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Hochschulbau im Wandel: Tagung an der Universität Bayreuth

Unter Beteiligung der TH Aschaffenburg diskutierten Mitte März Expertinnen und Experten in Bayreuth über die komplexen Herausforderungen im Hochschulbau.

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter bayerischer und weiterer deutscher Hochschulen, staatlicher Bauverwaltungen und Fachinstitutionen trafen sich am 11. und 12. März 2026 an der Universität Bayreuth zur Tagung „Hochschulbau – Herausforderungen in Bayern gemeinsam begegnen“. Die zweitägige Veranstaltung wurde federführend von Dr. Heide Klug, Kanzlerin der TH Aschaffenburg, und Dr. Nicole Kaiser, Kanzlerin der Universität Bayreuth, organisiert. Im Mittelpunkt stand der Austausch über nachhaltige, effiziente und zukunftsorientierte Prozesse im Hochschulbau.

Das Programm umfasste Vorträge von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis. Sie boten Einblicke in aktuelle Herausforderungen, erfolgreiche Projekte und notwendige strukturelle Weiterentwicklungen. Dabei reichten die Themen von  Sanierungsbedarf, Bauunterhalt und Schnellbauverfahren bis hin zu Fragen zur Prozessgestaltung, Digitalisierung sowie zu neuen Lern- und Arbeitswelten. 

Vortrag von Professor Jens Elsebach: „Digitalisierung im Hochschulbau“

Die TH Aschaffenburg war durch Prof. Dr.-Ing. Jens Elsebach, Vizepräsident für Forschung, Transfer und bauliche Entwicklung, vertreten. In seinem Vortrag „Digitalisierung im Hochschulbau – Vom PDF über BIM zum digitalen Zwilling“ zeigte er eindrucksvoll seine Visionen über die Zukunft des Bauens. Dabei machte er deutlich, dass beispielsweise strukturierte Daten und Informationen eine zentrale Voraussetzung zur Optimierung der Verfahren sind. 

  • Mann hinter Rednerpult vor Präsentation

    Prof. Dr-Ing. Jens Elsebach, Vizepräsident für Forschung, Transfer und bauliche Entwicklung an der TH Aschaffenburg

  • Dr. Heide Klug, Kanzlerin der TH Aschaffenburg

Autonomie und Verantwortung im Hochschulbau

Mehrere Referentinnen und Referenten verdeutlichten in ihren Beiträgen, dass die von den Hochschulen gewünschte Autonomie auch mit Verantwortung einhergeht. Für eine zukunftsfähige Entwicklung des Bauens sei entscheidend, alle Akteurinnen und Akteure von Beginn an in die Planungen mit einzubeziehen, die Nutzerinnen und Nutzer genauso wie die Verantwortlichen für den Betrieb.

Zudem wurde betont, dass die zukunftsfähige Gestaltung von Lehr- und Lernräumen sowie von Arbeitsplätzen sowohl die Änderung sozialer Praktiken als auch tiefgreifende Anpassungen der Organisationskultur benötige. Dies wurde u. a. am Beispiel der neu gegründeten Technischen Universität Nürnberg anschaulich dargestellt.

Intensiver Austausch am Campus der Universität Bayreuth

Neben den Fachvorträgen bot ein gemeinsamer Campus-Spaziergang unmittelbare Einblicke in Neubau-, Modulbau- und Sanierungsprojekte der Universität Bayreuth. Darüber hinaus nutzten die Teilnehmenden zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken und für intensive fachliche Diskussionen.

Vor allem die Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren aus Hochschulen, Universitäten, staatlichen Bauämtern und Ministerium war besonders.

Dr. Heide Klug, Kanzlerin der TH Aschaffenburg. 

Die wertvollen Impulse zur Weiterentwicklung von Strukturen und Verfahren können unmittelbar in den Prozess „Profil und Konzentration“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (StMWK) sowie die Arbeit der daran beteiligten Arbeitsgruppe zum Hochschulbau einfließen. 

Die lebhaften Diskussionen und das positive Feedback der Teilnehmenden zeigen, dass das Interesse an einem koordinierten, gemeinsamen Vorgehen im Hochschulbau groß ist. Die Veranstaltung in Bayreuth war damit ein wichtiger Schritt, um die Zukunft des Hochschulbaus in Bayern gemeinsam zu gestalten.