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Wie müssen die Materialien der Zukunft aussehen?

Studentin mit Schutzbrille und weißem Kittel hält ein Gefäß mit Stickstoff in der Hand

Im Studiengang Angewandte Materialwissenschaft werden Studierende an der TH Aschaffenburg zu international gefragten Fachkräften ausgebildet, die mit innovativen, ressourcen- und umweltschonenden Materialien die Technologien von morgen mitgestalten.

„Hinter jeder nachhaltigen technischen Lösung steckt ein Werkstoff, der sie erst möglich macht“, betont Prof. Dr.-Ing. Franziska Riethmüller. Im interdisziplinären Studiengang Angewandte Materialwissenschaft (MAWI) an der TH Aschaffenburg werden Naturwissenschaften praktisch angewendet, um den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu begegnen.

Bereits seit mehr als vier Jahren bietet die Technische Hochschule den Studiengang MAWI an, der zuvor „Modern Materials“ hieß. Wer Angewandte Materialwissenschaft studiert, kann direkt an den Technologien mitwirken, die unsere Zukunft prägen – von nachhaltigen Energien über moderne Medizin bis hin zu Hightech‑Produkten. Der Studiengang verbindet Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften zu einem praxisnahen Profil, das weltweit stark nachgefragt wird.

Zwei Drittel aller technischen Innovationen basieren auf neuen Materialien – von leichteren Flugzeugen bis zu effizienteren OLEDs in Bildschirmen von Handys und Fernsehern. 

Werkstoffe sind entscheidend für Lösungen in Sachen Klimaschutz und Ressourceneffizienz bis hin zu Elektromobilität und Medizintechnik. Dabei muss im Ingenieurberuf heute auch immer mitgedacht werden, wie die Werkstoffe, die in diesen Entwicklungen stecken, wieder zurückgewonnen werden können.

Prof. Dr.-Ing. Franziska Riethmüller

Mit Chemie und Physik die Welt verstehen und verbessern

Das Studium der Angewandten Materialwissenschaft bietet ein breites naturwissenschaftlich‑technisches Fundament. Physik, Chemie, Mathematik, Elektrotechnik und Informatik werden kombiniert mit Werkstoffkunde und Fertigungstechnik. Es vermittelt, wie innovative Materialien entstehen, wie sie hergestellt, analysiert und weiterentwickelt werden. Und es zeigt, wie sie am Ende nachhaltiger, leistungsfähiger und sicherer eingesetzt werden können. Nicht nur die Arbeit in den mit modernster Technik ausgestatteten Laboren der Hochschule, sondern auch eine frühe Einbindung in Forschungsprojekte sowie Praxissemester machen die akademische Ausbildung an der TH sehr praxisnah.

  • Einbau von Bragg-Sensoren in ein Mountainbike zur Messung der mechanischen Belastungen von CFK-Komponenten während des Fahrens im Labor für Materialtechnologien

Material macht den Unterschied

Materialien prägen unseren Alltag und haben entscheidende Bedeutung für unsere Zukunft. Im Studium der Angewandten Materialwissenschaft geht es um Fragen wie: Welche Potenziale bieten moderne Werkstoffe für neue Produkte? Wie tragen Materialien zu mehr Nachhaltigkeit bei? Wie werden beispielsweise Flugzeuge und Autos effizienter und umweltfreundlicher?

MAWI-Studierende erwerben dafür ein wissenschaftliches Fundament kombiniert mit klarem Anwendungsbezug. Sie lernen Materialwissenschaft in Theorie und Praxis kennen, mit besonderem Schwerpunkt auf innovativen Materialien, Nachhaltigkeit sowie Ressourceneffizienz. 

  • Eine Studentin injeziert eine Testflüssigkeit in ein Reagenzglas.
  • Durchführung von Zugprüfungen an Werkstoffproben im Rahmen des Praktikum Materialcharakterisierung

TH Aschaffenburg führend in der Materialforschung

Die TH Aschaffenburg spielt in der regionalen und internationalen Material- und Werkstoffforschung eine wichtige Rolle. Drittmittel in Höhe von mehreren Millionen Euro für die Forschung im und um den Bereich „Materials“ in den vergangenen Jahren belegen die hohe Qualität der Forschungsarbeit und die Relevanz der Themen.

Studierende profitieren davon, weil sie dadurch direkt mit innovativen Technologien und Methoden arbeiten, die in der Industrie zum Teil gerade erst entstehen.

Fachkräfte in Materialwissenschaften regional und international verstärkt gesucht

Absolventinnen und Absolventen mit einem Abschluss in Angewandter Materialwissenschaft werden überall auf der Welt gebraucht, sei es in der Forschung und Entwicklung, der Produktion oder im Qualitätsmanagement. Somit bestehen nach dem Studium gute Berufsperspektiven – auch im Zeitalter von KI.

Zudem gilt die Rhein-Main-Region mit dem sogenannten Materials Valley als wichtiger Hightech-Standort für Materialforschung und Werkstofftechnologie. Zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus diesem Bereich sind hier angesiedelt und haben einen großen Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften. Die TH Aschaffenburg ist hier sehr gut vernetzt. Dies sichert die Aktualität des Lehrangebots und bietet greifbare Vorteile für Studierende, wenn es um die Suche nach Praktikumsstellen, unternehmensbegleitete Bachelorarbeiten oder den Berufseinstieg geht. 

Studierende, die das Thema „Materials“ weiter vertiefen wollen, schaffen mit dem Bachelorabschluss die Grundlage für ein Masterstudium und eine spätere Promotion.

Bewerbungszeitraum bis 15. Juli

Die Bewerbung für das Studium ist noch bis Mitte Juli an der TH Aschaffenburg möglich. Wer sich vor Ort informieren möchte, hat nicht nur im Rahmen der Studienberatung, sondern auch beim Open Campus am 20. Juni von 12 bis 17 Uhr die Möglichkeit. Außerdem findet am 17. Juni um 18 Uhr ein Online-Infoabend statt. Die Einwahldaten sind auf unserer Website zu finden. Informationen zum Studiengang Angewandte Materialwissenschaft gibt es ebenfalls online.

Bild ganz oben: MAWI-Studentin bei der Probenvorbereitung für eine Kerbschlagversuch. Um die Zähigkeit von Werkstoffen bei tiefen Temperaturen untersuchen zu können, werden die Proben in flüssigem Stickstoff auf Temperaturen unter -196 °C abgekühlt.

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