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Schülerakademie für Naturwissenschaften und Technik fördert MINT-Nachwuchs in der Region

Ein Jahr lang erhielten Schülerinnen und Schüler aus sechs Gymnasien wertvolle Einblicke in Studium und Forschung an der TH Aschaffenburg sowie in die Arbeit regionaler Unternehmen.

Am 16. Juni 2026 feierte die Technischen Hochschule Aschaffenburg den erfolgreichen Abschluss der 17. Schülerakademie für Naturwissenschaften und Technik in der Oberstufe (SANTO). 65 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe aus den teilnehmenden Gymnasien der Region präsentierten die Ergebnisse ihrer Projekte, die sie gemeinsam mit regionalen Unternehmen entwickelt und umgesetzt hatten.

Die SANTO wird seit 2009 gemeinsam von der IHK Aschaffenburg, der ZENTEC GmbH und der TH Aschaffenburg organisiert. Während der vergangenen zwölf Monate lernten die Teilnehmenden die Hochschule kennen, absolvierten Praktika in den Laboren der TH Aschaffenburg und sammelten Praxiserfahrung in Kooperationsprojekten mit Unternehmen der Region. 

Ziel des Programms ist es, junge Menschen frühzeitig für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, ihnen Bildungs- und Berufswege in diesen Bereichen aufzuzeigen und Nachwuchstalente für ingenieurwissenschaftliche und informatikbezogene Studiengänge zu gewinnen.

Forschung zum Anfassen: Essbare Batterien

  • Hellen Emmert, Tesina Ettl und Yannick Suffel (v. l. n. r.) bei ihren Vortrag "Essbare Batterien"

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes, der die Schülerakademie an der TH organisiert, und Prof. Dr. Ivo Schäfer, Vizepräsident für Lehre und Internationales der TH Aschaffenburg, erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst Einblicke in ein aktuelles studentisches Forschungsprojekt der Hochschule.

Drei Studierende aus den Masterstudiengängen Angewandte Forschung in den Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschaftsingenieurwesen berichteten über ihren persönlichen Bildungsweg und ihre Motivation für ein Studium an der TH. Anschließend stellten sie ihre aktuelle Forschung zur Entwicklung essbarer Batterien vor. Das Projekt entsteht im Rahmen der VDI Student Challenge, die praxisnahe studentische Projektarbeit fördert.

Im BioMEMS -Labor der TH Aschaffenburg erforschen die Studierenden, wie sich Batterien aus ungiftigen und biologisch abbaubaren Materialien herstellen lassen. Das innovative Vorhaben stieß bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse und zeigte anschaulich, wie praxisnah und zukunftsorientiert Forschung an der Hochschule sein kann.

Postersession und Auszeichnung der besten Projekte

Im Anschluss präsentierten die Teilnehmenden ihre Unternehmensprojekte im Rahmen einer Postersession. Dabei wurden auch die besten Arbeiten ausgezeichnet.

Zu den prämierten Projekten gehörte unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Kontaktlinsenhersteller Alcon. Dort erfuhren die Jugendlichen Einblicke in die Herstellung von Kontaktlinsen und fertigten selbst welche an. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich am Industrie Center Obernburg (Mainsite) mit einfachen und komplexen pneumatischen Steuerungen.

Bei Joyson Safety Systems untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Eigenschaften von Polyurethan-Schäumen und erforschten den Einfluss der Wasserzugabe auf den Schäumungsprozess. Weitere Teilnehmende arbeiteten bei Linde Material Handling an Fragestellungen aus der Automatisierungstechnik.

Die Gutscheine für die Schülerinnen und Schüler, deren Poster prämiert wurden, wurden von der ZENTEC GmbH gestiftet.

Gemeinsam für den Fachkräftenachwuchs der Region

Die SANTO leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung qualifizierter Fach- und Führungskräfte in der Region. Hochschulseitig wird die Schülerakademie von Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes begleitet. Die organisatorische Betreuung übernimmt das Team Schulkontakte der TH Aschaffenburg mit Christiane Heinbücher und Catharina Englert.

In diesem Jahr beteiligten sich das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg, das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach, das Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach, das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld, das Kronberg-Gymnasium sowie die Maria-Ward-Schule.

Begleitet wurde die Abschlussveranstaltung von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Bildung. Zu den Gästen zählten unter anderem Aschaffenburgs Zweite Bürgermeisterin Jessica Euler, die stellvertretende Landrätin Claudia Papachrissanthou (Landkreis Aschaffenburg), der stellvertretende Landrat Ralf Reichwein (Landkreis Miltenberg), Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen, Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen sowie Andreas Elsner und Verena Rollmann von der IHK Aschaffenburg.