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Der nächste Karriereschritt: Studium parallel zum Beruf

Eine Studentin tauscht sich per Videochat mit ihrer Kommilitonin aus

Blended Learning verbindet E-Learning mit Präsenzveranstaltungen am Campus – so wächst akademisches Wissen gemeinsam mit der beruflichen Praxis

Eine Hochschule, zwei Campus, zwei Blended-Learning-Programme – und die Frage, was es wirklich bedeutet, wenn sich ein Studium dem Leben anpasst. Vier Studentinnen gewähren persönliche Einblicke in ihren Studien- und Berufsalltag an der TH AB – auf dem Campus in Aschaffenburg und in Miltenberg.

Carolina und Vanessa studieren Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung (IGV). Während Vanessa parallel zu ihrem Studium eine Ausbildung zur Ergotherapeutin absolviert, arbeitet Carolina bereits Vollzeit als Physiotherapeutin. Auch Jasmin und Sophie stehen mitten im Berufsleben. Im Studiengang Mittelstandsmanagement (MIMA) erweitern sie gezielt ihr berufliches Know-how: Jasmin im Stadtmarketing, Sophie in einer Steuerkanzlei. Vier unterschiedliche Lebenswege, vier individuelle Studien- und Arbeitsalltage – und doch verbindet sie eine gemeinsame Entscheidung: Sie haben sich bewusst für das Blended-Learning-Konzept entschieden, um Studium und Beruf flexibel miteinander zu vereinbaren.

Die TH Aschaffenburg bietet seit dem Wintersemester 2025/26 einen weiteren Studiengang im Blended-Learning-Format am Campus in Miltenberg an. Auch im Studiengang Digitales Marketing und E-Commerce wechseln sich flexible Online-Lernphasen mit praxisnahen Präsenzzeiten am Campus ab. Im Mittelpunkt des Studiums stehen die dynamischen Entwicklungen im Onlinehandel und digitalen Marketing.

Raum schaffen für neue Wege

Eine moderne Hochschule bedeutet heute mehr als Hörsäle und Vorlesungspläne. Sie schafft Raum für neue Wege – und für Studienformate, die sich an unterschiedliche Lebensrealitäten anpassen. Mit alternativen Angeboten wie flexiblen oder berufsbegleitenden Studiengängen eröffnet sie vielfältige Karriereperspektiven: direkt während der Ausbildung, als nächster Entwicklungsschritt danach, in Teilzeit oder auch in Phasen, in denen Familie und Beruf miteinander vereinbart werden müssen.

Mit drei Kindern wäre ein klassisches Studium für mich kaum möglich gewesen – durch das Blended Learning kann ich Studium und Familie gut miteinander verbinden.

Sophie Lotzow

Durch das Studium lerne ich, evidenzbasiert zu arbeiten und meine therapeutische Praxis sinnvoll weiterzuentwickeln.

Vanessa Lunkenheimer

Die TH Aschaffenburg reagiert auf die Zeichen der Zeit. Sie erkennt, wie wichtig praxisnahe Inhalte, anwendungsorientiertes Lernen und interdisziplinäre Studiengänge geworden sind. Studierende profitieren von Wissen, das sich unmittelbar im Berufsalltag einsetzen lässt, und von Kompetenzen, die über Fachgrenzen hinausdenken.

Einblicke in den Studien- und Berufsalltag

Der Studiengang Mittelstandsmanagement steht für echte Perspektiven – nah an den Unternehmen, die die deutsche Wirtschaft prägen. Studierende lernen, wie Betriebe wachsen, Innovationen entstehen und Teams erfolgreich zusammenarbeiten. Impulse aus dem Institut für Mittelstandsmanagement sorgen dabei für eine enge Verbindung zwischen Lehre, Forschung und unternehmerischer Praxis. Im Rahmen des Blended-Learning-Formats finden Präsenzveranstaltungen in der Regel an zwei Tagen pro Woche auf dem Campus statt, während die restliche Woche flexibel im Online- oder Selbstlernmodus gestaltet werden kann. Auf diese Weise kann das Studium individuell in den Alltag eingebunden werden, während Präsenzphasen am Campus den Austausch, das Netzwerken und das gemeinsame Lernen stärken.

Das Blended-Learning gibt mir die Freiheit, ein Vollzeitstudium, Familie und Job flexibel zu vereinen – und fordert gleichzeitig die Selbstdisziplin, die mich wirklich wachsen lässt.

Jasmin Starck

Ein neuer Weg öffnet sich auch für Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind oder es werden wollen: Das Studium Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung an der Technischen Hochschule Aschaffenburg verbindet medizinisches Arbeiten, Teamarbeit und akademisches Wissen in einem einzigartigen Konzept. Für Studierende bedeutet das nicht nur Theorie, sondern Lernen, das direkt aus dem beruflichen Alltag herauswächst und sie gezielt auf komplexe Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet. Dieses Studium richtet sich an diejenigen, die eine Ausbildung in Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder verwandten Gesundheitsberufen absolvieren oder die Ausbildung bereits hinter sich haben, mitten im Berufsleben stehen und zugleich den Wunsch haben, sich akademisch weiterzuentwickeln. Dank des Blended-Learning-Modells lassen sich Beruf, Ausbildung und Studium flexibel miteinander vereinen. Unter der Woche sind die Studierenden in der Ausbildung oder im Berufsleben und erledigen ihre Hausarbeiten und Projektarbeiten von zu Hause aus. An Wochenenden mit Präsenzveranstaltungen verändert sich die Routine: Dann sind sie auf dem Campus, um sich mit anderen Studierenden auszutauschen und gemeinsam zu lernen.

  • Lehrer skizziert ein Schaubild an die Tafel. Schülerinnen schauen auf das Schaubild

    Vanessa während ihres Unterrichts an der Schule für Ergotherapie, Medizinischen Akademie Aschaffenburg

  • Schülerin erklärt ihren Mitschülerinnen Ausbildungsinhalte mithilfe eines Skeletts

    Vanessa während ihres Unterrichts an der Schule für Ergotherapie, Medizinischen Akademie Aschaffenburg

  • Zwei Studentinnen arbeiten gemeinsam an ihren Laptops an einer Gruppenarbeit

    Carolina und Vanessa bei einer Gruppenarbeit auf dem Campus

  • Zwei Studentinnen arbeiten gemeinsam an ihren Laptops an einer Gruppenarbeit

    Carolina und Vanessa bei einer Gruppenarbeit auf dem Campus

  • Zwei Studentinnen arbeiten gemeinsam an ihren Laptops an einer Gruppenarbeit

    Carolina und Vanessa bei einer Gruppenarbeit auf dem Campus

In den folgenden beiden Interviews nehmen uns Vanessa und Carolina mit auf die Reise ihrer beruflichen Entwicklung und ihres Studienwegs. Unter anderem gewähren sie persönliche Einblicke in ihren Studien- und Berufsalltag und erzählen, welche Erfahrungen sie geprägt haben und warum sie sich für ihren Studiengang entschieden haben.

Interdisziplinärer Austausch auf dem Campus

In Vorlesungen, Seminaren und Gruppenarbeiten lernen die Studierenden nicht nur Theorie, sondern vor allem voneinander. Schon auf dem Campus wird die Idee des Studiengangs für das spätere Berufsleben gelebt: Die Studierenden diskutieren, reflektieren und lernen gemeinsam – ein Prozess, der direkt in den Berufsalltag übertragbar ist.

Carolina und Vanessa nutzen ihre Präsenztage für den Austausch und bleiben über eine WhatsApp-Gruppe, auch mit anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen, zwischen den Vorlesungen im Kontakt. Carolina, die bereits als Physiotherapeutin arbeitet, bekommt durch Vanessas Perspektive aus der Ergotherapie neue Ideen, wie sie Bewegungsübungen noch kreativer gestalten oder Alltagshilfen in ihre Therapie einbeziehen kann. Umgekehrt profitiert Vanessa von Carolinas Erfahrung in Trainingsplanung, Therapiedokumentation und dem Umgang mit Patientengruppen – Wissen, das sie direkt in ihrer Ausbildung in der Ergotherapie anwenden kann.

Zukünftig ist eine Veränderung in der Physiotherapie bzw. im gesamten Gesundheitssystem erforderlich, um weiterhin funktionieren zu können. Maßgeblich ist hierfür eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Berufsgruppen, um eine Qualitätssteigerung/-sicherung des Gesundheitssystems zu gewährleisten. Das Studium bietet eine fundierte, akademische Expertise, damit Veränderung langfristig stattfinden kann.

Carolina Veith

  • Eine Studentin skizziert Themen aus ihrem Berufsalltag an einem Whiteboard, während eine andere Studentin ihr zuhört

    Carolina und Vanessa tauschen sich über ihre Berufserfahrungen aus

  • Eine Studentin skizziert Themen aus ihrem Berufsalltag an einem Whiteboard, während eine andere Studentin ihr zuhört

    Carolina und Vanessa tauschen sich über ihre Berufserfahrungen aus

  • Eine Studentin bespricht über Videochat mit einer Kommilitonin ihre Gruppenarbeit

    Carolina und Vanessa im Gespräch per Videochat

Auch wenn es nicht im Namen des Studiengangs steht, leben auch die Studierenden im Mittelstandsmanagement einen interdisziplinären Austausch. Jede und jeder bringt individuelle Berufserfahrungen mit – sei es aus jahrelanger Praxis oder durch neue Perspektiven von Berufseinsteigern. Besonders in den praxisnahen Projektarbeiten profitieren alle voneinander.

Jasmin zum Beispiel hat eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte abgeschlossen und sich bereits mit 18 Jahren neben ihrem Angestelltenverhältnis als Lichtdoubel selbstständig gemacht, unter anderem bei großen TV-Shows. Heute arbeitet sie im Stadtmarketing, wo sie ihre kreative Seite bei der Organisation von Veranstaltungen auslebt. Ihre vielseitige Berufserfahrung liefert wertvolle Beiträge für die Gruppenarbeiten und bereichert die Diskussionen mit praxisnahen Einblicken. Auch Sophie hebt hervor, wie herausfordernd und lehrreich die Projektarbeiten sind. Von Beginn an arbeitet jede Gruppe mit einem kooperierenden Unternehmen zusammen – kein Planspiel, sondern echte Aufgaben aus der beruflichen Praxis. Besonders die Präsentation der Ergebnisse vor der Führungsebene des Unternehmens spiegelt den späteren Berufsalltag wider. In diesen Momenten zeigt sich, wie wertvoll der Austausch innerhalb der Gruppe ist: Erfahrungen werden geteilt, Ideen diskutiert und Lösungen gemeinsam entwickelt – ein Lernprozess, der direkt auf die berufliche Praxis vorbereitet.

In den folgenden beiden Interviews berichten Jasmin und Sophie unter anderem, warum sie sich genau zu diesem Zeitpunkt in ihrem Leben für ein Studium entschieden haben. Zudem geben sie Einblicke, wie das Blended-Learning-Format ihres Studiengangs aufgebaut ist und wie es ihnen ermöglicht, Studium, Familie und Teilzeitjob erfolgreich zu verbinden.

Im Interview erzählt Sophie, dass sie die Unterstützung von Gleichstellung–Familie–Vielfalt in Anspruch genommen hat. Durch ein Voreinwahlrecht für Wahlpflichtfächer können schwangere Studentinnen und Eltern ihre Kurse früher buchen und so den Stundenplan besser auf ihre familiären Verpflichtungen abstimmen. Diese Regelung ist Teil des Engagements der Hochschule für familienfreundliche Studienbedingungen und wurde im Rahmen des „audit familiengerechte hochschule“ etabliert.

Wer Lust hat, selbst einen Eindruck vom Campusleben und den Studiengängen zu bekommen, kann dies beim Studieninfotag der TH Aschaffenburg erleben. In entspannter Atmosphäre gibt es die Möglichkeit, Studierende und Professorinnen und Professoren kennenzulernen, Fragen zu stellen und direkt zu spüren, wie Praxis, Lernen und Campusleben zusammenkommen. Dieses Jahr findet der Studieninfotag am 28. März 2026 statt.