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Italian Excellence: 30 Studierende entdecken Italiens Wirtschaft und Kultur

Beim Erasmus+ Blended Intensive Programme in Piacenza beschäftigten sich Studierende von sechs europäischen Hochschulen damit, wie sich Tradition und Innovation verbinden lassen und wie Menschen verschiedener Kulturen voneinander lernen können.

Vom 19. bis 23. Oktober 2026 richtete erstmalig die italienische TH-AB-Partnerhochschule Università Cattolica del Sacro Cuore am Campus Piacenza das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) „Blended Total Immersion Week – Advanced Regional and Transversal Skills“ aus. Unter dem Leitthema „Italian Excellence“ setzten sich 30 Studierende aus Deutschland (fünf von der TH AB), Frankreich, Finnland, Italien, Schweden und Spanien mit den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten Italiens auseinander. Das von Prof. Dr. Renate Link von der Technischen Hochschule Aschaffenburg initiierte paneuropäische Kurzzeitformat wurde bereits zum neunten Mal durchgeführt.

  • Fünf Studierende und eine Professorin stehen nebeneinander vor einer Wand

    Die fünf Teilnehmende der TH Aschaffenburg mit Prof. Dr. Renate Link (rechts).

  • Gruppenbild mit allen Teilnehmenden und Dozierenden

    Alle Teilnehmenden und Dozierenden des BIP vor dem Gebäude der Università Cattolica del Sacro Cuore am Campus Piacenza

Wirtschaft und Innovation erleben

Fachvorträge beleuchteten unter anderem das italienische Wirtschaftsmodell, das kulturelle Erbe, Produktinnovation, den Lebensmittelhandel und das Konsumverhalten im Luxussegment. Prof. Dr. Renate Link, Direktorin des Instituts für Interkulturelle Kommunikation (IIK), referierte über interkulturelle Aspekte des Luxusgüterkonsums. IIK-Mitglied Prof. Dr. Pei Wang-Nastansky widmete sich dem Thema „Italian Excellence in China“ und untersuchte Konsumentenwerte sowie strategische Positionierung im chinesischen Markt.

Bei Unternehmensbesuchen lernten die Studierenden unterschiedliche Facetten italienischer Spitzenqualität kennen: Lattegra Industria Casearia S.p.A. gewährte Einblicke in die Herstellung des traditionsreichen Grana Padano, während Deenova moderne robotergestützte und digitale Lösungen für mehr Arzneimittelsicherheit im Gesundheitswesen präsentierte.

Interkulturelles Lernen im direkten Austausch

Ein Höhepunkt war ein Interviewprojekt zur Frage „What makes Italian excellence unique?“. Die Studierenden führten generationsübergreifende Gespräche mit Einwohnerinnen und Einwohnern von Piacenza sowie Studierenden der gastgebenden Hochschule. Die Interviews wurden auf Italienisch geführt und anschließend zu kurzen Videodokumentationen verarbeitet. So trainierten die Teilnehmenden ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen und gewannen unterschiedliche Perspektiven auf Tradition, Wandel und gesellschaftliche Werte. Ein Italienisch-Schnupperkurs und eine Kaffeeverkostung des Traditionshauses Caffè Musetti ergänzten das Programm.

Die Verbindung von Fachwissen, Praxiserfahrungen und interkulturellen Begegnungen förderte zugleich wichtige Future Skills wie Kommunikation, Teamarbeit, Perspektivwechsel und kritische Reflexion.

„Wir sind stolz darauf, dass das BIP-Modell unseres Konsortiums tiefer greift als viele andere Kurzzeitprogramme und – wie sein Name schon sagt – echtes Erleben von Land, Landessprache und Leuten ermöglicht,“

sagt Initiatorin Professorin Link.

Moritz Fehling, Student der Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) und stellvertretender Leiter der Studierendenvertretung der TH Aschaffenburg, resümiert über seine Teilnahme:

„Das BIP hat uns die Möglichkeit und den Raum gegeben, in kürzester Zeit sehr vertrauensvoll wunderbare Menschen kennenzulernen und gleichzeitig in intensiven Sessions Leistung zu erbringen. Danke für diese unvergesslichen Momente!“

Moritz Fehling

Der finnische BIP-Teilnehmer Niko Kuuniemi von der TUAS fasste seine Eindrücke folgendermaßen zusammen:

„I loved every second of hearing from all of the different cultures because it helped me understand the world better. I'll 100% take some of the parts from different cultures to my way of living since they taught me that the world isn't black and white.“

Niko Kuuniemi

„I made so many new friends from all across Europe and I am so glad I actually decided to participate in the exchange because this was the best and most informative week of my life“, ergänzt er.

Ausblick: 10. „Total Immersion Week“ im Mai 2027 in Finnland

Der Termin für die 10. Jubiläumsausgabe des Programms steht bereits fest: Vom 3. bis 7. Mai 2027 findet das BIP an der Partnerhochschule Turku University of Applied Sciences statt. Unter dem Motto „Sell!“ wird der Fokus auf dem Thema Vertriebsstrategien liegen. Bewerbungen für dieses BIP sind ab Anfang 2027 möglich.

Studierende der TH Aschaffenburg können sich die Teilnahme als fachwissenschaftliches Wahlpflichtmodul anrechnen lassen (siehe Modulhandbuch, S. 174ff.) und in die Zusatzqualifikation „Betriebswirtschaft mit internationalem Profil“ einbringen.

Weitere Informationen

Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zum jeweils aktuellen BIP des Total-Immersion-Typs.