Dr. Ralf Hellmann. Erstgutachter war Prof. Dr.-Ing. Cemal Esen von der Ruhr-Universität Bochum.

Aus dem Labor in die Welt

Während seiner Promotion gewann die Forschung für David auch eine internationale Dimension. Er veröffentlichte elf wissenschaftliche Beiträge als Erstautor und präsentierte seine Ergebnisse auf sechs internationalen Konferenzen. Hinzu kamen weitere Veröffentlichungen in angrenzenden Forschungsbereichen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung mit dem „Best Poster Award“ auf der 13. Internationalen Konferenz über Materialwissenschaft und Ingenieurstechnik in Nagoya, Japan. Gefördert wurden seine internationalen Forschungsreisen durch die Clemens-Hensel-Stiftung.

Die Hensel-Stipendien werden über das interdisziplinäre Doktorandinnen- und Doktorandenkolleg iDok vergeben. Das Kolleg unterstützt Promovierende auf ihrem wissenschaftlichen Weg und schafft Möglichkeiten für Austausch, Vernetzung und die Weiterentwicklung ihrer Forschung.

Für David waren die Konferenzen mehr als eine Gelegenheit, Forschungsergebnisse zu präsentieren. Sie brachten seine Arbeit aus dem Labor auf eine internationale Bühne und ermöglichten ihm den direkten Austausch mit Forschenden aus aller Welt.

Auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen war ein wichtiger Bestandteil von Davids Promotionsprojekt. Im Interview erzählt er, dass gerade die Nähe zwischen Hochschule, Forschung und regionaler Wirtschaft ein wichtiger Vorteil der Promotion an der TH Aschaffenburg ist

Was braucht es für eine Promotion?

Dass sein Studium in einer abgeschlossenen Promotion mit Bestnote mündete, führt David auch auf die enge persönliche Betreuung an der TH Aschaffenburg zurück. Insbesondere Prof. Dr. Ralf Hellmann spielte für ihn hierbei eine wichtige Rolle: Er begleitete ihn über viele Jahre wissenschaftlich, zeigte neue Perspektiven auf und eröffnete ihm schließlich die Möglichkeit zur Promotion.

„Neben den fachlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten, die er während seiner Zeit als Doktorand erlernt hat, schätze ich an ihm insbesondere die Fähigkeit, komplexe Probleme selbstständig und lösungsorientiert zu bearbeiten. Er vermag ingenieurwissenschaftliche Ergebnisse klar zu strukturieren sowie in den aktuellen Forschungsstand kritisch einzuordnen und daraus neue Erkenntnisse abzuleiten.“ “

Prof. Dr. Ralf Hellmann

Was aber rät ein frisch Promovierter Studierenden, die selbst über eine wissenschaftliche Laufbahn nachdenken?

David empfiehlt, nach dem Bachelor auf jeden Fall noch einen Masterabschluss dranzuhängen. Besonders der projektbezogene Master biete aus seiner Sicht eine gute Vorbereitung auf ein Promotionsvorhaben. 

Im Gespräch gibt er weitere Anregungen für Studierende, die überlegen zu promovieren, und erzählt, wie es für ihn nun nach der Promotion weitergeht.

Der persönliche Werdegang von David Sommer zeigt beispielhaft, welche Perspektiven eine Hochschule für angewandte Wissenschaften eröffnen kann. Dabei muss die wissenschaftliche Karriere nicht von Anfang an feststehen. Sie kann sich entwickeln – aus einem fachlichen Interesse, einer ersten Forschungsarbeit, einer guten Betreuung und der Bereitschaft, den nächsten Schritt zu gehen.

Davids abschließender Rat an alle, die überlegen, diesen Weg einzuschlagen, ist kurz und eindeutig: „Nicht zögern. Machen!“