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Erster Tag der Lehre an der TH Aschaffenburg

Mit einem Programm aus Impulsvorträgen, Workshops, Austauschformaten und einer Preisverleihung hat die Hochschule gute Lehrpraxis gewürdigt und Raum für neue Ideen geschaffen.

Unter dem Motto „Lehre sichtbar machen. Begeisterung teilen. Gemeinsam wachsen.“ stand der Campus der TH Aschaffenburg am 1. Juli ganz im Zeichen innovativer Hochschuldidaktik, neuer Technologien und des gemeinsamen Austauschs. Lehrende, Studierende und Mitarbeitende kamen zusammen, um über die Zukunft des Lernens zu diskutieren. 

Insgesamt rund 120 Interessierte folgten der Einladung der Hochschulleitung, brachten sich mit kreativen Ideen ein und nutzen die Möglichkeit zum konstruktiven Austausch. 

Wir wollten mit diesem Tag zeigen, was gute Lehre ausmacht, wie wertvoll gute Lehre ist und gemeinsam neue Perspektiven für die Zukunft der Lehre an unserer Hochschule entwickeln.

Prof. Dr. Ivo Schäfer, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationales

  • Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth begrüßt die Anwesenden zum ersten Tag der Lehre an der TH Aschaffenburg.

Ein Blick in die Zukunft und die Rolle von KI

Der Tag startete um 14 Uhr im gut gefüllten größten Hörsaal in Gebäude 49 mit einer herzlichen Begrüßung durch den Vizepräsidenten für Studium, Lehre und Internationales, Prof. Dr. Ivo Schäfer, und die TH-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth. Direkt im Anschluss setzten zwei hochkarätige Keynotes wichtige Impulse für den Nachmittag.

  • Prof. Dr. Markus Westner hielt eine Keynote zur „Lehre in Zeiten von KI“.

Prof. Dr. Markus Westner von der OTH Regensburg beleuchtete das hochaktuelle Thema „Lehre in Zeiten von KI“ und regte zum Nachdenken über den Wandel des akademischen Alltags an. Prof. Dr. Jörg Wendorff von der Hochschule Ravensburg-Weingarten knüpfte daran an und wagte in seinem Vortrag einen Blick in die Zukunft der Hochschullehre im Jahr 2035. 

Verschiedene Workshops: Von Didaktik bis Selbstfürsorge

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden aus einem breiten Spektrum an interaktiven Workshops wählen.

„KI sinnvoll integrieren – vom Tool zum didaktischen Sparringspartner“: Professor Wendorff vertiefte seine Keynote und erarbeitete mit den Teilnehmenden praxisnahe Ansätze für gute Präsenzlehre im KI-Zeitalter. 

Professor Westner zeigte am Beispiel von NotebookLM als KI-gestütztem Werkzeug ganz praktisch, wie Dokumente gezielt befragt und Lernmaterialien quellenbasiert erstellt werden können. 

  • Workshop "Attraktive Präsenzlehre gestalten - was funktioniert"? mit Prof. Dr. Ivo Schäfer

  • Workshop "Lehre neu denken - individuelle Lernpfade" mit dem Team des Projekts MyStudyPath

  • Workshop „KI sinnvoll integrieren – vom Tool zum didaktischen Sparringspartner“ mit Prof. Dr. Jörg Wendorff

Das Team von MyStudyPath beleuchtete gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden neue Perspektiven für eine wirksame und lernförderliche Lehre im Sinne von individuellen Lernpfaden.

Prof. Dr. Ivo Schäfer lud zu einem offenen und produktiven Best-Practice-Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden zur attraktiven Gestaltung von Präsenzlehre ein.

Zum Thema „Selbstfürsorge im (Lehr-)Alltag“ gab Dr. Julia Glaser den Teilnehmenden wertvolle, direkt integrierbare Übungen für die mentale, körperliche und emotionale Balance an die Hand. 

Prof. Dr. Sylvia Kaiser präsentierte mit der Learning-by-Testing-Methode ein innovatives Lehrkonzept, das auf konstruktivistischem Lernen und Design Thinking basiert.

  • Marktplatz der Möglichkeiten

  • Marktplatz der Möglichkeiten

Einblicke und Austausch beim Marktplatz der Möglichkeiten

Im Foyer von Gebäude 49 wartete der „Marktplatz der Möglichkeiten“ auf die Teilnehmenden. Bei einer Tasse Kaffee und Gebäck bot sich hier an insgesamt 15 individuell gestalteten Ständen die Gelegenheit, gelungene Praxisbeispiele und zukunftsweisende Projekte der TH Aschaffenburg zu entdecken. 

Von Internationalisierungsformaten (Prof. Dr. Alexandra Angress) über die „Lernreise Resilienz“ als Peer Learning Format (Meike Schumacher) und die Verknüpfung von Forschung und Lehre (Jutta Schneider und Dennis Flachs) bis hin zu Gamification-Ansätzen (Prof. Dr. Raphael Roßmann) oder Simulationstrainings im Gesundheitswesen (Prof. Hemma Pfeifenberger) – die Bandbreite war vielfältig und lud zu intensiven Gesprächen ein. 

  • Preisträgerin Prof. Dr. Victoria Bertels (2. v. r.) mit Prof. Dr. Ivo Schäfer (re), Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth (2. v. l.) und Prof. Dr. Marco Winzker (BayZiel)

  • Die Preisträgerinnen mit den vier weiteren Finalistinnen und Finalisten, Studierenden sowie Prof. Dr. Winzker, Prof. Dr. Beck-Meuth und Prof. Dr. Schäfer.

Preis für gute Lehre 2026 für Prof. Dr. Victoria Bertels

Der spannende Höhepunkt folgte ab 17:30 Uhr. Beim „Preis für gute Lehre“, der an der TH Aschaffenburg erstmals in dieser Form verliehen wurde, präsentierten die fünf Finalistinnen und Finalisten ihre innovativen Lehrkonzepte in vorab per Video aufgezeichneten Kurz-Pitches. Ergänzend dazu hielten Studierende zu den fünf Lehrenden eine emotionale Laudatio und würdigten diese mit persönlichen Worten.

Das Publikum stimmte danach live mit ab. Für die Endauswahl hatten sich Prof. Dr. Victoria Bertels, Olivia Märkl, Prof. Dr. Raphael Roßmann, Prof. Dr. Miriam Sebold und Prof. Dr. Barbara Sprick qualifiziert.

Der begehrte Preis für gute Lehre 2026 ging schließlich an Victoria Bertels, Professorin an der Fakultät Wirtschaft und Recht und Leiterin des Instituts für Mittelstandsmanagement an der TH Aschaffenburg.

Sie bringt so viel Energie mit, dass man mitgerissen wird.

… sagen die Studierenden über Professorin Bertels.

Prof. Dr. Marco Winzker, Geschäftsführer und wissenschaftliche Leiter des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZiel), gratulierte und überreichte gemeinsam mit der TH-Präsidentin und dem Vizepräsidenten der Gewinnerin eine Urkunde und einen selbst gestalteten Pokal in Form von einer kleinen Tafel mit Kreide und Schwamm.

  • Professor Schäfer gibt einen Überblick über die Aussagen der Studierenden zu den nominierten Lehrenden.

Insgesamt hatten die Studierenden knapp 300 Nominierungen vergeben, die sich auf 80 Lehrende verteilten. Von diesen nahmen 41 die Nominierung an und kamen damit in die engere Wahl. Die Bewertung erfolgte auf Basis von acht Kriterien, die sich an den Standards des Bayerischen Preises für gute Lehre (BayZiel) orientierten. Am Auswahlprozess waren insgesamt 12 Jurymitglieder beteiligt, davon je zwei Studierende aus den drei Fakultäten, drei (Studien)-Dekaninnen und -Dekane sowie drei externe Fachpersonen aus Hochschuldidaktik und dem BayZiel.

Ausklang beim Get-together

Nach der feierlichen Preisverleihung verlagerte sich das Event für den gemütlichen Ausklang ab 18:30 Uhr in das Foyer von Gebäude 48. Bei gekühlten Getränken, Grillwürsten, Grillkäse und Salaten war Zeit, das Erlebte zu reflektieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen.

Die Veranstaltung hat unsere Erwartungen an einen lebendigen Austausch über gute Lehre nicht nur erfüllt, sondern eindrucksvoll bestätigt, welchen hohen Stellenwert sie an unserer Hochschule hat. Besonders bereichernd war die persönliche Vernetzung von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden über Fakultätsgrenzen und Aufgabenbereiche hinweg.

 Prof. Dr. Ivo Schäfer, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationales

 

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