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Blended Intensive Programme (BIP) mit Studierenden aus sechs Ländern zu Gast in der Bretagne

Gruppenfoto mit den Teilnehmenden des BIP vor dem Gebäude der Hochschule in Frankreich

Studierende der TH Aschaffenburg und fünf weiterer europäischer Hochschulen vertieften ihr Wissen im Risikomanagement und lernten bretonische Beispiele für Risikostrategien aus erster Hand kennen

Vom 9. bis 13. März wurde im Rahmen der Erasmus+-Programmschiene „Blended Intensive Programme (BIP)“ bereits zum siebten Mal das fachwissenschaftliche Wahlpflichtmodul (FWPM) „Blended Total Immersion Week – Advanced Regional and Transversal Skills“ durchgeführt. Austragungsort war erneut das Institut Universitaire de Technologie (IUT) der Partnerhochschule Université de Bretagne-Sud (UBS) im französischen Vannes, wo das Programm bereits 2023 erfolgreich stattfand.

An dem intensiven, paneuropäischen Kurzzeitformat nahmen rund 30 Studierende aus sechs Ländern teil: Deutschland (TH Aschaffenburg), Frankreich (UBS), Italien (Università Cattolica del Sacro Cuore), Spanien (Universidad de Málaga), Finnland (Turku UAS) und Schweden (Mid Sweden University). Die Programmleitung lag bei Sheila Campion O’Sullivan (UBS), während Prof. Dr. Renate Link (TH Aschaffenburg) als Initiatorin dieses BIPs und Mitorganisatorin beteiligt war.

Eine der schwedischen BIP-Teilnehmerinnen brachte ihre Eindrücke folgendermaßen auf den Punkt:

Thank you so much for the week, it has been absolutely fantastic and I would love to do it again.

Tina Wolgers, Studentin (Mid Sweden University)

Risikomanagement im Fokus: Theorie, Praxis und Simulation

Inhaltlicher Schwerpunkt des Programms war das Thema „Risk Leadership in Business“. Angesichts dynamischer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gewinnt professionelles Risikomanagement zunehmend an Bedeutung. Die Studierenden setzten sich intensiv mit unterschiedlichen Risikotypen auseinander und erwarben Kompetenzen, Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und strategisch zu nutzen.

Fachliche Impulse lieferten Dozierende aller beteiligten Hochschulen. Behandelt wurden unter anderem psychologische, finanzielle, marketingbezogene sowie interkulturelle Dimensionen von Risiken, ergänzt um Perspektiven aus dem Projekt- und Industrial Management. Eine Exkursion zum bretonischen Traditionsunternehmen La Belle-Iloise bot zusätzlich praxisnahe Einblicke.

Ein zentrales Element war das interaktive Online-Planspiel „Kalypso“, das unter Mitwirkung von Dr. Sébastien Dony (UBS) entwickelt wurde. In internationalen Teams steuerten die Teilnehmenden ein fiktives Unternehmen der Bootsbauindustrie und trafen über mehrere Simulationsrunden hinweg strategische Entscheidungen in den Bereichen Marketing, Produktion, Lieferkette, Finanzen und Personal. Die Ergebnisse wurden abschließend präsentiert und reflektiert. Dabei zeigte sich: Der Erfolg hing maßgeblich von der Fähigkeit ab, Risiken fundiert abzuwägen und gezielt einzugehen.

  • Gruppenbild in einem historischen Saal mit Kronleuchtern

    im historischen Rathaus von Vannes

  • Ein Student und vier Studentinnen stehen neben Professorin

    Studierende mit Prof. Dr. Renate Link (rechts) im historischen Rathaus von Vannes

Interkulturelles Lernen und unmittelbare Kulturerfahrung

Das von Prof. Dr. Renate Link entwickelte BIP-Konzept der „Total Immersion“ kombiniert fachliche Inhalte mit intensiven interkulturellen und sprachlichen Erfahrungen. Ergänzend zu den Lehrveranstaltungen umfasste das Programm vorbereitende und nachbereitende Online-Phasen sowie kulturelle Aktivitäten vor Ort.

Ein Französisch-Schnupperkurs, Begegnungen mit Einheimischen sowie kulturelle Exkursionen ermöglichten den Studierenden einen direkten Zugang zur bretonischen Lebensweise. Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden Bürgermeister Fabien Le Guernevé im historischen Rathaus von Vannes. Kulinarische Erlebnisse – etwa die mit bretonischer Musik untermalte Verkostung von Galettes und Crêpes – rundeten das Programm ab und vermittelten authentische Einblicke in das französische „savoir vivre“.

  • Strand, Meer, laufende Menschen bei bewölktem Himmel
  • Historisches Gebäude von außen

Ausblick: Nächste „Total Immersion Week“ im Oktober 2026 in Italien

Der Termin für die folgende Ausgabe des Programms steht bereits fest: Vom 19. bis 23. Oktober 2026 findet das BIP an der Partnerhochschule Università Cattolica del Sacro Cuore in Piacenza (Emilia-Romagna) statt. Unter dem Leitthema „Italian Excellence“ wird der Fokus auf wirtschaftliche und kulturelle Besonderheiten der Region gelegt, die sowohl zum „Food Valley“ als auch zum „Motor Valley“ Italiens zählt. Bewerbungen für dieses BIP sind ab Ende April 2026 möglich.

Studierende der TH Aschaffenburg können sich die Teilnahme als fachwissenschaftliches Wahlpflichtmodul anrechnen lassen (siehe Modulhandbuch, S. 172ff.) und in die Zusatzqualifikation „Betriebswirtschaft mit internationalem Profil“ einbringen.

Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zum jeweils aktuellen BIP des Total-Immersion-Typs.

Weitere Informationen

Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zum jeweils aktuellen BIP des Total-Immersion-Typs.