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Technik zum Anfassen weckt Interesse an Ingenieurwissenschaften und Informatik

Ferien-Uni 2026: Experimentieren, entdecken und Fragen stellen konnten Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse in spannenden Workshops an der Hochschule.

Mitmachen, tüfteln, verstehen: Auch am diesjährigen Ferien-Uni-Tag an der TH Aschaffenburg erhielten Schülerinnen und Schüler wieder praxisnahe Einblicke in Technik und Wissenschaft.

Insgesamt sechs verschiedene Workshops bot die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an, um für technische Berufe zu begeistern und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Unter dem Motto "Technik zum Anfassen" nutzten über 30 interessierte Jugendliche am letzten Tag der bayerischen Schulferien die Möglichkeit, selbst zu experimentieren und so verschiedene Arbeitsfelder von Ingenieurinnen und Ingenieuren kennenzulernen.

Das Programm umfasste die Bereiche Elektrotechnik, Elektromobilität, erneuerbare Energien, Vakuum- und Beschichtungstechnik, Künstliche Intelligenz, Robotik und Programmierung. 

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom VDE Rhein-Main e.V. und dem Bildungsprojekt MINTBayU, das an der TH Aschaffenburg von Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes in Zusammenarbeit mit Catharina Englert und Christiane Heinbücher koordiniert wird.

Von Elektrotechnik bis Robotik: Technik selbst ausprobieren und verstehen

In den angebotenen Workshops konnten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Ingenieurberufe kennenlernen.

Beim Bauen einer eigenen Blinkerschaltung lernten die Teilnehmenden elektronische Bauelemente kennen und erfuhren, wie sich diese zusammenschalten lassen. Außerdem entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Geschäftsideen für ein Start-up und setzten erste Protoypen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz um. 

Im Workshop „Warum können Elektroautos so schnell beschleunigen?“ erfuhren sie, wie Elektroautos aufgebaut sind und wie die Antriebskomponenten funktionieren.  Auch Beschichtungstechniken konnten die Acht-, Neunt- und Zehntklässlerinnen und -klässler genauer unter die Lupe nehmen. Hierbei lernten sie Einsatzmöglichkeiten von ultradünnen Aluminiumschichten – von der Kartoffelchips-Tüte bis zum Smartphone – kennen.

Wie die Energiewende ganz praktisch funktioniert, erlebten sie beim Aufbauen einer Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher, die gemeinsam ans Netz angeschlossen wurde. Unter dem Motto „Bauen, Coden, Staunen“ konstruierten und programmierten die Schülerinnen und Schüler smarte Roboter mit LEGO SPIKE und testet diese.

Hoher Bedarf an qualifizierten technischen Fachkräften

Der VDE vermeldete im August 2026 mehr als 96.700 offene Stellen in Ingenieur- und IT-Berufen. Trotz der aktuellen Konjunkturschwäche und eines vorübergehenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit unter Ingenieurinnen und Ingenieuren bleibt der langfristige Bedarf an technischen Fachkräften in Deutschland hoch.1  Die Modernisierung der Infrastruktur, die Energiewende, die Digitalisierung und neue Technologien werden auch künftig zahlreiche qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure erfordern. Daher sind die Förderung des Ingenieurnachwuchses sowie die Gewinnung von Frauen und internationalen Fachkräften entscheidend für die Fachkräftesicherung.

Die kontinuierliche Nachwuchsförderung der TH Aschaffenburg ist nicht zuletzt deshalb wichtig.

1Quelle: Website VDI